Auf dieser Seite finden Sie eine Liste aller Vorträge, Workshops und Seminare bei der 2. Internationalen Fachkonferenz Übersetzen in die Zukunft.
Eine aktuelle Programmübersicht mit Zuordnung der einzelnen Programmpunkte zu Konferenzblöcken und Räumen finden Sie hier.
Das Konferenzprogramm umfasst insgesamt über 100 Vorträge und Podiumsdiskussionen sowie rund 50 Workshops und Kurzseminare. In der nachfolgenden Liste sind die Vorträge, Workshops und Seminare gegliedert nach den im Call for Papers vorgegebenen Themenbereichen der Konferenz verzeichnet:
Nähere Informationen zu den einzelnen Vorträgen, Workshops und Kurzseminaren sowie zu den jeweiligen Referenten können Sie sich anzeigen lassen, indem Sie auf den jeweiligen Link "mehr..." klicken.
| Titel des Vortrags/Workshops | |
|---|---|
| Dolmetscher und Übersetzer als Experten - Fachübergreifende Querschnittsthemen | |
| Social Media – Vorstellung, Berichte und Erfahrungsaustausch zu Blog, Facebook, Twitter und Co. Barbara Ölschleger Social Media – Presentation, reports and exchange of experience on blogs, Facebook, Twitter and co. Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 1.2 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal A Web 2.0 – mit diesem Kürzel werden heute eine Vielzahl von Möglichkeiten zusammengefasst, mit denen man sich im Internet bemerkbar machen kann: Blogs, Facebook, Twitter, Google+, Xing, LinkedIn, um nur die wichtigsten zu nennen. Mit diesem Beitrag sollen hauptsächlich Blogs, Facebook und Twitter vorgestellt werden. Dabei wollen wir aber nicht bei der reinen Vorstellung der jeweiligen Medien bleiben. Auch die Erfahrungen der Referentinnen werden vorgestellt. Was aber genauso wichtig ist, ist der Austausch mit Kollegen. Welche Erfahrungen – gute oder schlechte – haben andere gemacht? Welche Quellen sind für die Kollegen wichtig? Diskussionen sind an dieser Stelle ausdrücklich erwünscht. Diese Medien haben aber nicht nur die Funktion zu senden, sich selbst als Unternehmen oder Person darzustellen, sondern sie sind auch wahre Informationsfundgruben. Wie stellen sich andere Kollegen auf Xing dar? Was haben andere auf ihren Blogs zu berichten? Welche Trends werden gerade auf Twitter diskutiert? Der Workshop richtet sich daher an Newbies in den Social Media genau so wie an alte Hasen, die schon tagtäglich bloggen oder twittern oder Facebook als Kanal nutzen. Eine der drei Referentinnen ist US-Amerikanerin, so dass das Thema nicht nur aus deutscher Sicht beleuchtet wird und auch internationale Trends vorgestellt werden. Angaben zum Referenten/Moderator Barbara Ölschleger Lisa John: Elisabeth John, Diplom-Übersetzerin für Englisch und Spanisch mit dem Ergänzungsfach Technik. Nach dem Diplom-Abschluss in Saarbrücken arbeitete sie zunächst in einem Übersetzungsbüro in Festanstellung, suchte dann aber ihr Heil in der freiberuflichen Tätigkeit als Übersetzerin - seit über 20 Jahren erfolgreich. Sie interessiert sich für alle technischen Hilfsmittel, die den Übersetzungsalltag erleichtern können, und hält in diesem Bereich auch Seminare. Blogs liest sie teils aus beruflichem und teils aus privatem Interesse. Seit rund zwei Jahren bloggt sie selbst (so weit es ihre freie Zeit zulässt): http://ue-wie-uebersetzen.blogspot.com/ Barbara Ölschleger: Übersetzerin (staatlich geprüft) und Dolmetscherin (konsekutiv und simultan) für die Sprachen Deutsch, Japanisch und Englisch. Während des Studiums fünfjähriger Aufenthalt in Japan. Seit nunmehr fast 20 Jahren freiberuflich tätig, mit Schwerpunkt Technik, Automobil, TPM und Kaizen in letzter Zeit auch Chemie und Pharmazie. Netzwerken ist für mich nicht nur eine berufliche Notwendigkeit, sondern tägliches Vergnügen. So bin ich sowohl bei Twitter (Tirilix) als auch bei Xing zu finden. 2012 mache ich zu meinem Facebook-Jahr und hoffe Kollegen auf der Konferenz über meine Erfahrungen berichten zu können. Jill R. Sommer: Jill R. Sommer is a full-time, freelance German→English translator. She received her M.A. in German translation from Kent State University in 1995 and lived and worked as a freelancer in Bonn, Germany for six years. She has regularly presented at ATA conferences since 2002 and is the blogger behind Musings from an overworked translator (http://translationmusings.com). She has been on Twitter since 2008; however, she prefers to keep her Facebook page private and restricted to personal use only. Contact: gertoeng@jill-sommer.com Details ausblenden | |
| Bestleistungen finden mit EN 15038 (Kurzseminar)
Praxisbeispiele dargestellt von TÜV SÜD-zertifizierten Unternehmen Benedikt Hendan Identifying optimum performance with EN 15038 (seminar). Practical examples presented by TÜV SÜD-certified businesses Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch (eventuell ein Gastredner Englisch) - Block 1.3 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal B 1 Einleitung Nach Einführung der Norm EN 15038 im Jahr 2006 wird die Rückkopplung zu nachweislich besserer Übersetzungsqualität unterschiedlich beurteilt. Übersetzungsqualität kann dabei in Qualität des übersetzten Textes und Qualität des Übersetzungsprozesses gegliedert werden. Allgemein gilt die These: Stabile Prozesse sichern qualitativ hochwertige Übersetzungen. Im Rahmen dieses Kurzseminars wird dargestellt, wie Inhalte der Norm aktiv zur Stabilisierung und Verbesserung der Unternehmensprozesse genutzt werden können. Aus der Erfahrung von TÜV SÜD Zertifizierungen nach EN 15038 der Jahre 2007 bis 2011 werden mittels eines Reifegradmodells Praxisbeispiele für Bestleistungen ausgewählt und dem Fachpublikum dargestellt. 2 Inhalt des Kurzseminars In der Anmoderation wird kurz das Reifegradmodell und dessen Anwendung im Rahmen der EN 15038 erörtert. Am Anschluss referieren Führungskräfte EN 15038 zertifizierter Unternehmen über Prozesse, die mittels Reifegradmodell als Bestleistung bewertet wurden. Als Ausblick wird ein möglicher Einsatz der EN 15038 zum Vorantreiben der ständigen Verbesserung vorgestellt. 3 Zielgruppe Das Kurzseminar richtet sich an Führungskräfte und Qualitätsbeauftragte von Übersetzungsbüros, die an der nachhaltigen Verbesserung ihrer Unternehmensabläufe interessiert sind. 4 Reifegrad-Metrik zur Messung von Bestleistungen Bereits im Jahr 2007 hat sich TÜV SÜD entschieden, bei Zertifizierungen nach EN 15038 zusätzlich ein Reifegradmodell anzuwenden. Dabei werden die 40 Aspekte der Norm in der Vor-Ort-Prüfung einzeln bewertet. Auf Basis der besten Bewertungen wurden die Praxisbeispiele für das Kurzseminar ausgewählt. 5 Vorläufiger Zeitplan Zeit [min] 15 Anmoderation 20 Darstellung eines Branchenbenchmarks im Übersetzungsprozess (Screenshots, PowerPoint-Folien) Praxisreferent 1 20 Praxisreferent 2 20 Praxisreferent 3 15 Anwendung des Reifegradmodells für ständige Verbesserung Moderator TÜV SÜD Angaben zum Referenten/Moderator Benedikt Hendan Der TÜV SÜD zertifiziert seit 2007 global Übersetzungsdienstleister nach EN 15038 und ISO 9001. http://www.tuev-sued.de/industrie_konsumprodukte/dienstleistungen/qualitaetssicherung/en_150382006_uebersetzungsdienstleistungen Details ausblenden | |
| Experten für Experten - durch Spezialisierung auf Augenhöhe mit dem Kunden Ralf Lemster Experts for experts – On an equal footing with the customer by specialisation Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 3.1 - 28.09.2012, Raum: Audimax Dolmetscher und Übersetzer müssen sich in einem praktisch globalen, äußerst wettbewerbsintensiven Markt behaupten. Eine Erfolg versprechende Strategie, um sich im Markt zu profilieren, ist die Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet (oder einige wenige Themenbereiche). Das ermöglicht die Positionierung gegenüber potenziellen Kunden und hilft, Preisdruck abzuwehren. Aber wie funktioniert das in der Praxis? Wie lassen sich Fachkenntnisse überzeugend im Kundenkontakt nutzen und in echte Wettbewerbsvorteile umsetzen? In einem Kurzvortrag werde ich mein eigenes Geschäftsmodell vorstellen und daraus Denkanstöße und Vorschläge ableiten, wie sich Sprachmittler als Experten für Experten präsentieren können. Angaben zum Referenten/Moderator Ralf Lemster Aus Interdisziplinarität wird Profession Zehn Jahre berufliche Erfahrung im Investment Banking der Dresdner Bank AG haben den soliden Grundstein meiner Erfahrung in den Finanzmärkten gelegt. Die Schwerpunkte lagen im Handel und Vertrieb einer breiten Palette von Zins-, Devisen- und Aktienprodukten. Aus vier Jahren Arbeitsaufenthalt in London ergab sich die Gelegenheit für eine interessante und höchst spannende Nebentätigkeit: 1994 begann ich, Fachübersetzungen für Texte mit Finanzmarkt-Bezug anzufertigen. Das Kundeninteresse daran wuchs beständig. Ich entschied mich: Diese Übersetzungen sollten Profession werden. Als staatlich geprüfter und ermächtigter (vereidigter) Übersetzer für die englische Sprache arbeite ich seit 1997 vollumfänglich selbstständig. Mein Unternehmen, die Ralf Lemster Financial Translations GmbH arbeitet mit einem weltweiten Netzwerk spezialisierter Freiberufler zusammen. Details ausblenden | |
| Positionierung als Sprachexperten in interdisziplinären Expertenverbünden Andrea Frankenbach, Irina Haas Positioning as language experts in multidisciplinary expert networks Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 3.1 - 28.09.2012, Raum: Audimax In der heutigen vernetzten und globalen Welt werden viele Aufträge nicht mehr von einem Unternehmen erledigt, sondern von interdisziplinären Teams durchgeführt, bei denen es sich um lose Verbindungen oder enge Zusammenschlüsse in so genannten Expertenverbünden handelt. Hier arbeiten eigenständige Unternehmen und Selbständige regelmäßig unter einem gemeinsamen Namen zusammen. Der Kunde hat den Vorteil, die Leistungen verschiedener Spezialisten zu erhalten, während er wie bei einem Generalisten nur einen Ansprechpartner hat. Als Übersetzer liegt die Chance darin, sich als Experte für Sprachdienstleistungen verschiedener Art einzubringen. Dies bedeutet nicht, dass man alle Dienstleistungen selber ausführen (können) muss. Es bedeutet jedoch, bereit zu sein, für die Kollegen aus dem Verbund einen geeigneten Dienstleister zu suchen und den Kunden in Bezug auf Sprachdienstleistungen zu beraten. Zusätzlich kann man überlegen, welche Fähigkeiten aus Berufserfahrung und Ausbildung man ebenfalls anbieten könnte. Viele mögliche Aufgabenfelder ergeben sich auch direkt aus der Nachfrage des Verbunds. Ein Beispiel für eine derartige Zusammenarbeit ist die Kooperation zwischen mot und der Spreeforum International GmbH. Aus einem einmaligen Übersetzungsauftrag entwickelte sich im Laufe der Zeit eine derartige Vertrauensbasis, dass mot als Partner des Expertenverbunds aufgenommen wurde und nun bei nahezu jeder sprachlichen Aufgabe angesprochen wird. Darüber hinaus vertreten die Partnerinnen von mot den Expertenverbund auf verschiedenen Messen und bewerben hier nicht nur die Leistungen des Verbundes, sondern auch ihre eigenen Leistungen. Die begleitenden Pressemitteilungen erhöhen ihre Präsenz in den Medien. Das Honorarniveau wird durch die Zusammenarbeit zumeist deutlich gesteigert, da sich die Stundensätze der weiteren Experten weit im dreistelligen Bereich bewegen und bei gemeinsamen Projekten für die Sprachdienstleistungen angemessene Preise verlangt werden müssen. Angaben zum Referenten/Moderator Andrea Frankenbach, Irina Haas Andrea Frankenbach ist Diplom-Übersetzerin und Language Consultant für Englisch und Spanisch mit Abschluss der Universität Mainz, FASK Germersheim. Ihre Leidenschaft für Sprachen, Texte und Kulturen machte sie zum Beruf. Sie verfügt über zahlreiche Referenzen bekannter internationaler Unternehmen und ist spezialisiert auf IT, Kunst- und Kreativwirtschaft sowie technische Dokumentationen. Sie ist Sprachtrainerin und ausgebildete Texterin. Irina Haas ist Diplom-Übersetzerin und Language Consultant für Englisch und Spanisch mit Abschluss der Universität Mainz, FASK Germersheim. Sie ist studierte Erziehungswissenschaftlerin und Autorin mehrerer Fachaufsätze über Sprache sowie deren Bedeutung und Wirkung. Ihr besonderes Interesse für Wirtschaft und Finanzen macht sie zu einer Sprach- und Übersetzungsexpertin für Unternehmen der Finanzwirtschaft und der Investmentbranche. Details ausblenden | |
| Weniger bringt mehr: Plädoyer für eine klare Spezialisierung als Freiberufler Antje Beth Less is more: Plea for a clear specialisation as a freelancer Podiumsdiskussion (max. 90 Minuten), Deutsch - Block 3.1 - 28.09.2012, Raum: Audimax Anspruchsvolle Kunden suchen Spezialisten für genau ihr Fachgebiet. Generalisten können da nicht überzeugen, weil niemand Fachmann für alles sein kann. Ihnen bleiben oft nur die weniger qualitätsorientierten Kunden – oder Agenturen; Preis- und Zeitdruck sowie eine geringere Arbeitszufriedenheit sind die Folge. Der Vortrag zeigt, wie eine Spezialisierung aussehen kann und welche konkreten Vorteile sie bietet, was zu beachten ist und welche Voraussetzungen ein Spezialist erfüllen muss, um sich erfolgreich am Markt durchzusetzen. Angaben zum Referenten/Moderator Antje Beth Antje Beth ist Diplom-Übersetzerin, Bankkauffrau und PR-Beraterin (DPRG). Nach ihrem Examen an der Universität Heidelberg war sie 15 Jahre als Übersetzerin (E-D) für die Unternehmensberatung McKinsey & Company tätig. Anfang des Jahres 2011 machte sie sich als Wirtschaftsübersetzerin unter dem Firmennamen textcellent selbständig und arbeitet seither vor allem für europäische Großbanken und internationale Beratungsunternehmen. Details ausblenden | |
| Raising awareness of terminology: training and educating stakeholders in the terminology services supply chain Silvia Cerrella Bauer Vortrag (max. 30 Minuten), Englisch - Block 3.2 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal A The paper highlights the scope, goals and strategic implications of terminology management for business. In addition, it illustrates the general market situation in terms of the decision makers’ awareness of the significance and benefits of terminology management. For so doing, it presents the key findings of two surveys on the subject conducted by TermNet, the International Network for Terminology, in the US and in Switzerland in 2010 and 2011. In response to the market situation, the paper features TermNet’s current research and practice-oriented training initiatives. These actions are designed to support professionals responsible for managing information, localization, documentation and translation processes when it comes to establishing a sustainable terminology management process in enterprise environments. Angaben zum Referenten/Moderator Silvia Cerrella Bauer Silvia Cerrella Bauer is a language services consultant based in Zurich, Switzerland. In addition to her current assignments, she is involved in various terminology research and training projects run by TermNet (www.termnet.org). She served as Deputy Head of German language and Terminology at Swiss Post (Bern). As Business Unit Manager Financial, she was responsible for the language services provided to the financial clients of euroscript Switzerland (Zurich), a provider of content life cycle solutions. Silvia was also Head of Language Services of SIS SegaInterSettle, a Swiss financial services provider based in Zurich. She has participated as a speaker in various international forums on translation, terminology and technical documentation and published several articles related to these subjects. Since 2011, Silvia is Vice President of ASTTI (Swiss Association of Translators, Terminologists and Interpreters). She is a certified conference interpreter and a certified terminologist. Details ausblenden | |
| Terminologieaus- und -weiterbildung, auch für Übersetzer und Dolmetscher Klaus-Dirk Schmitz Terminology training for translators and interpreters Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 3.2 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal A Dass Terminologiearbeit eine wichtige Rolle beim Übersetzen von Fachtexten und beim Dolmetschen von fachlichen Inhalten spielt, ist ein Allgemeinplatz. Aber immer mehr Unternehmen und Organisationen merken heute, dass durch ein durchgängiges Terminologiemanagement im Rahmen einer einheitlichen Unternehmenssprache Prozesse optimiert, Kosten eingespart sowie die Qualität und Konsistenz von Technischer Dokumentation und Übersetzung sichergestellt werden kann. An den Terminologieprozessen sind viele Personengruppen im Unternehmen selbst, aber auch bei den externen Sprachdienstleistern beteiligt. Aber woher haben all diese Personen die Kenntnisse, die sie für eine professionelle Terminologiearbeit und eine effiziente Nutzung der entsprechenden Werkzeuge benötigen? Der Vortrag zeigt im Detail vier Möglichkeiten auf, wie man sich mit unterschiedlicher Intensität und unterschiedlichem Aufwand mit den Prinzipien und Methoden der Terminologiearbeit vertraut machen und praxisbezogene terminologische Kenntnisse nachweisen kann. Der Master-Studiengang Terminologie und Sprachtechnologie, den die Fachhochschule Köln seit mehreren Jahren anbietet, befähigt Studierende zur Übernahme professioneller Aufgaben im Tätigkeitsfeld der Terminologiearbeit und Sprachtechnologie in Unternehmen und Behörden sowie im freiberuflichen Umfeld. Das web-basierte E-Learning-Programm elcat ist ein modular aufgebautes Lernsystem, dass allen am Terminologieprozess beteiligten Personen die wichtigsten Grundlagen der Terminologielehre und -arbeit im Selbststudium vermittelt. Für diejenigen, die fest im Beruf stehen, aber ein Präsenztraining vorziehen, haben TermNet und die Fachhochschule Köln ein weltweit einheitliches Zertifizierungsschema, den ECQA Certified Terminology Manager, entwickelt; die Teilnehmer können sich mittels Online-Prüfung zertifizieren lassen. Und schließlich wird das Angebot mit der International Terminology Summer School abgerundet. Angaben zum Referenten/Moderator Klaus-Dirk Schmitz Prof. Dr. phil. Klaus-Dirk Schmitz, diplom-Informatiker, Professor für Terminologielehre am ITMK der Fachhochschule Köln, Obmann des DIN-Normenausschusses NAT-AA5 „Systeme für die Verwaltung von Terminologie, Wissen und Content“, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Terminologie-Tag e.V. (DTT), Vizepräsident von TermNet, Beiratsmitglied verschiedener Organisationen, deutscher Vertreter im ISO TC 37/SC3. Herausgeber, Autor und Mitautor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Blanca Nájera Villar, Universitätsabschluss als Dolmetscherin und Übersetzerin der Universität Alfonso X el Sabio (Madrid), seit 2004 Mitarbeiterin bei TermNet mit den Schwerpunkten Strategien und Geschäftsprozesse für Terminologie, Qualitätssicherung und Innovation, seit Oktober 2011 stellvertretende Geschäftsführerin von TermNet Details ausblenden | |
| The rise of process-centric translations
Why terminology is so important to ensure translation quality
Francois Massion Vortrag (max. 30 Minuten), Englisch - Block 3.2 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal A Translators are gradually losing control of the translation process. In many global companies translations resemble an assembly line. Technical authors create or modify content which is pre-translated with a computer aided translation system. This system stores translated sentences produced over years by several translators. Part of the remaining content is sometimes automatically translated before one or several translators complete the task. While in the early days only one author and one translator were responsible for the entire output, now a substantial part of documents and translations are compiled from various sources. Because of this process-centric approach, terminology becomes an essential factor to ensure the quality of documentation and translations. It is the common denominator of work stemming from various sources. Without a well-organized terminology process the documentation quality will suffer and sometimes lead to errors or misunderstandings. Translation memories of doubtful quality are a phenomenon familiar to experienced translators. Maintaining the quality of translation memories means a substantial time investment and continuous efforts. Dedicated quality assurance tools can help reduce the costs, but as no one really wants to foot the bill, well maintained memories are rather the exception. However, it doesn’t make sense to check translation quality if the quality of the terminology itself is not checked and maintained at regular intervals. In this regard it is important to define quality metrics to measure the quality of existing terminologies and to implement existing quality standards for terminology such as ISO 704 or ISO 23185. Terminology management systems become more popular, and we also observe more sophisticated terminology features in various applications such as machine translation and computer-aided translation systems, content management systems, quality assurance software or product information systems. Angaben zum Referenten/Moderator Francois Massion Dr. François Massion ist Geschäftsführer und Mitbegründer der D.O.G. Dokumentation ohne Grenzen GmbH in Leonberg bei Stuttgart und unterrichtet seit 2008 Terminologie an der Hochschule Anhalt (FH) in Köthen. 1984 machte er seinen Abschluss als Diplom-Übersetzer an der Johannes- Gutenberg-Universität in Germersheim, 1986 promovierte er an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen im Fachbereich Lexikographie. Details ausblenden | |
| Translating for the Whole World: How Necessary Are English Native Speakers Michael Dear Podiumsdiskussion (max. 90 Minuten), English - Block 3.4 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal C In the space of about two generations, English has gone from being the "colonial glue" that held the British Empire together to the de facto lingua franca for business, finance and many other professional fields. It has also become accessible to more classes of society througout the world than anyone could have imagined at the end of World War II. The "native speaker" principle, according to which a translator is only supposed to translate into her native language, is still rigorously adhered to at many universities, especially in the English-speaking world, and workplaces. However, unlike French, Spanish, Arabic and Chinese, where the native speaker principle is undisputed because almost all of the readers of translations into these languages are native speakers, English has become unique in that the number of non-native readers has reached or exceeded the readership that considers it its mother tongue. Are the special skills that English native speakers bring to the table still necessary in many global corporate environments, where we are often in a distinct minority? Where we have to "dumb down" our style of writing in order to be understood by the majority of our readers? This is a topic that, in this translator's mind, is certainly worthy of a panel discussion, in which input from the audience is decidedly welcome. Angaben zum Referenten/Moderator Michael Dear Michael Dear, a 1994 graduate of the University of Mainz, Institute of Applied Linguistics and Cultural Studies in Germersheim, has been in the business long enough to see this change take place during his career. He is fluent in US English and German, reasonably proficient in French and ECB (European Central Bank, NOT English Cricket Board) English, and has just about come to grips with UK spelling conventions. He wishes to point out that his involvement as a moderator/participant is as a private citizen and in no way reflects the views or opinions of the Deutsche Bundesbank, the ECB or any other institution. Details ausblenden | |
| Language industry recognition: how can we promote its potential and versatility?
Inkaliisa Vihonen Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), English, German, French - Block 3.6 - 28.09.2012, Raum: Senatssaal According to several recent studies and trend analyses, for example a study carried out by Directorate-General for Translation on the size of the language industry in 2009, the language industry, with versatile sub-sectors such as translation, interpretation, localisation, language tools and training, is dynamic and has good growth prospects despite the economic downturn. It also has a lot of innovation potential through fast-developing methods and tools, such as language technology tools. It is essential for ensuring linguistic rights and inclusive growth within the society by enabling citizens to obtain information in their own language. Despite these positive messages, the language industry is still lacking visibility and recognition. What can be done to overcome such a lack of recognition? The workshop aims at sharing views and good practices on the theme between industry, practitioners and policy-makers and leading the industry to an era of recognition and prosperity. The workshop will be chaired by two members of the Directorate-Genaral of Translation's LIND-Web team who will open the discussion by giving an overview of the work done in this field so far at European level and presenting some initial themes and quiestions for discussion. Angaben zum Referenten/Moderator Inkaliisa Vihonen Inkaliisa Vihonen is a policy officer at the European Commission, Directorate-General for Translation. She is the coordinator for the LIND-Web project (ec.europa.eu/language-industry), a web-based platform collecting and sharing information on the language industry. Details ausblenden | |
| Common Ground for the Future of the Professions Jeannette Ørsted, Jorgen Christian Wind Nielsen Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Englisch - Block 3.7 - 28.09.2012, Raum: Raum K3 FIT FUTURE LAB/Three-hour workshop Title: a discussion of the linguistic professions and their future. Target group: professional translators, terminologists and interpreters exercising their profession in Europe and interested in discussing the future working conditions and the structures of the industry/profession in particular in view of the challenges presented by • market development • internationalization • language technology Organizers: Fédération Internationale des Traducteurs/International Federation of Translators. Scope: Traditionally FIT will discuss issues concerning market conditions in its specialized committees and at the tri-annual Statutory Congress. The Committees’ reports are valuable for separate areas of the translation profession (Ex: audiovisual, court interpreting, standardization etc.), whereas a bottom-up workshop would provide an opportunity to have a coherent forum for discussion. We propose an open workshop with a trusting atmosphere where professionals actively provide their personal input and concerns on European market conditions, technological trends and general status in the society and their wishes to possible active intervention from a global federation such as FIT. The organizers will introduce FIT and provide a short overview of available market data as a framework for the discussion. The goal is to establish a shortlist based on a qualified discussion to send on in the FIT system (FIT’s Executive Committee, Council and Statutory Congress), eventually to be integrated in the future work of FIT. A secondary intended output is to acquire experience with this workshop format to be used in FIT events in other FIT regions. Working language: English. Participants: 30 with previous registration. Duration: Three hours. Angaben zum Referenten/Moderator Jeannette Ørsted, Jorgen Christian Wind Nielsen Moderators : Jorgen Christian Wind Nielsen, Consultant, The Union of Communication and Language Professionals (FIT member association since 1993). Translator. Expert in language policies. Has worked with language related questions since 1986. Jeannette Ørsted, Executive Director FIT. Former president of The Union of Communication and Language Professionals. Translator. Language policy, quality assurance, terminology. Details ausblenden | |
| SDL TRADOS 2011 Grundlagen-Workshop Renate Dockhorn SDL TRADOS 2011 fundamentals workshop Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), deutsch - Block 3.8 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 1 Dieser Workshop richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Vorerfahrung mit SDL TRADOS Studio 2011 oder 2009. Im Mittelpunkt des Workshops stehen die Projektanlage, die Übersetzung und der Projektabschluss in SDL TRADOS 2011, sodass die teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen in einem kurzen Zeitraum einen möglichst umfassenden Einblick in die Möglichkeiten des aktuellen Translation-Memory-Systems von SDL und damit verbunden einen Überblick über einen vollständigen Projektablauf erhalten. Angaben zum Referenten/Moderator Renate Dockhorn Renate Dockhorn ist Diplom-Übersetzerin und Master of Arts (MA) im Bereich Terminologie und Sprachtechnologie. Seit 1999 leitet sie gemeinsam mit ihrem Mann „Dockhorn Übersetzungen und Schulungen“. Ihre Fachgebiete sind technische Übersetzungen und Übersetzungen im Bereich Pharma und Chemie und darüber hinaus in stark wachsendem Maße Schulungen von Translation-Memory-Systemen und Terminologieverwaltungssystemen. Ehrenamtlich ist sie als Bundesreferentin für Aus- und Weiterbildung im BDÜ und als Vizepräsidentin für die Bereiche „European Affairs and Technology“ im Lenkungsausschuss der FIT Europe tätig. Details ausblenden | |
| Terminologieverwaltungssysteme in Übersetzungsumgebungen: was können sie, wo liegen ihre Stärken und Schwächen Bruno Ciola Terminology management systems in translation environments: What can they do, and where are their strengths and weaknesses? Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 3.9 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 2 Terminologie wird bei (kleineren) Übersetzungsaufträgen oft nur sehr stiefmütterlich behandelt. Langfristige Vorteile durch systematische oder wenigstens regelmäßige, punktuelle Terminologiearbeit werden dabei durch den kurzfristigen Nutzen von Translation Memorys weitgehend verdrängt. Ist aber erst einmal die Einstiegshürde überwunden, macht sich die Investition in Terminologie auf lange Sicht durchaus bezahlt. Denn wiederholtes, manuelles Recherchieren von Termini, das Korrigieren von inkonsistent oder falsch verwendeten Benennungen kosten Zeit und Geld, noch dazu wenn im Team gearbeitet wird oder wenn bei den Inhalten auch nur leichte Terminologiefehler (z.B. Medizin, Patente usw.) schwerwiegende Folgen haben. Dieser Workshop liefert einen Überblick über die Terminologiekomponente von ausgewählten, gängigen Übersetzungswerkzeugen. Aufgezeigt werden der Ansatz der Systeme, die Vor- und Nachteile in der Praxis, die Möglichkeiten und Voraussetzungen beim vernetzten Arbeiten sowie die möglichen Einschränkungen oder Probleme beim Austausch von Daten zwischen Systemen verschiedener Hersteller. Nicht zuletzt lassen sich dadurch praktische Tipps zur Verwaltung der Terminologie beim Übersetzen ableiten. Darüber hinaus soll der Workshop auch Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern bieten. Teilnehmerniveau: Grundlagen/Anfänger Angaben zum Referenten/Moderator Bruno Ciola Dipl.-Übersetzerstudium an der Universität Innsbruck (1995), drei Jahre Terminologieforschung und Praxiserfahrung in der Wörterbuchproduktion an der EURAC (www.eurac.edu), arbeitete fast zehn Jahre als freischaffender Übersetzer, verlagerte dann den Schwerpunkt auf Schulungen und Beratungen für computergestützte Übersetzungs- und Terminologieverwaltungssysteme. Details ausblenden | |
| Studie zum Übersetzungsbedarf auf den Gebieten Wissenschaft, Pharmazie/Medizin und Technik in Sachsen Inge Grüneberg, Sabine Griebler Study on the demand for translations in the fields of science, pharmaceuticals/medicine and engineering in Saxony Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 3.10 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 3 Die Ergebnisse des Symposiums über das Profil des Übersetzers am 29. September 2011 in Brüssel sind seit dem 16.11.2011 auf der BDÜ-Seite zu lesen. Demnach müssen Übersetzer flexibel, anpassungsfähig und offen sein für neue Themen. Ein lebenslanges Lernen gehöre zum Berufsbild des Übersetzers. Das Bild des Sprachmittlers befindet sich im Umbruch. Speziell in Sachsen, dem Land, in dem viele innovative Firmen ansässig sind und in dem grundlegende Forschungserkenntnisse entstehen, ist auch in der Industrie, Pharmazie und Wissenschaft ein Umdenken erforderlich. Haben sie dieses Umdenken vollzogen? Wie war es z. B. im Jahr 1990? Was haben Wirtschaftsfachleute, Wissenschaftler, Mediziner für neue Erwartungen an den Übersetzer? Stimmt ihr Bild mit dem überein, welches im Symposium formuliert wurde? Unser Beitrag soll eine Studie über den Übersetzungsbedarf speziell in Sachsen sein. Um diesen Fragen nachzugehen, haben wir vor, einen Fragebogen zu entwickeln, die wir an Vertreter der oben genannten Fachbereiche schicken wollen. Die Ergebnisse sollen statistisch ausgewertet werden. Die Fragestellungen, die sich in das Thema der Konferenz "Übersetzen in die Zukunft" gut eingliedern und für Fachübersetzer in Sachsen und allgemein eine wichtige Informationsquelle sein können, sind folgende: Wie sehen Wirtschaft und Wissenschaft den Übersetzungsbedarf in der Zukunft? Wie sind die zukünftigen Auftragsaussichten? Was hat sich seit 1990 geändert? Welche Sprachrichtungen werden zukünftig verstärkt erforderlich sein? Welche Anforderungen haben diese an den Übersetzer? Was sind für sie die wichtigsten Eigenschaften eines Übersetzers? Können sie sich vorstellen, Übersetzer-Praktika anzubieten, etc? Eine solche Studie könnte auch anderen Landesverbänden als Grundlage für eigene Recherchen dienen und wäre auch für den Bundesverband informativ. Angaben zum Referenten/Moderator Inge Grüneberg, Sabine Griebler Inge Grüneberg Inge Grüneberg, geboren in Indien, englischsprachig aufgewachsen, mit knapp 15 Jahren von Indien nach Hamburg mit der Mutter, eine geborene Deutsche, umgesiedelt. Nach Abschluss des Abitur, Ausbildung als Biologielaborantin am Max-Planck-Institut für Limnologie in Plön, Schleswig Holstein. Nach langer Tätigkeit dort und bei den Laborärzten Dr. Wöhrmann/Dr. Wulff in 1996 nach Dresden umgezogen. Danach an verschiedenen Forschungsinstituten gearbeitet, zuletzt in Dresden am Institut für Werkstoffwissenschaften in der Abteilung Biomaterialien, in der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, in der Arbeitsgruppe Biophysik am Biozentrum und bis 2008 im Unternehmen Innotere Biomaterials. 2005 eine nebenberufliche Ausbildung zur Übersetzerin an der Fernlehrakademie AKAD, Stuttgart mit der staatlichen Prüfung beim Oberschulamt Karlsruhe abgeschlossen. Seit 2009 freiberufliche Übersetzerin in Vollzeit. Details ausblenden | |
| Suchmaschinen: ein Blick hinter den schönen Schein Michel Décombe Search engines: A view behind the beautiful façade Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 3.11 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 4 Vielleicht können sich noch einige an die guten alten Zeiten erinnern, als es noch kein Internet gab. Damals, wenn man etwas wissen wollte, ist man den manchmal langen Weg zur Buchhandlung oder Bibliothek angetreten und man hat dort freundliche, bescheidene und gebildete Menschen gefragt, ob sie nicht helfen könnten. Selbst wenn die Frage unpräzis oder gar falsch formuliert wurde, ist man in der Regel mit dem richtigen Buch oder zumindest mit wertvollen Tipps zurückgekehrt. Heute existiert die Buchhandlung nicht mehr und den Weg zur Bibliothek spart man sich aus Bequemlichkeit oder aus Zeitgründen, das Internet ist da, immer und überall. Wenn man heute recherchiert, hat man mit mächtigen Unternehmen zu tun, die uns netterweise das Glück versprechen. Diese Unternehmen bieten Produkte - Suchmaschinen - an, die in der Lage sind anhand von ein paar Stichwörtern das Gesuchte sekundenschnell zu finden. So einfach klingt es und so bedienerfreundlich sieht tatsächlich die Oberfläche der Suchmaschinen aus. Machen uns die Suchmaschinen tatsächlich glücklich? Ist alles so einfach? In diesem Workshop werden wir versuchen zu beleuchten, was sich hinter dem schönen Schein verbirgt: Wie funktioniert eine Suchmaschine? Woher kommen die Daten? Nach welchen Kriterien wähle ich meine Stichwörter aus? Angaben zum Referenten/Moderator Michel Décombe Michel Décombe ist Dozent für Sprachdatenverarbeitung an der Hochschule für Angewandte Sprachen, Fachhochschule des SDI, in München. Details ausblenden | |
| Interkulturelle Kompetenzen im Berufsalltag des Dolmetschers/Übersetzers. Spannungsfeld zwischen Neutralität und kultureller Prägung. Elwira Krupp, Katrin Thiem Intercultural competencies in the everyday work of interpreters/translators. The field of tension between neutrality and cultural identity Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 3.14 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 7 Dauer des Workshops: 180 Minuten. Arbeit in der Großgruppe und in zwei kleineren Gruppen mit jeweils einer Trainerin zur praktischen Übung. Der Schwerpunkt der angewandten Lernmethoden liegt im Bereich interaktiver Elemente. • Umfangreiche Information • Critical incidents • Übungen • Diskussionen Ziel des Workshops ist die Verdeutlichung und Vermittlung des Bewusstseins für eigen- und fremdkulturelle Prägungen in Dolmetsch- und Übersetzungsprozessen. Die Rolle der Sprachmittler als Vermittler zwischen den Kulturen wird erörtert. Der Dolmetscher/ Übersetzer ist in seiner Rolle und seinem Aufgabenfeld gehalten, streng neutral zu agieren. Gleichwohl ist er durch seine eigene Herkunftskultur geprägt und ebenso beeinflusst durch die Zielkultur der Sprache(n), in denen er dolmetscht und übersetzt. Der Dolmetscher wird als „Wanderer zwischen den Welten, Sprachen und Kulturen“ mit einem größeren Verständnis für etwaige Missverständnisse und kulturell bedingte unterschiedliche Auffassungen, Werte und Meinungen auch geradezu dazu prädestiniert, eine aktivere vermittelnde Rolle zu übernehmen. Das wird auch von seinen Auftraggebern erwartet, wenn auch nicht immer explizit genannt. Darüber hinaus stellt sich aber die Frage, inwieweit er auch Vermittler zwischen den Kulturen ist, bzw. sein darf. Zumindest wird der Dolmetscher durch die Kunden und/oder Parteien in einem bestimmten kulturellen Kontext wahrgenommen. Diesem Spannungsfeld zwischen Neutralität und Distanz auf der einen Seite und der Möglichkeit oder Befähigung zu einer aktiveren Rolle als Vermittler mit Wertschätzung andererseits, möchten wir uns im Rahmen dieses Workshops widmen. Angaben zum Referenten/Moderator Elwira Krupp, Katrin Thiem Katrin Thiem Geb.26.01.1972 in Deutschland Volljuristin & Mediatorin Beeidigte Dolmetscherin und Übersetzerin für die niederländische Sprache Weitere Tätigkeitsfelder: Mediation, Moderation, Training Jurastudium und Referendariat in Leipzig 10-jährige Auslandserfahrung in den Niederlanden Freiberufliche Tätigkeit als: Dolmetscherin und Übersetzerin für die niederländische Sprache, Dozentin, Trainerin Elwira Krupp Geb. 25.11.1973 in Polen Erwachsenenpädagogin Beeidigte Dolmetscherin und Übersetzerin für die polnische Sprache Zertifizierte Profilpass Beraterin Pädagogik und DaF Studium an der Universität Leipzig Übersetzen; Dolmetschen Interkulturelle Kommunikation; Konfliktmanagement; Teamentwicklung; Verhandlungsführung Kompetenzberatung Berufliche Praxis Inhaberin der KRUPP International Communications seit 2008 Tätig als Dolmetscherin und Übersetzerin seit 2004 Tätig als interkulturelle Trainerin in Polen und Deutschland für staatliche Einrichtungen und in der Privatwirtschaft Details ausblenden | |
| Akquise - ohne wenn und aber! Barbara Ölschleger Business-getting – with no ifs and buts Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 4.1 - 28.09.2012, Raum: Audimax Inhalt 1. Bevor man sich an das Thema Kundengewinnung macht, sind ein paar grundlegende Fragen angebracht, z.B.: - Wer bin ich und was kann ich (anbieten)? - Wer sind meine Kunden? - Wen möchte ich als Kunden haben? 2. Nach dem dies nun geklärt ist, kommt der nächste Schritt: Welche Werkzeuge brauche ich? - Homepage, ja, warum, warum nicht - Social Media (Xing, Facebook, Twitter, LinkedIn, Qype) - Visitenkarten - Telefonleitfaden - Adressen - Logo - Coaching - Kundendatenbank 3. Und dann endlich: Ran ans Telefon! - Stimme überprüfen - Gespräch führen, offene Fragen stellen (und dadurch Informationen erhalten) 4. Weitere Aktivitäten - Messen - Veranstaltungen wie Tagungen, Seminare besuchen, vortragen - Allianzen bilden - Pressearbeit, in Fachzeitschriften publizieren 5. Ergebnisbericht Was hat es gebracht? 6. Diskussion Angaben zum Referenten/Moderator Barbara Ölschleger Barbara Ölschleger Staatlich geprüfte Fachübersetzerin für die Sprachen Deutsch und Japanisch, Englisch als weitere Arbeitssprache, und als Dolmetscherin (simultan und konsekutiv) mit allen drei Sprachen hauptsächlich in technischen Bereichen, vorwiegend Maschinenbau und Automobil, tätig. Ein weiteres Standbein ist die Beratungstätigkeit im Bereich Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (TPM und Kaizen). Details ausblenden | |
| Weil ich es mir wert bin!
Was koste ich als Experte für Fachkommunikation?
Roland Hoffmann Because I’m worth it! How much do I cost as an expert for communication in a specialised field? Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 4.1 - 28.09.2012, Raum: Audimax Häufigster Grund, warum sich Übersetzer und Dolmetscher auf ein zu niedriges Honorar einlassen, ist die Tatsache, dass die meisten ihren eigenen Wert nicht kennen. Zwar empfindet man oder frau sich als Experte für Fachkommunikation, doch häufig mangelt es an betriebswirtschaftlichen Basiskompetenzen zur Kalkulation und Nachkalkulation eines Auftrags, damit sich das eigene Expertenwissen auch in bare Münze umsetzen lässt. Wer jedoch den eigenen Wert kennt, dem fallen auch Verhandlungen mit potentiellen Auftraggebern leichter. Wir arbeiten, um zu leben – genauer gesagt, wir wollen uns mit unserer Arbeit unser Leben leisten können. Maßstab ist also nicht das Einkommen eines angestellten Übersetzers oder Dolmetschers, sondern allein der eigene Lebensstandard. Und der ist individuell. Der Vortrag wird aufzuzeigen und vorrechnen, wie jeder Dolmetscher oder Übersetzer ohne große betriebswirtschaftlichen Kenntnisse das eigene Honorar berechnen kann, um so im zukünftigen Markt für Translationsdienstleistungen als Experte für Fachkommunikation bezahlt zu werden. Angaben zum Referenten/Moderator Roland Hoffmann Seit 1997 freiberuflicher Übersetzer und Dolmetscher für Dänisch mit Schwerpunkt auf den Bereichen PR, Kommunikation, Werbung und Technik. 2006-2012 Vorsitzender des BDÜ Landesverbands Bayern e.V. Details ausblenden | |
| Working with direct clients Chris Durban Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 4.1 - 28.09.2012, Raum: Audimax Statistics tell us that demand for translation is rising. But anyone actively pitching his or her services knows, too, that demand is bifurcating -- on the one hand, an increasingly price-sensitive bulk market; on the other, a premium segment. Within that premium segment lies a market with its own demands and rewards: direct clients. This presentation dissects the skills, techniques and reflexes that translators need to have if they want to link up and work successfully with direct clients. Angaben zum Referenten/Moderator Chris Durban Chris Durban is a freelance translator (Fr>Eng) specializing in business and finance. Based in Paris, she has over 30 years’ experience working for a portfolio of demanding clients, primarily in the private sector. Chris has written many client education materials (The Onionskin; "Translation/Getting it Right" and, in 2011, "Interpreting/Getting it Right") and is co-author of “Translation: Buying a non-commodity” (published in French as "Les Mots au kilo?"). She is also a regular speaker at translator events in many countries, often on business-related topics. Chris writes the "Fire Ant & Worker Bee" advice column in Translation Journal (online) and in October 2010 published a revised compilation in book form as "The Prosperous Translator" (www.prosperoustranslator.com). Last but not least, she is co-organizer of the SFT’s Université d’été de la traduction financière and of Translate in the Catskills (www.translateinthecatskills.com). Details ausblenden | |
| Terminologiemanagement in einem vielsprachigen Umfeld: Das Beispiel der Europäischen Kommission Andreas Riem Terminology management in a multilingual environment: The example of the European Commission Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 4.2 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal A Die Europäische Union hat derzeit 23 Amtssprachen, in denen alle Dokumente mit Rechtskraft vorliegen müssen, wobei alle Sprachfassungen gleichermaßen verbindlich sind. Folglich bildet die Übersetzung einen integralen Bestandteil der EU-Gesetzgebung. Die steigende Anzahl der Amtssprachen und der Wandel des politischen und rechtlichen Rahmens machen eine permanente Anpassung des Übersetzungsprozesses im Allgemeinen und des damit einhergehenden Terminologiemanagements erforderlich. Um die Anforderungen eines modernen Terminologiemanagements in einer vielsprachigen Rechtsgemeinschaft auch in Zukunft erfüllen zu können, verabschiedete die Kommission unlängst eine umfassende Terminologiestrategie. Darin definiert sie den Stellenwert der Terminologiearbeit und zeigt Wege auf, wie der Nutzen dieser Dienstleistung für die Übersetzer gesteigert werden kann. Am Beispiel der Deutschen Sprachabteilung soll aufgezeigt werden, wie diese Strategie innerhalb des Übersetzungsdienstes umgesetzt wird. Wie laufen die terminologischen Entscheidungsprozesse ab, welche Ressourcen werden benötigt, welche Werkzeuge stehen zur Verfügung, und wie sollen diese am besten eingesetzt und technisch weiterentwickelt werden? Welche Rolle spielt externes Fachwissen, welche Rolle die Fortbildung? Zentraler Bezugspunkt des Terminologiemanagements bleibt die Terminologiedatenbank IATE, ein interaktives Instrument, mit dessen Hilfe die Terminologie erarbeitet und verwaltet wird und das die beteiligten Akteure zusammenbindet. Dieses System erfordert eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit auf allen Ebenen, angefangen bei den einzelnen Übersetzungsreferaten, über die Sprachabteilungen bis zur interinstitutionellen Ebene unter Einbeziehung der nationalen Einrichtungen der Mitgliedstaaten. Angaben zum Referenten/Moderator Andreas Riem geboren 1964 in Friedrichshafen, 1989 Abschluss als Diplomübersetzer für Englisch und Französisch am Fachbereich Angewandte Sprachwissenschaften der Universität Mainz in Germersheim, anschließend Lehrtätigkeit in Großbritannien, 1991/92 Praktikant im Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission in Luxemburg, seit 1993 Beamter im Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission in Brüssel, dort seit 1998 hauptamtlich als Terminologe tätig; Arbeitssprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und Slowenisch Details ausblenden | |
| Übersetzer als Terminologiefinder Dennis Scheller-Boltz Translators as terminology finders Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 4.2 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal A Bei ihrer Tätigkeit stoßen Übersetzer immer wieder auf Termini, welche in der Ausgangssprache konventionalisierte Benennungseinheiten darstellen und einer exakten, damit der eindeutigen Abgrenzung zu nahegelegenen Termini dienenden Definition unterliegen, welche jedoch in der Zielsprache keine oder aber keine vollkommen identischen Entsprechungen aufweisen. Auffällig ist in solchen Fällen, dass Übersetzer einige Termini unterschiedlich auffassen und damit differente Lösungswege für ihre Übertragung ins Deutsche wählen, wobei sich die dadurch herbeigeführten zielsprachlichen Varianten zum Teil erheblich voneinander unterscheiden. In dem geplanten Vortrag sollen anhand ausgewählter russischer und polnischer Beispiele gängige und konventionalisierte Termini ganz unterschiedlicher Art betrachtet und mögliche deutsche Übersetzungen diskutiert werden. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Sinn- und Zweckmäßigkeit, ob eine allgemeine Vereinheitlichung der Terminologie umsetzbar oder überhaupt erforderlich ist. Angaben zum Referenten/Moderator Dennis Scheller-Boltz Dr. Dennis Scheller-Boltz studierte am FASK in Germersheim Russisch und Polnisch und promovierte ebendort im Bereich Slavistik/Polnisch. Er ist an der Universität Opole (Polen) am Institut für Germanistik im Bereich Sprach- und Übersetzungswissenschaft tätig, ist freiberuflicher Übersetzer für Russisch und Polnisch und leitet Übersetzer- und Dolmetscherseminare. Wissenschaftliche Schwerpunkte: vergleichende Wortbildung, Fachübersetzung, Äquivalenz, übersetzungsgebundene Kulturspezifika, Lexikographie. Details ausblenden | |
| Erfolgreiches Projektmanagement: Definition und Planung von Übersetzungsprojekten für Übersetzer Frank Fleury Successful project management: Definition and planning of translation projects for translators Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 4.3 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal B Übersetzer müssen nicht nur die fachliche und administrative Umsetzung Ihrer eigenen Tätigkeit im Blick behalten. Sie müssen auch die Kundenseite verstehen, unterschiedliche Interessen geschickt koordinieren und die Unterstützung Ihrer Kunden sichern, um als wertvoller Prozesspartner einen festen und respektierten (d.h. auch angemessen bezahlten) Stand bei Ihren Kunden zu erlangen. Ein strukturiertes und systematisches Projektmanagement ist hierfür von großem Nutzen. Ausgehend von einem Vergleich zwischen idealem und realem Projektlebenszyklus, der nützliche Lehren für die Bearbeitung von Übersetzungen liefert, behandelt dieses Kurzseminar die wichtigsten Phasen des Projektmanagements: Die Definition und Planung bis zum Start. Was hier berücksichtigt oder versäumt wird, wirkt sich auf den weiteren Projektverlauf, das Erreichen der Projektziele und die Kundenbeziehung besonders stark aus. Themen: Umfeld und Anforderungen des Projektmanagements - Definition und Erfolgsfaktoren - Der Übersetzer als Projektmanager in eigener Sache - Projektlebenszyklus Projektakquise: Die Basis des Erfolgs - Strategie und Kundenansprache - Anforderungsermittlung und Angebotsdefinition - Risikomanagement - Angebotserstellung und Präsentation - Verhandlungen Projektplanung und Start: Die richtigen Weichen stellen - Projektorganisation - Ablauf- und Terminplanung - Kommunikation mit Kunden und Teams - Projektdokumentation - Projektstart Dieses Kurzseminar wird durch einen Wechsel von Input, Diskussionen, praxisnahen Beispielen und Feedback lebendig gestaltet. Das Wissen und Fragen der Teilnehmer werden aktiv eingebunden. Die Teilnehmer durchlaufen ein Lernfeld, das es ihnen erleichtert, die Weiterentwicklung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten voranzutreiben. Das Gelernte kann unmittelbar in der Praxis angewendet werden. Angaben zum Referenten/Moderator Frank Fleury Frank Fleury ist Mitinhaber von Fleury & Fleury Consultants, einem auf mehrsprachiges Kommunikationsmanagement spezialisierten unabhängigen Beratungsunternehmen und anerkanntem Weiterbildungsträger. Es bietet weltweit maßgeschneiderte und mehrfach ausgezeichnete Unterstützung bei der Schaffung effizienter Strukturen für die Text-/Medienerstellung und die Übersetzung/Lokalisierung. Hierfür bietet es fach- und methodenkompetente Beratung und Weiterbildung zu Organisations-, Prozess- und Technologiefragen an. Zu den Kunden zählen international tätige Unternehmen, multinationale Behörden, Sprachdienstleister, Medien und Einzelübersetzer ebenso wie Hochschulen, Weiterbildungsinstitutionen und Verbände. Frank Fleury setzt sich zudem in Fachpublikationen, Vorträgen auf führenden Fachtagungen und Schulungsveranstaltungen mit der Managementseite von Übersetzung auseinander und engagiert sich als Leiter der Regionalgruppe Nordrhein und als Tagungsbeirat in der tekom. Details ausblenden | |
| Translation Management at FAO Ingrid Alldritt Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 4.4 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal C The Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), a specialized agency of the United Nations with headquarters in Rome, Italy, deals with hundreds of subjects covering inter alia food security, food safety, sustainable development, climate change, land tenure, forestry, fisheries, technical cooperation, governance, and administration and finance. The Meeting Programming and Documentation Service, including interpretation, translation, reference, terminology and printing services, is charged with processing millions of words per year for governing bodies meetings, technical committees and publications in Arabic, English, Spanish, French, Russian and Chinese. In order to manage the complex workload and multidisciplinary nature of its activities in all these languages, the Service relies on translation memories, multilingual aligned textbases and terminology systems and knowledge management policies and standards. The Organization will demonstrate through a presentation how they are attempting to optimize the use of these technologies, introduce total quality management, and safeguard their language assets in a sustainable way. The presentation will explain how, with the assistance of state-of-the-art translation memories and termbases, the translation process can deal with the volume of documentation and ensuing problems such as versioning and coherency of terminology. With the increasing complexity of translation software and requirement for fast-turnaround translations, the translators workplace is evolving fast and the work methods and management strategies need to be continually adjusted accordingly. Angaben zum Referenten/Moderator Ingrid Alldritt Ingrid Alldritt, Translation Workflow and Terminology Officer, FAO Details ausblenden | |
| Der Across Language Server (Grundlagen-Workshop) Renate Dockhorn The Across Language Server (fundamentals workshop) Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), deutsch - Block 4.8 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 1 Dieser Workshop richtet sich an Sprachendienste und Sprachdienstleister, die eine serverbasierte Plattform für die Abwicklung ihrer Übersetzungsprojekte benötigen, und die bisher noch nicht mit dem Across Language Server gearbeitet haben. Folgende Themen stehen im Mittelpunkt des Workshops: • Anlegen von Benutzern und Softkeys • Anlegen von Projekten und Aufgabenzuweisung • Aufgaben als Übersetzer entgegennehmen und liefern • Auschecken von Dokumenten und Liefern von Aufträgen Angaben zum Referenten/Moderator Renate Dockhorn Renate Dockhorn ist Diplom-Übersetzerin und Master of Arts (MA) im Bereich Terminologie und Sprachtechnologie. Seit 1999 leitet sie gemeinsam mit ihrem Mann „Dockhorn Übersetzungen und Schulungen“. Ihre Fachgebiete sind technische Übersetzungen und Übersetzungen im Bereich Pharma und Chemie und darüber hinaus in stark wachsendem Maße Schulungen von Translation-Memory-Systemen und Terminologieverwaltungssystemen. Ehrenamtlich ist sie als Bundesreferentin für Aus- und Weiterbildung im BDÜ und als Vizepräsidentin für die Bereiche „European Affairs and Technology“ im Lenkungsausschuss der FIT Europe tätig. Details ausblenden | |
| SDL Trados Studio 2011 - Einführung in die praktische Nutzung Jerzy Czopik SDL Trados Studio 2011 – Introduction to practical use Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch und/oder Englisch - Block 4.9 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 2 SDL Trados Studio 2001 mal anders - kein typischer Kurs für Anfänger, sondern eine Präsentation, wie man mit Studio schnell zum Erfolg kommen kann. Dieser Vortrag kann sowohl als Workshop, wie auch als Kurzseminar angeboten werden. Je nach Ausrichtung kann dies in Form einer Vorführung (beim Kurzseminar) oder interaktiven Übung (mit vorbereiteten Dateien für die Teilnehmer) durchgeführt werden. Das Konzept unterscheidet sich dabei stark von einem typischen Training für Anfänger, in dem meistens nur das Übersetzen eines Einzeldokumentes gezeigt wird. Hier würde ich auf die wichtigsten Einstellungen in Studio eingehen, so dass im Programm bereits vor Arbeitsbeginn alle notwendigen Elemente konfiguriert sind, wodurch die Arbeit anschließend wesentlich erleichtert wird. Angaben zum Referenten/Moderator Jerzy Czopik Geboren in Krakau, Polen. Vor der Ausreise nach Deutschland im Jahre 1986 studierte ich Maschinenbau an der Technischen Hochschule zu Krakau. Den Abschluss als Dipl.-Ing. der Antriebstechnik machte ich dann schon an der Universität Dortmund. Seit 1990 bin ich als selbständiger Übersetzer und Dolmetscher tätig. Außerdem bin ich anerkannter SDL-Trainer sowie LICS-Auditor. Neben meiner beruflichen Tätigkeit bin ich in vielen sozialen Übersetzer-Netzwerken aktiv. Details ausblenden | |
| Terminologie-Praxis mit UniTerm Light -
Die kostenlose Terminologieverwaltung mit Wörterbuchanschluss
Hans Anschütz Terminology practice with UniTerm Light – the free terminology management tool with dictionary link Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 4.10 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 3 Seit vielen Jahren setzen Übersetzer und Dolmetscher die UniLex-Anwendung ein, um schnell in Wörterbüchern zu recherchieren. UniLex bringt eine Vielzahl von elektronischen Wörterbüchern aus unterschiedlichen Verlagen in einer Oberfläche zusammen. Häufig genutzt wird auch ein Editor für Benutzerwörterbücher, der Teil der UniLex-Anwendung ist. Benutzerwörterbücher, die so entstehen, integrieren sich in der UniLex-Anwendung mit allen anderen Wörterbüchern. Benutzerwörterbücher werden gleichermaßen als Projektwörterbücher oder Fachglossar eingesetzt. Mit der neuen UniLex Pro–Anwendung steht dieser Editor nicht mehr zur Verfügung. Anstelle dessen erhalten Anwender mit UniTerm Light nun ein kostenloses Terminologie Verwaltungssystem, das diese Aufgabe übernimmt. UniTerm Light ist ein einfach zu bedienendes und vorkonfiguriertes Terminologie-Verwaltungssystem mit Konzeptorientierung und Benennungsautonomie. Es lässt sich als eigenständige Terminologieverwaltung oder integriert mit den Wörterbüchern der UniLex-Reihe einsetzen. Anhand Aufgabenstellungen und Beispielen aus der Praxis erläutert der Workshop das neue Werkzeug. Anwender können bis 1 Woche vor dem Workshop eigene Beispiele einsenden, die dann im Workshop behandelt werden. Workshop-Programm: • Wie erstelle ich Terminologie-Datenbanken mit UniTerm Light? • Unterschied Benutzer-WÖRTERBUCH versus TERMINOLOGIE-Verwaltung: • Wie überführe ich meine bestehenden Benutzerwörterbücher? • Arbeiten mit UniTerm Light. • Wie verbinde ich meine Terminologie mit Wörterbüchern in UniLex Pro? • Wie kann ich Terminologie mit anderen Anwendungen austauschen und in wieweit finden Terminologie-Standards berücksichtigt? Angaben zum Referenten/Moderator Hans Anschütz Wolfgang Zenk ist Fachbeirat im Deutschen Instituts für Terminologie und Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Sprachen am SDI München. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Terminologie- und Wissensmanagement sowie XML und mehrsprachiges Content Management. Er ist außerdem Mitinhaber der Acolada GmbH, Nürnberg. Hans Anschütz ist Mitinhaber der Acolada GmbH, Nürnberg. Er ist dort verantwortlich für die Anwendungsentwicklung Terminologie. Zugleich betreut er zahlreiche Fachverlage und Wörterbuchprojekte und arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen Terminologie und Lexikographie. Details ausblenden | |
| memoQ für Anfänger Klaus Kurre memoQ for beginners Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 4.11 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 4 Diese Schulung richtet sich an Einsteiger in die computergestützte Übersetzung (CAT) und Umsteiger, d. h. Übersetzer und/oder Projektleiter mit keiner oder nur sehr geringer Erfahrung im Umgang mit memoQ oder anderen TM- Tools. Inhalt: Grundlagen der computergestützten Übersetzung memoQ: Überblick Komponenten Dateiformate Übersetzungsworkflow Anlegen eines Übersetzungsprojektes Übersetzen verschiedener Dateiformate in memoQ Office-Dateien (DOC/X, XLS/X, CSV, PPT/X) XML- und HTML-Dateien Dateifiltereinstellung Terminologiearbeit während der Übersetzung Terminologieerkennung Terminologieeingabe Konkordanzsuche (Suche nach Satzteilen im Translation Memory) Prüffunktionen Alignment Ressourcenkonsole Kompatibilität mit anderen Übersetzungstools Gemischte Übersetzungsworkflows Angaben zum Referenten/Moderator Klaus Kurre Als ehemaliger Übersetzer, Dolmetscher und Projektmanager bietet Klaus Kurre seit 2001 Beratung, Schulung und Support zu den gängigsten Tools der Lokalisierungsbranche an. Seit 2010 arbeitet er als zertifizierter Trainer und Berater im Bereich Übersetzung und Lokalisierung bei der Loctimize GmbH (www.loctimize.com) in Saarbrücken. Er war zwei Jahre als Dozent an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt tätig und ist Lead-Auditor zur LICS®-Zertifizierung gemäß EN 15038 mit spezieller Ausrichtung auf die Zertifizierung von Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Details ausblenden | |
| Worin besteht die spezifische Kulturkompetenz von Translator/-innen? Catherine Chabasse, Andrea Cnyrim What constitutes the specific cultural competence of translators? Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 4.13 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 6 Mit diesem Workshop möchten wir zeigen, dass und inwiefern die interkulturelle Kompetenz eine bedeutsame Qualifikation für TranslatorInnen ist, die bisher aber leider nicht als Kernkompetenz behandelt, sondern als eine Teilkompetenz unter vielen betrachtet wird. Daher möchten wir Wege zur gezielten, strukturierten Entwicklung dieser Schlüsselkompetenz vorschlagen. Zunächst geben wir einen Überblick über einige der akademisch diskutierten Modelle translatorischer und interkultureller Kompetenz. Anschließend stellen wir zwei Fragen: 1. Welche Rolle spielt die Kulturkompetenz innerhalb der translatorischen Kompetenz? 2. Wie unterscheidet sich die Kulturkompetenz von TranslatorInnen von der anderer Berufe? 1. Im Workshop möchten wir anhand erlebter Beispiele der TeilnehmerInnen Fälle diskutieren, in denen ausschließlich sprachliche, kulturspezifische Kompetenz nicht ausreicht, um Kommunikation zwischen den Beteiligten zu ermöglichen. Neben der Fähigkeit, solche Situationen zu beschreiben, analysieren, interpretieren und dazu Handlungsempfehlungen zu formulieren, benötigen TranslatorInnen außerdem die Fähigkeit, unausgesprochene Voraussetzungen interkultureller Kommunikation zu reflektieren und durch gezieltes Handeln Verständigung zwischen allen Beteiligten sicherzustellen. Um solche Kenntnisse und Fähigkeiten unter dem Zeitdruck der beruflichen Praxis anwenden zu können, müssen diese bewusst und gesteuert entwickelt werden. 2. Wie können wir die professionelle Kulturkompetenz anderer Berufe (Training, Beratung, Coaching …) in die Translationsdienstleistung einbringen? Die erworbenen Fähigkeiten können ebenfalls als Grundlage von Zusatzangeboten der TranslatorInnen an ihre Auftraggeber dienen, z.B. in Form von vorbereitenden interkulturellen Trainings vor einer Konferenz bzw. vor Verhandlungsgesprächen. (Unterschiede in der Gesprächsführung oder -organisation / Ablauf von Meetings, Unterschiede bei Präsentationen, höflichkeitsbedingte Unterschiede etc.). Angaben zum Referenten/Moderator Catherine Chabasse, Andrea Cnyrim Dr. Catherine Chabasse, Diplom-Dolmetscherin. 1972-77 Romanistik- und Germanistikstudium in Paris, 1979-83 Dozentin am Institut Français und am Romanistischen Institut der RWTH Aachen. 1985-89 Dolmetschstudium am FASK Germersheim. Seit 1989 freiberufliche Tätigkeit als Konferenzdolmetscherin, seit 1990 Dozentin für Übersetzen, Dolmetschen und Sprach-/Translationswissenschaft am FTSK Germersheim. Dr. Andrea Cnyrim, Übersetzerin, 1984-88 Romanistikstudium an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, 1996-2000 Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Angelegenheiten, Forschungs- und Wissenschaftsprogramme, Technologietransfer an der FH Ludwigshafen, 1996-2007 Dozentin für Interkulturelle Kommunikation im Studiengang Internationales Personalmanagement und Organisation an der FH Ludwigshafen, seit 2000 Wissenschaftlerin am FTSK Germersheim, Arbeitsbereiche Interkulturelle Kommunikation und Interkulturelle Germanistik. Details ausblenden | |
| On language-pair specificity in sight translation: an eye-tracking study Paweł Korpal Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 4.14 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 7 Within the last decades the eye-tracking technique has been used more and more extensively within Translation and Interpreting Studies. The examination of eye movements makes it possible for researchers to answer various questions relating to the cognitive processes involved in both written translation and conference interpreting. One of the first researchers who used the method of pupillometry to investigate cognitive effort in interpreting were Tommola and Niemi (1986) and Hyönä et al. (1995). In recent years several studies using eye-tracking have concentrated on sight translation as an intermediary mode between written translation and conference interpreting (Jakobsen and Jensen 2008; Shreve et al. 2010; Chmiel and Mazur). The aim of the present study is to examine whether language-pair specificity has a bearing on the sight translation process, i.e. whether source language’s morphosyntactic characteristics influence the process. Two groups of conference interpreting trainees at Adam Mickiewicz University in Poznań participated in the study: those with English as a B language and those with German as a B language. They were asked to sight translate a text from their B language into Polish (A language). The chosen texts were of equal topic and lexical complexity. The author’s hypothesis was that the characteristics of the source language (English/German) influence the complexity of the sight translation process reflected by discrepant eye-tracking dependant variables such as fixation count, fixation duration and total task length. More specifically, the morphosyntactic features of German, such as final verb position, complex sentences and compound nouns increase the mental effort invested to perform a sight translation task. The results of the experiment may shed new light on the issue of cognitive overload in sight translation and may draw researchers’ attention to the influence of language-pair specificity on the processes of translation and interpreting. Angaben zum Referenten/Moderator Paweł Korpal Paweł Korpal is an M.A. student of interpreting and a B.A. student of Danish at Adam Mickiewicz University in Poznań. He majors in cognitive linguistics and, as a conference interpreting trainee, he focuses on the cognitive processes involved in simultaneous interpreting as well as on translating and interpreting in the legal field. Details ausblenden | |
| Das beliebig austauschbare Ende der übersetzerischen Nahrungskette? – Zum Verhältnis von Freiberuflern und Übersetzungsunternehmen.
Christopher Kurz The ever-replaceable end of the translation food chain? – On the relationship between freelancers and translation companies Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.1 - 29.09.2012, Raum: Audimax Im heutigen Übersetzungsumfeld sind hohe Volumina in eine Vielzahl Zielsprachen und in z. T. extrem kurzen Turnaround-Zeiten keine Seltenheit mehr und von einzelnen Übersetzern kaum noch zu bewältigen. In solchen Szenarien kommen Übersetzungsunternehmen zum Zug, die für den Kunden Übersetzerteams in den jeweils geforderten Zielsprachen zusammenstellen und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Beteiligten koordinieren. An dieser Bruchlinie zwischen Übersetzungsmanagement und -produktion entstehen häufig Risse, die nicht selten in Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten enden können. Häufig dabei zu beobachtende Problempunkte sind Zeilen- und Wortpreise, Überfrachtung der Übersetzer und mehr oder minder subtiles Unter-Druck-Setzen durch den Übersetzungsdienstleister etc. auf der einen Seite sowie renitentes Verhalten, Nicht-Einhalten von Anweisungen, überzogene Liefertermine und unprofessionelles Auftreten etc. auf der anderen. Ein moderner Managementansatz zur Übersetzungsqualität muss die Sicherstellung der Qualität einer Übersetzung entlang der gesamten Produktionskette verfolgen. Dazu gehört auch die Beachtung und Respektierung des Freiberuflers in seiner Rolle als Zieltextproduzent. Eine Geringschätzung als „beliebig austauschbares Ende der Nahrungskette“, wie dies einige weltweite Dienstleister leben, ist ein fataler Fehler, der die Qualität des gesamten Übersetzungsprozesses nachhaltig negativ beeinflusst. Ein modernes Übersetzungsqualitätsmanagement räumt dem Freiberufler in seiner entscheidenden Rolle als Hersteller der Initialübersetzung den nötigen Freiraum ein und richtet sich nicht nur nach bekannten Vergabekriterien wie Tool-Verfügbarkeit und Preis. Auf dieses Zusammenspiel, nämlich zwischen Übersetzungsdienstleister und freiberuflichem Übersetzer, soll näher eingegangen werden, und es sollen Szenarien diskutiert werden, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann und welche Faktoren eine Zusammenarbeit positiv und negativ beeinflussen können. Angaben zum Referenten/Moderator Christopher Kurz - Diplom-Übersetzer EN/IT - Promotion am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (Uni Leipzig) seit 2009. Thema: Translatorisches Qualitätsmanagement - Stellvertretender Obmann des Ausschusses NAT 105-00-03 "Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen" am DIN - Derzeitige Beschäftigung: Übersetzungsmanager bei der BMW AG, München Details ausblenden | |
| Zwischen den Stühlen: das Übersetzungsbüro als Auftraggeber und Auftragnehmer Ursula Kollar-Fiedrich Caught between the stools: The translation agency as customer and contractor Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.1 - 29.09.2012, Raum: Audimax Kleine Übersetzungsbüros, die sich auf wenige Sprachen und/oder Bereiche konzentrieren, fungieren häufig als Mittler zwischen freiberuflich tätigen Übersetzern und größeren Büros bzw. Endkunden. Dabei können verschiedene Probleme hinsichtlich der Kommunikation, Terminvorstellungen und Informationsweitergabe auftreten. Für Einzelübersetzer kann es durchaus schwierig sein, Aufträge von Direktkunden oder großen MLVs zu akquirieren, denn diese vergeben häufig umfangreiche Übersetzungsaufträge in mehrere Zielsprachen oder in Größenordnungen, die ein einzelner Übersetzer kaum bewältigen kann. Kleinere Übersetzungsbüros können in diesem Fall die Koordination des Übersetzungsprojekts sowie die Aufteilung auf verschiedene Übersetzer, Korrekturleser, Grafiker usw. übernehmen. Entgegen der Ansicht vieler freiberuflichen Übersetzer, die der Meinung sind, dass das Übersetzungsbüro ohne eigenes Zutun von großen Margen profitiert, schafft das Übersetzungsbüro als Mittler einen Mehrwert, der darin besteht, dass die Übersetzer, Überprüfer und Grafiker einen auf deren Verfügbarkeit und Fähigkeiten zugeschnittenen Auftrag erhalten und der Kunde nur einen Ansprechpartner für die gewünschte fertige Übersetzung im gewünschten Zeitrahmen erhält. Auf der einen Seite muss das Übersetzungsbüro in Erfahrung bringen, was der Kunde erwartet, ob seine Priorität auf Qualität, Preis oder schneller Bearbeitung liegt und welches Referenzmaterial bereitgestellt werden kann. Auf der anderen Seite muss das Übersetzungsbüro die Fähigkeiten, Grenzen, Stärken und Tools der Übersetzer, Überprüfer und Grafiker kennen, diesen alle relevanten Informationen zugänglich machen, den zeitlichen Ablauf koordinieren und das Budget einhalten. Es wird dargelegt, wie die Zusammenarbeit optimiert werden kann, so dass alle Beteiligten davon profitieren. Dazu werden Tipps und Lösungen vorgestellt. Angaben zum Referenten/Moderator Ursula Kollar-Fiedrich Berufserfahrung 11/2007 - heute Geschäftsführerin (Gesellschafter/Partner, Geschäftsführerin) Texpertec GmbH Branche: Übersetzung & Lokalisierung Personengesellschaft 05/1990 - 03/2010 Geschäftsleitung (Inhaber, Geschäftsführer (GF, CEO etc)) multidok, http://www.multidok.de Branche: Übersetzung & Lokalisierung Einzelunternehmen 02/1985 - 05/1990 Referatsleiterin (Angestellter (Vollzeit), Manager (mit und ohne Personalverantwortung)) Amt für amtliche Veröffentlichungen der EU Branche: öffentlicher Dienst, 201-500 Mitarbeiter 11/1983 - 01/1985 Programmiererin (Angestellter (Vollzeit), Mit Berufserfahrung) Condat AG Branche: Informationstechnologie & -dienste, 11-50 Mitarbeiter Hochschulen 1973 - 1981 TU Berlin Informatik, Dipl. Informatikerin Software Engineering Qualifikationen: Staatl. gepr. Übersetzerin für die englische Sprache Sprachen: Deutsch (Muttersprache), Englisch (Fließend), Französisch (Fließend) Details ausblenden | |
| Das Persönliche ist das Geschäftliche Barbara Sabel The personal touch is the business proposition Podiumsdiskussion (max. 90 Minuten), Deutsch - Block 6.3 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal B Das Persönliche ist das Geschäftliche Freiberufliche ÜbersetzerInnen sind eine heterogene Gruppe, deren Vielfalt es unmöglich macht, ein einziges Erfolgsrezept für die ganze Branche zu schreiben. Was ist aber Erfolg? Wir sind weiterhin eine Branche mit eher bescheidenen Erfolgserwartungen. Und obwohl die Honorarumfragen des BDÜ passable Durchschnittswerte liefern, hört man/frau im direkten Austausch ganz andere Honorarsätze, die weit unter diesem Durchschnitt liegen. Wie kommen dann die passablen Durchschnittspreise zustande? Woran liegt diese Situation? Die These ist, dass es am Ende nicht der Markt, die bösen Kunden und Agenturen, die Finanzkrise und die schlechte Ausbildung ist, die für den eigenen beruflichen Erfolg verantwortlich sind. Wer Erfolg oder noch mehr Erfolg innerhalb des freiberuflichen Übersetzens sucht, könnte gut beraten sein, sich einer Selbstbefragung zu unterziehen: Wie kommt es, dass die Honorarsituation unbefriedigend ist? Wie kommt es, dass sich keine (weiteren) Direktkunden finden lassen? Wie kommt es, dass die Zusammenarbeit mit Agenturen nicht klappt? Aufgrund eigener Erfahrung und Beobachtung wurde eine Checkliste zusammengestellt, um eine Positionsbestimmung vorzunehmen und brach liegendes Potenzial zu erkennen. Diese Checkliste mit einführendem Text sollte im Konferenz-Reader veröffentlicht und vor Besuch der Veranstltung ausgefüllt werden. In der gleichnamigen Veranstaltung werden die einzelnen Punkte in diesem Fragebogen kommentiert und diskutiert. Der Fragebogen ist bereits fertig erstellt und wird gerne zur Erläuterung dieses Abstracts eingereicht. Angaben zum Referenten/Moderator Barbara Sabel Barbara Sabel Dipl. Übersetzerin Heidelberg, 1983 Bezirksgruppenleitung Heidelberg 88-94 Freiberuflich seit 1986 BDÜ Mitglied seit 1986 10 Buchübersetzungen 1987-1997 Spezialisiert seit 1996 Arbeit ausschließlich für Direktkunden Lehraufträge an FH Würzburg 2007-2010: Unternehmerische Basiskompetenzen für Dolmetscher und Übersetzer BDÜ Konferenzbeitrag 2009: Übersetzen wird lukrativer www.trans-agrar.com Details ausblenden | |
| Business Interpreting: Bridging the Gap Between Conference Interpreting and Public Service Interpreting Kirsty Heimerl-Moggan Vortrag (max. 30 Minuten), Englisch - Block 6.4 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal C Business interpreting is an area which falls between the established categories of conference interpreting and public service interpreting. This viewpoint is substantiated by a look at interpreter training currently on offer across Europe. Interpreters train to become either a conference interpreter or a public service interpreter; or occasionally train ‘in both areas consecutively. Interpreters in the UK are realising that a lot of their work, often involving highly technical topics ranging from a meeting between an architect's firm and a building contractor to a meeting between a finance manager and supply chain, falls into the category of business interpreting. This realisation amongst interpreters, and a rise in requests for business interpreting courses has led to practitioner lecturers (who are both teaching and undertaking interpreting work themselves) re-vamping interpreting courses to offer modules on technical business interpreting to prepare students for real-life working conditions. This presentation will initially give a brief comparison of the overlapping and relevant areas from conference and public service interpreting with a view to their relevance to business interpreting. This will be followed by an outline of innovative teaching approaches and methods applied by English universities in the training of business interpreters across the varied areas of work with which they may have to deal. The presenter’s aim is to give an insight into the field of business interpreting and to inspire interpreters from all walks of life, who may not currently be considering business interpreting as a possible area of work, to discover a further string which they can add to their bow. Angaben zum Referenten/Moderator Kirsty Heimerl-Moggan Details ausblenden | |
| Konferenzdolmetscher: Die letzten Generalisten oder hochmoderne Spezialisten? Veränderungen auf dem Markt und Konsequenzen für die Lehre. Klaus Ziegler Conference interpreters: The last generalists or ultra-modern specialists? Changes on the market and consequences for teaching Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.4 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal C Konferenzdolmetscher wurden und werden in der Regel eher als Sprachen mittelnde Generalisten mit einem breit angelegten und daher unspezifischen Allgemeinwissen ausgebildet. In den letzten Jahren sind jedoch insbesondere auf dem freiberuflichen Markt für Konferenzdolmetscher in vielen Marktsegmenten Veränderungen zu beobachten, die zu einem Überdenken des Profils und damit der in der Ausbildung vermittelten Inhalte und Kompetenzen Anlass geben. Ein z.T. sehr starker Anstieg des Fachlichkeitsgrades und der inhaltlichen Dichte vieler Veranstaltungen und eine deutliche Verkürzung der für die Vorbereitung von Fachkonferenzen zur Verfügung stehenden Zeit wirken sich stark auf das Anforderungsprofil eines Konferenzdolmetschers aus und erfordern eine entsprechende Anpassung der Ausbildung. Der Beitrag geht der Frage nach, wie das Studium gestaltet sein muss, damit einerseits angehende Konferenzdolmetscher für hochfachliche Einsätze grundsätzlich gerüstet sind, andererseits aber der Tatsache Rechnung getragen wird, dass zum Zeitpunkt des Studiums in der Regel noch nicht abzusehen ist, in welchen Segmenten die Absolventen tatsächlich tätig sein werden. Es wird aufgezeigt, wie mittels der Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen Recherche und Terminologiemanagement und anhand exemplarischer Übungen in Praxissimulationen ein Bewusstsein für die Anforderungen realer Dolmetscheinsätze und den Stand der eigenen Fähigkeiten herangebildet und das erforderliche Handlungswissen für die Bewältigung solcher Situationen aufgebaut werden kann. Angaben zum Referenten/Moderator Klaus Ziegler Dipl.-Dolm. Klaus Ziegler: Konferenzdolmetschern (AIIC, VKD) und Übersetzer, Berater (Konferenzberatung, technische Beratung), Trainer (für Konferenzdolmetscher, für Unternehmen), Fa. Interpreting Consulting & Communication Services Details ausblenden | |
| Sinnvolle Datenorganisation - wie kann ich Datensalat vermeiden und gleichzeitig Datensicherheit schaffen Jerzy Czopik Sensible data organisation – How to avoid data chaos and establish data security Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch und/oder Englisch - Block 6.5 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal D Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen aus über 20 Jahren beruflicher Praxis und insbesondere vor dem Hintergrund der Anforderungen der EN 15038 möchte ich mögliche Strategien vorstellen, wie Daten gespeichert und gesichert werden können. Hinzu kommt das Thema der Datensicherheit und damit des Backups, welches sehr oft vernachlässigt wird. Am Beispiel eigener Datenorganisation möchte ich außerdem zeigen, wie eine effiziente Synchronisierung zwischen dem Desktop-Computer und dem mobilen Computer bei Reisenotwendigkeit funktionieren kann. Angaben zum Referenten/Moderator Jerzy Czopik Geboren in Krakau, Polen. Vor der Ausreise nach Deutschland im Jahre 1986 studierte ich Maschinenbau an der Technischen Hochschule zu Krakau. Den Abschluss als Dipl.-Ing. der Antriebstechnik machte ich dann schon an der Universität Dortmund. Seit 1990 bin ich als selbständiger Übersetzer und Dolmetscher tätig. Außerdem bin ich anerkannter SDL-Trainer sowie LICS-Auditor. Neben meiner beruflichen Tätigkeit bin ich in vielen sozialen Übersetzer-Netzwerken aktiv. Details ausblenden | |
| Introduction to SDL Trados Studio 2011 Klaus Kurre Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), English - Block 6.7 - 29.09.2012, Raum: Raum K3 This training session is intended for translators and/or project managers with little or no experience of using computer-aided technology (CAT) tools, such as SDL Trados or other CAT tools. Content: - Basic principles of computer-aided translation (CAT) technologies - Setting up the working environment in SDL Trados 2011 - Creation of translation memories (TM), term bases (TB) and AutoSuggest dictionaries (AS) - Translating single files in SDL Trados Studio 2011 - Creating translation projects with several source files and several target languages - Working with terminology and SDL MultiTerm during translation - Proof-reading and preview of the translated files in SDL Trados Studio 2011 - Finalizing and creating the translated target files - Migrating data from previous SDL Trados versions to the new formats (TM and TB) - Data management and compatibility with other CAT tools - Data maintenance and data exchange Angaben zum Referenten/Moderator Klaus Kurre As a former translator, interpreter and project manager in translation, Klaus Kurre now offers consultancy, training and support for the most common tools in the localization business. In 2010 he started working as certified trainer and consultant for translation and localization technologies at Loctimize (www.loctimize.com) in Saarbrücken. Details ausblenden | |
| Tips and tricks for translating complex file formats Daniel Zielinski Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), English - Block 6.9 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 2 Tips and tricks for translating complex file formats Every file format has it’s particularities and might lead to problems when imported into a translation tool. Even the translation of a simple Microsoft Word document might become a challenge when it contains a lot of manual formatting or embedded objects. This workshop gives an introduction on how to deal with more complex file formats in translation. It also gives an overview on what a translator needs to know about file formats in order to translate them efficiently. Participants will learn strategies on how to prepare source files for translation, how to import them into the market-leading translation tools using advanced file filter settings and, if necessary, how to post-process the translated target files. File formats covered in this workshop comprise Microsoft Office files, PDF, HTML, XML and text-based formats as well as desktop publishing file formats and mixed formats. Angaben zum Referenten/Moderator Daniel Zielinski Daniel Zielinski holds a degree in translation from Saarland University. After his studies he worked for six years as lecturer for translation technologies at Saarland University. In 2010 he started working as certified trainer and consultant for translation and localization technologies at Loctimize (www.loctimize.com) in Saarbrücken. Details ausblenden | |
| Austausch von terminologischen Daten – wie können Normen helfen? Klaus-Dirk Schmitz Exchange of terminological data – How can standards help? Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.1 - 29.09.2012, Raum: Audimax Sorgfältige Terminologiearbeit und professionelle Terminologiemanagement sind zeitaufwändige und damit kostenintensive Tätigkeiten in Unternehmen und bei Freiberuflern. Der Zugang zu und die Wiederverwendung von bereits bestehenden terminologischen Ressourcen kann den Aufwand für Terminologiearbeit deutlich reduzieren. Auch im Zusammenspiel zwischen Auftraggebern, Sprachdienstleistern und Freiberuflern ist die Weitergabe terminologischer Daten in beide Richtungen durchaus üblich. Unterschiedliche Terminologiewerkzeuge und individuelle Modellierungen von Terminologiebeständen erschweren aber den verlustfreien und konsistenten Austausch von terminologischen Daten. Der für die terminologische Grundsatznormung zuständige internationale Normenausschuss ISO/TC37 hat mehrere Normen entwickelt und veröffentlicht, die den Austausch terminologischer Daten unterstützen (z. B. ISO 30042 für das TBX-Austauschformat). Aber auch andere ISO/TC37-Normen können bei der Auswahl terminologischer Datenkategorien und der Modellierung von Terminologiedatenbanken zu Rate gezogen werden, um auf dieser Basis den Austausch von terminologischen Daten zu erleichtern. Der Beitrag beschreibt die allgemeinen Ziele, Prinzipien und Probleme des Austausches terminologischer Daten, bezieht sich auf die internationalen Normen zur Konzeption von Terminologiemanagementsystemen, die einen Austausch terminologischer Daten unterstützen, und erläutert, wie das TBX-Austauschformat anzuwenden ist. An einem praktischen Beispiel wird demonstriert, wie diese internationalen Normen anzuwenden sind. Angaben zum Referenten/Moderator Klaus-Dirk Schmitz Prof. Dr. phil. Klaus-Dirk Schmitz, diplom-Informatiker, Professor für Terminologielehre am ITMK der Fachhochschule Köln, Obmann des DIN-Normenausschusses NAT-AA5 „Systeme für die Verwaltung von Terminologie, Wissen und Content“, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Terminologie-Tag e.V. (DTT), Vizepräsident von TermNet, Beiratsmitglied verschiedener Organisationen, deutscher Vertreter im ISO TC 37/SC3. Herausgeber, Autor und Mitautor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Details ausblenden | |
| Kritische Kompetenz beim Recherchieren Kerstin Eisenreich Critical competence in researching Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 7.1 - 29.09.2012, Raum: Audimax Die Ressourcen im Internet eröffnen uns heute Recherchemöglichkeiten, die ich mir in meinem Übersetzerstudium und als Berufsanfängerin oftmals gewünscht hätte. Inzwischen hat mir meine langjährige Tätigkeit als (Übersetzerin und) Hochschuldozentin für Fachübersetzen neben den Vorteilen auch die Nachteile dieser Wissensressourcen für die Studierenden gezeigt. Einerseits gehören die jungen Berufskollegen zu jener Generation Internet, die wir in allen Bereichen der Gesellschaft ausmachen. Dies geht oft einher mit einer gewissen „Internethörigkeit“ oder „Internetgläubigkeit“. Andererseits führt gerade diese Fülle an zugänglichen Informationen dazu, dass die Recherche mitunter bis ins Äußerste getrieben wird, weil man sich immer noch nicht sicher ist, das Richtige gefunden zu haben. Letzteres ist angesichts der Kurzfristigkeit der meisten Aufträge heute geradezu gefährlich. Angehende Fachübersetzer und auch Dolmetscher sowie Berufseinsteiger benötigen daher eine gut entwickelte kritische Kompetenz, um die Wertigkeit von Rechercheergebnissen richtig einzuschätzen und die Suche nach Informationen effektiv zu gestalten. Dabei sollten die traditionellen Printmedien nicht zu kurz kommen, lassen sich doch Terminologie und Sprachgebrauch in Fachbüchern, Fachzeitschriften z. T. wesentlich zuverlässiger analysieren und recherchieren als im Internet. Was ist also kritische Kompetenz und wie kann sie jeder selbst entwickeln? Anhand praktischer Beispiele und im Austausch mit den Anwesenden möchte ich Antworten auf diese Fragen geben. Dabei soll auch ein Überblick über das Recherchevorgehen und die Verifizierung von Ergebnissen einbezogen werden. Angaben zum Referenten/Moderator Kerstin Eisenreich 1993 Abschluss als Diplomsprachmittler für Russsich und Spanisch, Universität Leipzig seit 1996 haupt- und nebenberuflich als selbstständige Übersetzerin und Dolmetscherin tätig seit 2003 Lehrbeauftragte Fachübersetzen Spanisch an der Hochschule Magdeburg-Stendal seit 2011 Vertretungsprofessorin Russisch/Translationswissenschaft Hochschule Magdeburg-Stendal Lehrgebiete: juristisches Übersetzen und Fachübersetzen Russisch-Deutsch, Spanisch-Deutsch, Sprachkompetenz Spanisch, Simultandolmetschen, Grundlagen des Übersetzens Details ausblenden | |
| Terminologieaustausch für Jedermann? Diana Brändle Wolfgang Zenk Terminology exchange for everyone? Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.1 - 29.09.2012, Raum: Audimax Die Notwendigkeit, kunden- oder projektspezifische Terminologie austauschen zu müssen, kann sich immer wieder ergeben. Wenn es sich dabei um Datenbestände mit komplexerer Feldstruktur handelt, wird der Austausch schnell zum Risiko – insbesondere, wenn die Bestände in einem Translation Memory-System angezeigt werden sollen. Klappt der Austausch auf Anhieb, funktioniert er gar nicht oder gehen Informationen verloren? Die Unsicherheit ist in jedem Fall groß, wenn Informationen von einer in eine andere Termbank oder von einem iin ein anderes Software-System zu bringen sind. • Wie geht man am besten an eine solche Aufgabenstellung heran bzw. was kann man konkret tun, um einen späteren Datenaustausch zu ermöglichenIst das der Datenaustausch eine Aufgabe, die ein/e Übersetzer/in / Dolmetscher/in überhaupt selbst bewältigen kann oder ist das eine Aufgabe für IT-Spezialisten und Programmierer? • Was ist der beste Startpunkt für den Austausch: das Exportformat der Terminologieverwaltung oder ein komma-separiertes Format (z. B. Excel oder txt)? • Und in wieweit bringen Standards wie TBX weiter und wie gut funktionieren sie in der Praxis? Der Vortrag möchte Übersetzer/innen / Dolmetscher/innen Ansatzpunkte und Hilfestellung geben, was sie selbst dazu beitragen können, um einen Terminologieaustausch erfolgreich bewerkstelligen zu können. Er fasst Tests und Erfahrungen zusammen, die in der Arbeit mit verschiedenen Terminologieverwaltungssystemen gewonnen wurden. Abschließend wird eine Check-Liste gegeben, die als Muster für die Vorbereitung und Durchführung von Austauschprojekten dienen können. Angaben zum Referenten/Moderator Diana Brändle Wolfgang Zenk Diana Brändle ist von Haus aus Diplomübersetzerin, beschäftigt sich aber bereits seit vielen Jahren ausschließlich mit Terminologie. Nach fast 8 Jahren als angestellte Terminologin bei der Audi Akademie GmbH in Ingolstadt machte sie sich 2005 selbständig und unterstützt seit dem mit dbterm terminologieservice große und kleine Unternehmen bei der Terminologiearbeit. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die Beratung zu, Definition und Umsetzung von Terminologieprozessen. Wolfgang Zenk ist Fachbeirat im Deutschen Instituts für Terminologie und Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Sprachen am SDI München. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Terminologie- und Wissensmanagement sowie XML und mehrsprachiges Content Management. Er ist außerdem Mitinhaber der Acolada GmbH, Nürnberg. Details ausblenden | |
| Cui bono? Eine kritische Beurteilung regionaler/internationaler Normen auf dem Gebiet des Übersetzens/Dolmetschens Manfred Schmitz Cui bono? A critical assessment of regional / international standards in the field of translating / interpreting Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.3 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal B Verschiedene Normen auf dem Gebiet des Übersetzens/Dolmetschens (EN 15038 bzw. ISO 17100, ISO 11669, ASTM F2575, die kanadische und die chinesische Qualitätsnorm, etc.) werden miteinander verglichen, Kongruenzen und Differenzen herausgestellt und bewertet, und es wird ein Ausblick auf die künftige internationale Normungsarbeit im Rahmen der ISO gegeben. Schließlich wird diskutiert, welchen realen und potenziellen Einfluss diese Normen auf den Übersetzer-/Dolmetscher-Arbeitsmarkt und auf die Qualität translatorischer Leistungen haben. Angaben zum Referenten/Moderator Manfred Schmitz Geboren 1943; Diplom-Dolmetscher und –Übersetzer Spanisch-Englisch-Deutsch, seit 1990 Vorstandsmitglied Intertext Fremdsprachendienst e.G., Berlin; Geschäftsführer der Internationalen Vereinigung Sprache und Wirtschaft; Mitglied des Beirats des Langenscheidt Fachverlags; bis 2006 Mitglied des Spiegelkomitees des Deutschen Instituts für Normung (DIN) zur Begleitung der Erarbeitung der Qualitätsnorm EN 15038; Stellv. Vors. des Komitees 239 (Übersetzen und Dolmetschen) des Österreichischen Normungsinstituts; seit 2006 Mitarbeit im TC 37 der ISO; Artikel in Fachzeitschriften sowie literarische Übersetzungen englisch- und spanischsprachiger Autoren. Details ausblenden | |
| EN 15038 - Erfahrungsbericht eines zertifizierten Freelancers zwei Jahre nach der Zertifizierung Jerzy Czopik EN 15038 – Report on the experience of a certified freelancer two years after certification Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch und/oder Englisch - Block 7.3 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal B Im Februar 2010 wurde ich als Translation Service Provider durch die LICS zertifiziert. Im Rahmen des Vortrages möchte ich darauf eingehen, wie eine solche Zertifizierung aus der Sicht eines Freelancers vorzubereiten ist. Dabei sollen sowohl die notwendigen organisatorischen Schritte wie auch das Chancen einer solchen Zertifizierung beleuchtet werden. Anschließend möchte ich über die Auswirkungen der Zertifizierung auf mein Geschäft berichten. Diesen Bericht kann ich auch gerne in Englisch vortragen. Angaben zum Referenten/Moderator Jerzy Czopik Geboren in Krakau, Polen. Vor der Ausreise nach Deutschland im Jahre 1986 studierte ich Maschinenbau an der Technischen Hochschule zu Krakau. Den Abschluss als Dipl.-Ing. der Antriebstechnik machte ich dann schon an der Universität Dortmund. Seit 1990 bin ich als selbständiger Übersetzer und Dolmetscher tätig. Außerdem bin ich anerkannter SDL-Trainer sowie LICS-Auditor. Neben meiner beruflichen Tätigkeit bin ich in vielen sozialen Übersetzer-Netzwerken aktiv. Details ausblenden | |
| Zertifizierung gemäß EN 15038 – Eine Bilanz der ersten sechs Jahre. Klaus Kurre Certification to EN 15038 – The record of the first six years Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.3 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal B Bereits seit Ende 2006 gibt es die ersten, nach der EN 15038 zertifizierten Übersetzungsdienstleister. Die Zahl sowohl der Unternehmen aus Europa, aber auch der Dienstleister aus außereuropäischen Ländern, die sich einem Zertifizierungsaudit unterzogen haben oder unterziehen, steigt stetig, denn viele Unternehmen haben den Vorteil einer Zertifizierung für Ihr Unternehmen erkannt. Dafür die Kosten einer Zertifizierung auf sich zu nehmen werden, wie die Erfahrung zeigt, jedoch vor allem zwei Gründe vorgebracht: man möchte sich Vorteile gegenüber den nicht zertifizierten Wettbewerbern verschaffen oder – und das mag überraschen – ganz einfach die Gelegenheit nutzen, um im eigenen Unternehmen einmal „aufzuräumen“. In der Praxis zeigt es sich häufig, dass die Zertifizierung mit einer Umstrukturierung oder einem Wechsel in der Unternehmensführung einhergeht, oder zumindest indirekt hiermit im Zusammenhang gebracht werden kann. Und tatsächlich lässt sich die Zertifizierung nur in den seltensten Fällen allein auf die Anfrage eines oder mehrerer Kunden nach dem Vorliegen eines Zertifikats zurückführen. Der Vortrag soll nach einer kurzen Einführung vor allem auf die Ergebnisse einer Umfrage unter EN 15038-zertifizierten Unternehmen eingehen und eine aktuelle Statistik über Ursachen, (zeitliche) Aufwände, Kosten und Nutzen der Zertifizierung liefern. Sie soll auch helfen, die noch immer bestehende Unsicherheit am Markt in diesen Fragen zu mindern. Angaben zum Referenten/Moderator Klaus Kurre Details ausblenden | |
| There's gold in them thar hills! Business models today and tomorrow
Hugh Keith Podiumsdiskussion (max. 90 Minuten), English - Block 7.4 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal C Contrary to certain widespread misconceptions, the translation industry sports many different business models - from coalface-hacking to diamond-cutting, from bulk to premium, from solo climbing to global networking, from resolutely low-tech to determinedly techno-dependent. On the panel, a group of experienced, successful exponents of a broad range of business models will review their approaches to clients, colleagues and working methods, and also touch on the social trends driving new business models such as repurposing and crowd-sourcing. The aim is to identify the areas where skilled and dedicated translators might choose to focus their efforts to build practices that are both intellectually stimulating and lucrative. The discussion will be followed by a Q&A session. Angaben zum Referenten/Moderator Hugh Keith Hugh Keith (moderator) taught translation and interpreting at Heriot-Watt University in Edinburgh before becoming a full-time freelancer. He also runs English workshops for interpreters and translators. Panel: Bill Maslen: Managing Director of The Word Gym, specialising in the writing and translation of copy for advertising, marketing and other creative purposes. Founded back in 1990, The Word Gym is now a highly technologised "virtual firm" using Web 2.0 software for team collaboration. Terence Oliver joined Unilever Germany as a staff translator in 1971. and in 1984 became a freelance technical translator (German–English), covering a wide range of business and technical content. Chris Durban is a freelance translator (Fr>Eng) based in Paris who has over 30 years’ experience working for a portfolio of demanding clients, primarily in the private business and finance sector. Chris is a regular speaker at translator events in many countries, often on business-related topics. Terence Lewis entered the world of translation as a young novice in an Italian religious order when he was instructed to translate some of the founder's speeches.After leaving the order he worked as a translator for Unesco and as a lexicographer for Harrap,before setting up his own translation firm. Later in life he taught himself to program and has devoted the past decade exclusively to machine translation in a partnership with Siemens Nederland. Nick Rosenthal is a former management accountant who runs a translation company specialising in the high-tech sector. Nick has also been actively involved in professional development for translators for the past 25 years, and currently chairs the Council of the UK professional body, the Institute of Translation and Interpreting. Details ausblenden | |
| Rentables Arbeiten als Konferenzdolmetscher - Aufwand, Kosten, Honorare Julia Böhm Profitable work as a conference interpreter – Expenses, costs and fees Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 7.5 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal D Die drei Grundthesen zu diesem Seminar lauten: -Eine Vollzeittätigkeit als Konferenzdolmetscher muss rentabel genug sein, damit sich daraus dasselbe Nettoeinkommen erwirtschaften lässt wie das anderer Akademiker desselben (Dienst)alters, d.h. eines, das ausreicht, um eine Familie zu versorgen. -Dieses Einkommen muss zu erwirtschaften sein, ohne dass der KD an seinen Ressourcen zehrt, die die Grundlage des Wirtschaftens sind (ohne regelmäßige Wochenend-/Nachtarbeit oder Überstunden), d.h. nachhaltiges Wirtschaften ist wichtig. -Das Einkommen muss ausreichen, damit der KD, wie jeder Arbeitnehmer, eine Risikoabsicherung für Alter, Krankheit, Berufsunfähigkeit und schlechte Zeiten (~ Arbeitslosigkeit) finanzieren kann, ggf. inklusive einer entsprechenden Absicherung für seine Familie. Welche Einflussfaktoren sind hierbei zu berücksichtigen, und wie viel muss mein "Unternehmen auf zwei Beinen" erwirtschaften, um diese Thesen zu erfüllen? Damit befasst sich das Seminar von Julia Böhm et al. Angaben zum Referenten/Moderator Julia Böhm Julia Böhm, Dipl.-Dolm. (Univ. Heidelberg, 1996), freiberufliche Konferenzdolmetschern und organisierende Dolmetscherin. Erste Veröffentlichungen zum Kosten- und Aufwandsthema 2003 im MDÜ. Seitdem weitere Verbreitung der Überlegungen zu diesem Thema in Seminaren, Vorträgen und Veröffentlichungen für BDÜ und aiic. Seit 2010 Mitglied der Arbeitsgruppe Honorarstrukturen der aiic Region Deutschland. Zur Entstehung und Weiterentwicklung der Veröffentlichungen und des Vortrags haben maßgeblich beigetragen: Anja Rütten und Angelika Eberhardt, sowie die Mitglieder der Arbeitsgruppe Honorarstrukturen der aiic. Details ausblenden | |
| Across Personal Edition für freiberufliche Übersetzer - universelles Tool für Serverzugriff und Einzelplatzbetrieb Nicole Keller Across Personal Edition for freelance translators – a universal tool for server access and stand-alone operation Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 7.8 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 1 Der Across Language Server ist die zentrale Plattform für alle Sprachressourcen und Übersetzungsprozesse im Unternehmen. Die integrierte Lösung beinhaltet ein Translation Memory, ein Terminologiesystem sowie Funktionen zu Qualitätssicherung und einen universellen Übersetzungseditor. Auch Komponenten für die Steuerung und Abwicklung von Übersetzungsprojekten stehen als Standardfunktion zur Verfügung. Projektmanager, Übersetzer und Korrektoren – interne wie externe – arbeiten Client/Server-basiert mit maximaler Effizienz und konsistenten Daten. Korrespondierende Prozesse und Systeme können nahtlos angebunden werden. Für freiberufliche Übersetzer steht mit der Across Personal Edition ein Produkt zu Verfügung, das in einzigartiger Weise sowohl als voll umfängliches Einzelplatzsystem verwendet werden als auch sich als Client mit dem Language Server eines Auftraggebers verbinden kann. So können sie zum einen unmittelbar in die Übersetzungsprozesse eingebunden werden und zum anderen die Sprachressourcen des Translation Memory und der Terminologiedatenbank für die Bearbeitung ihres Übersetzungsauftrags nutzen. Die Nutzung der Personal Edition ist kostenlos. Darüber hinaus bietet Across kostenfreie Fortbildungsmöglichkeiten sowie ein Qualifizierungsprogramm an und unterstützt durch eine Webvisitenkarte zusätzlich den Übersetzern bei der Auftragssuche. Angaben zum Referenten/Moderator Nicole Keller Dr. Nicole Keller ist Dozentin am Seminar für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Heidelberg. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Translation-Memory-Systeme und Terminologiedatenbanken sowie das Übersetzen medizinischer Fachtexte. Seit vielen Jahren arbeitet sie als freiberufliche Trainerin für Across und andere Translation-Memory-Systeme. Außerdem ist sie als Beraterin für computergestützte Übersetzungstools und Terminologiedatenbanken sowie als freiberufliche Übersetzerin tätig. Details ausblenden | |
| Neue Werkzeuge und Technologien: Tablet PC – Spielzeug oder hilfreiches Arbeitsgerät?
Natascha Dalügge-Momme New tools and technologies: The tablet PC – a toy or a useful piece of equipment? Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch oder Französisch - Block 7.13 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 6 iPads, oder allgemeiner Tablet PC, sind inzwischen in der Industrie, Wirtschaft und sogar in der Wissenschaft als nützliche, mobile Hilfsmittel anerkannt. Unsere Zunft tut sich etwas schwerer mit dieser Anerkennung. Die Palette der Fragen ist groß: Von „Erleichtern sie dem Anwender das Leben?“ bis „Sind sie für (mobile) Freiberufler unumgänglich?“ In diesem Vortrag sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden das iPad und Tablet PC für die Arbeit des Übersetzers und Dolmetschers einzusetzen. Die Bereiche, in denen sie eingesetzt werden können fangen bei Kalender- und Erinnerungsfunktionen an, gehen über Office-Anwendungen, die es ermöglichen unterwegs Texte zu schreiben, Tabellen oder Präsentationen anzulegen und zu ändern – auch in Windows-kompatiblen Formaten -, Recherche-Werkzeuge (Internet, Lexika, Wörterbücher u. a.), eine Kommunikationszentrale (E-Mail, Telefon via z. B. Skype, Kurznachrichten, Fax-Anwendungen etc.), dienen der Organisation (Zeitmanagement, Diktierfunktionen, Bahnfahrten, Flüge und Hotels buchen, Navigation mit GPS), der Weiterbildung (Filme, Podcasts – z.B. Universitätsvorlesungen, Internet-Radio, Nachrichten, Lernkarten für Terminologie, Bücher und Zeitschriften lesen) bis hin zu Hilfsprogrammen (Umrechnungsprogrammen von Währung und anderen Einheiten), zur Entspannung auf der Rückreise von einem Termin (Musik, Filme, Spiele und auch Bücher lesen) und zum Fotografieren und Filmen für private oder geschäftliche Zwecke. Universell und zweckmäßig einsetzbar? Vielleicht. Natascha Dalügge-Momme 1. Vorsitzende des ADÜ Nord www.adue-nord.de natascha@adue-nord.de Angaben zum Referenten/Moderator Natascha Dalügge-Momme 1. Vorsitzende des ADÜ Nord Mitglied des FIT-Komitees Juristisches Übersetzen und der Arbeitsgruppe Juristisches Übersetzen Dolmetscherin und Übersetzerin in den Bereichen Recht, Technik und Marketing (Französisch, Russisch und Englisch) Details ausblenden | |
| Softwarehilfsmittel in der Ausbildung von Fachübersetzern: Nachhaltige Ausbildung gefordert Lisa Link Software aids in the training of specialist translators: Sustainable training required Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.14 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 7 Der Einsatz von übersetzungsrelevanten Softwarehilfsmitteln beim Fachübersetzen ist nicht mehr wegzudenken. Deswegen sollten die entsprechenden Softwarehilfsmittel in der Hochschulausbildung von Fachübersetzern ein fester Bestandteil des Curriculums sein. Ausgehend von der Tatsache, dass das Wissen über Softwareanwendungen eine sehr kurze Halbwertszeit hat, wird der Frage nachgegangen, wie man angehende Fachübersetzer im Bereich übersetzungsrelevanter Softwarehilfsmittel nachhaltig ausbilden kann. Der Vortrag stellt die unterschiedlichen Sichtweisen und Ansprüche von Softwareherstellern, Studierenden und Hochschullehrenden dar sowie deren Auswirkung auf das Lehren und Lernen von Softwarehilfsmitteln. Es wird aufgezeigt, warum eine Mischung aus Theorie und Praxis ein vielversprechendes Konzept ist, um Studierenden nachhaltiges Wissen über Softwarehilfsmittel zu vermitteln. Angaben zum Referenten/Moderator Lisa Link Lisa Link, Prof. Dr. phil. Seit 2009 Professorin für Sprachdatenverarbeitung und Fachkommunikation im Studiengang Internationale Fachkommunikation an der Fachhochschule Flensburg. Forschungsschwerpunkte: Fachkommunikation, interkulturelle Kommunikation, E-Learning, Wissensvermittlung, angewandte Sprachtechnologie Details ausblenden | |
| Translating renewables German/English
Craig Morris Vortrag (max. 30 Minuten), englisch oder deutsch - Block 8.1 - 29.09.2012, Raum: Audimax This is the abstract of my presentation at this week's ATA conference, where I am holding a 3-hour workshop and 1-hour presentation. Please let me know whether you want me to do one or both (or take part on a panel, etc.), and in German or English (I don't care): === Translators in the renewables sector face particular challenges because so many technologies are just now being developed, and the terminology is not always set yet. Fortunately, online resources are helpful for German and English, though Germany remains a print-driven market, which limits access. Furthermore, because renewables still rely so much on policy, differences in national laws sometimes require explaining. The seminar will focus on difficult text samples in solar, biomass, wind, passive houses, and policy. For acquisitions, the renewables sector is still growing, and we should not forget suppliers, such as float glass and screen printing for solar panels. But consolidation may make direct-client acquisitions harder for freelancers. Angaben zum Referenten/Moderator Craig Morris Craig Morris has a Masters in German from the University of Texas. After teaching at the University of Freiburg from 1993-98, he worked as a freelance translator. In 2002, he decided to focus on renewable energy and set up his own website, Petite Planète, to have a clearer profile. That year, he began publishing articles on energy for Heise.de. He has since published two books on energy, one in German and one in English, edited two magazines, and heads RenewablesInternational.net, will be published as a bimonthly starting in 2012. Petite Planète has worked with every major German magazine that publishes in English. Details ausblenden | |
| "Nun sag, wie hast du's mit der Typografie?" – Eine Gretchenfrage an den translatorischen Berufsstand Jürgen F. Schopp “Tell me now, how do you feel about typography?” – a litmus test for the translation profession Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 8.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A Die zur Translation bestimmten Texte liegen heute in den meisten Fällen bereits im typografischen Präsentationsmodus vor. Ebenso unterliegen Translate in der Regel als Zwischenprodukt einer typografischen Bearbeitung bzw. sollen als Endprodukt publikationsfertig gestaltet sein. Daher ist die Typografie ein Faktor, der unter dreifachem Aspekt bei der Translation und im translatorischen Curriculum zu berücksichtigen ist: 1. als semiotisches Phänomen, d.h. zum einen, dass mit dem kulturspezifischen Vorkommen typografischer Zeichen und ihrer Anwendung zu rechnen ist bzw. dass typografischen Zeichen (wie z.B. dem Schriftcharakter) kulturspezifisch unterschiedliche Bedeutungen zugesprochen werden (Typografie als visuelles Übersetzungsproblem); hinzu kommt vor allem bei literarischen Texten, dass die Verwendung typografischer Zeichen von einem Autor als Teil des Werkes intendiert sein kann oder als Mittel genutzt wird, innerhalb des Textes Exemplare anderer Textsorten visuell abzugrenzen und zu integrieren („Text-im Text“); 2. unter dem Aspekt der visuellen Gestaltung des Translats; hier spielen Kenntnisse der Kulturspezifik typografischer Zeichen sowie der typografischen Konventionen von Ausgangs- und Zielkultur (als „Orthotypografie“) ebenso eine Rolle wie Einblicke in den professionellen Produktionsprozess typografisch gestalteter zielkultureller Medien; 3. als Kosten-Faktor in unterschiedlichen Phasen der Bearbeitung eines translatorischen Auftrags, angefangen von der Anfrage mit dem darauf folgenden Angebot über die Anfertigung des Translats (u.U. als „Mehrwertdienstleistung“) bis ggf. zur Kundenkorrektur. Angaben zum Referenten/Moderator Jürgen F. Schopp Nach Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit im grafischen Gewerbe Abitur (Abendgymnasium) und Studium der nordischen Sprachen in Kiel und Turku (Finnland). Seit 1979 in der finnischen Dolmetscher- und Übersetzerausbildung tätig, mit gelegentlichen translatorischen und typografischen Aufträgen. 2005 finnischer Doktorgrad mit der Abhandlung „Gut zum Druck? - Typografie und Layout im Übersetzungsprozess“. Leitung mehrerer Fortbildungsveranstaltungen bei translatorischen Berufsverbänden zum Thema Typografie und Translation sowie zahlreiche Artikel zu diesem Themenbereich und allgemeinen beruflichen Aspekten. Details ausblenden | |
| Professionalität und Rechnungsgrundlagen
Wie die Professionalität durch perverse Abrechungsusanzen unterwandert wird
Wie die Honorare anders zu gestalten und kontrollieren wären
Paul Gregory Professionalism and billing principles. How professionalism is undermined by perverse billing conventions. How fees could be calculated and checked differently. Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 8.4 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal C Einführend wird die Praxis beschrieben, Übersetzungen nach Textmengen abzurechnen und sonst auf Stunden auszuweichen. Tatsächlich aber lässt sich der Aufwand nicht skalieren sondern nur komplexer nach Menge + Termini + Stolpersteine beziffern. Stolpersteine lassen sich nach Abschluss einer Übersetzung gut identifizieren und beziffern, im voraus aber nicht. Eine Profession wird u.a. dadurch definiert, dass Auftraggeber/Zahlende von den eigentlichen Nutzern zu unterscheiden sind. Der Professionelle (Arzt, Anwalt, Übersetzer/Dolmetscher) zeichnet sich zudem durch eine Verpflichtung zur Sache (Gesundheit, Recht, Kommunikation) aus. Professionalität ist entschieden nicht mit "geschäftstüchtig", "fachlich" oder "normenkonform" gleichzusetzen. Den vorherigen Faden aufnehmend werden die Abwälzung von Preisrisiken auf den Leistungserbringer sowie die spurious precision abgelehnt. Als Alternative werden mehrjährige Rahmenverträge mit Mindestauftragsvolumen empfohlen. Diese ermöglichen ein Jahr vor Auslauf eine Bestandsaufnahme der Erfahrungen und somit den Austausch zwischen den Partnern. Der Übersetzer stellt für den Auftraggeber Humankapital dar, auf das dieser nicht mehr leichtfertig verzichtet, und wird entsprechend für die Einarbeitung in das jeweilige Fachgebiet zuverlässig entlohnt. Somit wird Qualität mit Langzeitanreizen gefördert. Zudem wäre wünschenswert, die Auftraggeber – mit qualifiziertem Sprachpersonal ausgestattet – würden den Preis für eine bestimmte Aufgabe selber beziffern und dann den besten verfügbaren Übersetzer dafür auswählen: Auch dies wäre Markt. Es wird dafür plädiert, den Weg hin zu diesen Verbesserungen nicht als utopisch anzusehen: Im Gegenteil können wir erst Fortschritte machen, wenn wir wissen, wo wir hinwollen. Die derzeitige Alternative besteht darin, die Leistung auf die vermutete Zahlungsbereitschaft des Auftraggebers zuzuschneiden mit entsprechenden Nachteilen für die eigentlichen Nutzer, die Kundenkommunikation und den Beruf. Angaben zum Referenten/Moderator Paul Gregory Erster Deutschunterricht mit 13 Jahren in England im Jahre 1965. Dort Studium der Philosophie. Seit den frühen siebziger Jahren vorwiegend in der Bundesrepublik, zuerst als Sprachlehrer und seit Mitte der achtziger Jahre freiberuflicher Übersetzer und gelegentlich Dolmetscher (auch für Französisch). Ab 1979 in Hamburg und seit 2000 in Berlin. Erfahrungen in den meisten Fachgebieten, zuletzt bei Finanzen und Wirtschaftsprüfung. Langjähriges Engagement für die Wirtschaftsethik, aber auch Distanzierung wegen des verbreiteten Missbrauchs des Begriffes. Mehrere Veröffentlichungen dazu als auch von philosophischen Schriften zum Thema Liebe. Details ausblenden | |
| Translation as Expenditure for Language Service Buyers, or Why Plumber will Always be Paid More than Most of Us Oleg Rudavin Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 8.4 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal C A while ago I tried to analyze my family expenditures, split them into categories and understand which of them bite off the biggest lump of the family budget. Suddenly it occurred to me that expenditures, if viewed as categories, are very much alike both for human beings and businesses, even though specific items bought are quite different. Both can't do without buying basic needs (like food and clothing for people or raw materials and human resources for businesses); both pay for education and information; both spend funds for safety and security; both would be happy if the tax burden was not so severe... What is the underlying attitude of lunguistic service buyers to translation as a commodity? Do they see it as something useful, or even an intergral part of their products or services? Or, on the contrary, do they regard it as inevitable evil? Will translation ever become a status thing, something to boast about, like a Ferrari or Rolex? Why will certain types of translation never be paid for as high as others? This somewhat strange perspective will in fact be an eye-opener. I will categorize different types of translation and describe clients' attitude to them. This structure will be especially useful for beginner translators who are in the process of choosing their areas of specialization. And besides, it will give a definitive answer to the so frequently asked question: why doctors, lawyers or plumbers can (and do!) charge more than translators. Angaben zum Referenten/Moderator Oleg Rudavin Graduate of Kharkiv State University (1985), majoring in English. Translator and interpreter since then. Freelancer since mid-90's. Author of a few books including "Internet Freelancing: Practical Guide for Translators". Former ProZ.com moderator. Speaker at more than 10 conferences across Europe focusing on trends in the translation industry and freelancing aspects. Organizer of two translation conferences in Kharkiv and a number of training sessions and workshops. Details ausblenden | |
| Machine translation: Squeezing meaning out of words Josep Bonet Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 8.6 - 29.09.2012, Raum: Senatssaal The last twenty years have seen a radical change in the way a translator, or at least a governmental one, works. Translation computerisation has introduced many significant changes to the business, even more in the institutional world. First it was possible to 'see' what a fellow translator was doing. Better cross-language consistency was possible. Full-text search capabilities next allowed checking what translators of the same target language had produced. Terminological and phraseological differences were identified and much more consistency was introduced in the translations produced, as well as a slow change in the way translators looked at terminology. The corpus catered for living terminology, right or not so right, but certainly living. Translation memories allowed re-using text, full sentences needed no translation or just small adaptations. Productivity and consistency grew further since it was easier to identify re-usable material. Not only difficult terms were looked for, but just anything. But the orange was only half squeezed. The text contains much more than what translation memory technology offers to you. It contains sub-sentence information or information about which prepositions go with a given verb and in which order. Computers can extract a significant amount of this information. Data-driven machine translation does this by applying statistics to corpora. But is this machine translation useful for translators? If many will argue that post-processing machine output is boring and little rewarding, machine translation can be used combined with traditional memories to cover 100% of the text to be translated. We will share with you experience with machine translation gathered in the world's biggest institutional translation service, the European Commission's Directorate-General for Translation. Angaben zum Referenten/Moderator Josep Bonet Josep Bonet is Head of the IT Unit in the European Commission's Directorate-General for Translation, the biggest institutional translation service in the World. He is a trained scientist and was a translator for the EU for almost seven years. He's been a middle manager since 1998, first managing translation into Spanish, until 2003, and in charge of language applications, terminology databases and general IT for translators since then. He likes to think that he knows both sides of the business, as a practitioner and as a technologist. Details ausblenden | |
| Kritische Kompetenz beim Recherchieren Kerstin Eisenreich Critical competence in researching Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 8.8 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 1 Die Ressourcen im Internet eröffnen uns heute Recherchemöglichkeiten, die ich mir in meinem Übersetzerstudium und als Berufsanfängerin oftmals gewünscht hätte. Inzwischen hat mir meine langjährige Tätigkeit als (Übersetzerin und) Hochschuldozentin für Fachübersetzen neben den Vorteilen auch die Nachteile dieser Wissensressourcen für die Studierenden gezeigt. Einerseits gehören die jungen Berufskollegen zu jener Generation Internet, die wir in allen Bereichen der Gesellschaft ausmachen. Dies geht oft einher mit einer gewissen „Internethörigkeit“ oder „Internetgläubigkeit“. Andererseits führt gerade diese Fülle an zugänglichen Informationen dazu, dass die Recherche mitunter bis ins Äußerste getrieben wird, weil man sich immer noch nicht sicher ist, das Richtige gefunden zu haben. Letzteres ist angesichts der Kurzfristigkeit der meisten Aufträge heute geradezu gefährlich. Angehende Fachübersetzer und auch Dolmetscher sowie Berufseinsteiger benötigen daher eine gut entwickelte kritische Kompetenz, um die Wertigkeit von Rechercheergebnissen richtig einzuschätzen und die Suche nach Informationen effektiv zu gestalten. Dabei sollten die traditionellen Printmedien nicht zu kurz kommen, lassen sich doch Terminologie und Sprachgebrauch in Fachbüchern, Fachzeitschriften z. T. wesentlich zuverlässiger analysieren und recherchieren als im Internet. Was ist also kritische Kompetenz und wie kann sie jeder selbst entwickeln? Anhand praktischer Beispiele und im Austausch mit den Anwesenden möchte ich Antworten auf diese Fragen geben. Dabei soll auch ein Überblick über das Recherchevorgehen und die Verifizierung von Ergebnissen einbezogen werden. Angaben zum Referenten/Moderator Kerstin Eisenreich 1993 Abschluss als Diplomsprachmittler für Russsich und Spanisch, Universität Leipzig seit 1996 haupt- und nebenberuflich als selbstständige Übersetzerin und Dolmetscherin tätig seit 2003 Lehrbeauftragte Fachübersetzen Spanisch an der Hochschule Magdeburg-Stendal seit 2011 Vertretungsprofessorin Russisch/Translationswissenschaft Hochschule Magdeburg-Stendal Lehrgebiete: juristisches Übersetzen und Fachübersetzen Russisch-Deutsch, Spanisch-Deutsch, Sprachkompetenz Spanisch, Simultandolmetschen, Grundlagen des Übersetzens Details ausblenden | |
| There's an app for that! Apples iPad als Werkzeug (und Spielzeug) für Dolmetscher Alexander Drechsel Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch und/oder Englisch - Block 8.9 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 2 Mit dem iPad hat Apple nicht nur ein Marktsegment neu definiert, sondern schickt sich an, die mobile Computernutzung zu revolutionieren. Dolmetscher sind "mobile Arbeiter" par excellence und können in dem Tablet aus Kalifornien eine Ergänzung, wenn nicht sogar Alternative, zum klassischen Notebook finden. Dieser Workshop stellt Hard- und Software des iPads mit allen Stärken und Schwächen ausführlich vor und bespricht, wie Dolmetscher es sinnvoll für die Arbeit daheim, unterwegs und in der Kabine nutzen können. Aus eigener, umfangreicher Erfahrung schöpfend werden Workflows, App-Empfehlungen und empfehlenswertes Zubehör vorgestellt und mit den Teilnehmern ausprobiert. Es wird ausreichend Gelegenheit gegeben, Fragen zu stellen und im Teilnehmerkreis zu diskutieren. Darüber hinaus werden weiterführende Informationsquellen vorgestellt Der Workshop richtet sich sowohl an Dolmetscher, die bereits ein iPad nutzen (egal, ob beruflich oder privat), als auch an diejenigen, die eine Anschaffung planen und sich vorab ausführlich informieren möchten. Angaben zum Referenten/Moderator Alexander Drechsel Alexander Drechsel ist Diplom-Dolmetscher für Englisch, Französisch und Russisch und hat einen Europäischen Masters-Abschluss (EMCI) für Rumänisch. Er ist Mitglied im Verband der Konferenzdolmetscher (VKD) und hat in Leipzig und Germersheim studiert. Seit 2007 arbeitet er als Konferenzdolmetscher bei der Europäischen Kommission in Brüssel und ist dort Terminologiekoordinator der Deutschen Kabine. Details ausblenden | |
| SDL Trados Studio 2011 effizient nutzen - Tipps & Tricks vom SDL-Betatester und -Trainer Jerzy Czopik Using SDL Trados Studio 2011 efficiently – Tips and tricks from a SDL beta tester and trainer Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch und/oder Englisch - Block 8.10 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 3 Das Tool SDL Trados Studio 2011 ist allgemein gut bekannt. Aufgrund der immensen Fülle an Funktionen wird es aber sehr oft unzureichend genutzt. Mit geringem Aufwand kann jedoch das in diesem Programm verstecke Potential geweckt werden. Der Workshop soll zeigen, wie schnell und einfach Kundenprojekte vorbereitet und übersetzt werden können. Außerdem werden zahlreiche praktische Tipps zu Fehlervermeidung sowie zu Fehlerbehebung vermittelt. Der Workshop richtet sich an alle, die SDL Trados Studio 2009/2011 bereits einsetzen. Angaben zum Referenten/Moderator Jerzy Czopik Geboren in Krakau, Polen. Vor der Ausreise nach Deutschland im Jahre 1986 studierte ich Maschinenbau an der Technischen Hochschule zu Krakau. Den Abschluss als Dipl.-Ing. der Antriebstechnik machte ich dann schon an der Universität Dortmund. Seit 1990 bin ich als selbständiger Übersetzer und Dolmetscher tätig. Außerdem bin ich anerkannter SDL-Trainer sowie LICS-Auditor. Neben meiner beruflichen Tätigkeit bin ich in vielen sozialen Übersetzer-Netzwerken aktiv. Details ausblenden | |
| Strukturierte Terminologiearbeit als Grundlage einer effizienten Übersetzung am Beispiel der Across Personal Edition Nicole Keller Structured terminology work as the basis of efficient translation, using the example of Across Personal Edition Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 8.11 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 4 Viele Übersetzer scheuen sich immer noch vor dem Thema Terminologiearbeit, dabei spart eine gut gepflegte Terminologiedatenbank sehr viel Zeit und steigert kontinuierlich die Übersetzungsqualität durch konsistente Verwendung von Fachbegriffen. Der Workshop soll zeigen, wie auf einfache und schnelle Weise eine effektive Eintragsstruktur erstellt und die Terminologiedatenbank nach den individuellen Bedürfnissen angepasst werden kann. Die anschließende Integration eines Terminologiebestandes in den Übersetzungsprozess erfolgt automatisch. Die weitere Pflege während des Übersetzungsprozesses gestaltet sich anschließend sehr einfach mit maximalen Nutzen. Die Across Personal Edition dient als Beispiel für diesen Workshop und die verschiedenen Abläufe, um die Vorgehensweise praktisch zu demonstrieren. Die Nutzung der Across Personal Edition ist kostenlos. Darüber hinaus bietet Across kostenfreie Fortbildungsmöglichkeiten sowie ein Qualifizierungsprogramm an und unterstützt durch eine Webvisitenkarte zusätzlich den Übersetzern bei der Auftragssuche. Angaben zum Referenten/Moderator Nicole Keller Dr. Nicole Keller ist Dozentin am Seminar für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Heidelberg. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Translation-Memory-Systeme und Terminologiedatenbanken sowie das Übersetzen medizinischer Fachtexte. Seit vielen Jahren arbeitet sie als freiberufliche Trainerin für Across und andere Translation-Memory-Systeme. Außerdem ist sie als Beraterin für computergestützte Übersetzungstools und Terminologiedatenbanken sowie als freiberufliche Übersetzerin tätig. Details ausblenden | |
| memoQ Grundlagen-Workshop Renate Dockhorn memoQ fundamentals workshop Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), deutsch - Block 8.12 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 5 In diesem Workshop, der sich an Kolleginnen und Kollegen ohne Erfahrung mit memoQ richtet, erhalten die Teilnehmer einen einführenden Überblick über das System, den Projektablauf und die Übersetzung mit memoQ. Dabei geht die Referentin auf Parallelen zu anderen Translation-Memory-Systemen ein und zeigt Möglichkeiten zum Austausch zwischen den Systemen auf. Angaben zum Referenten/Moderator Renate Dockhorn Renate Dockhorn ist Diplom-Übersetzerin und Master of Arts (MA) im Bereich Terminologie und Sprachtechnologie. Seit 1999 leitet sie gemeinsam mit ihrem Mann „Dockhorn Übersetzungen und Schulungen“. Ihre Fachgebiete sind technische Übersetzungen und Übersetzungen im Bereich Pharma und Chemie und darüber hinaus in stark wachsendem Maße Schulungen von Translation-Memory-Systemen und Terminologieverwaltungssystemen. Ehrenamtlich ist sie als Bundesreferentin für Aus- und Weiterbildung im BDÜ und als Vizepräsidentin für die Bereiche „European Affairs and Technology“ im Lenkungsausschuss der FIT Europe tätig. Details ausblenden | |
| Berufliche Versicherungen für Dolmetscher und Übersetzer zur Absicherung existenzbedrohender Risiken Dieter Boss, André Sassenberg Professional insurance policies for interpreters and translators as cover against existence-threatening risks Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), deutsch - Block 8.13 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 6 Der 90-minütige Workshop bietet eine Einführung in die wichtigsten beruflichen Versicherungen für Dolmetscher und Übersetzer zur Absicherung existenzieller Risiken. Es werden die Unterschiede zwischen der Berufs- und der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung dargelegt. Anhand von Beispielen aus der beruflichen Praxis der Dolmetscher und Übersetzer wird aufgezeigt, welche Schadenfälle eintreten können und wie die Regulierung einerseits bzw. die Abwehr unberechtigter Ansprüche andererseits durch den Versicherer erfolgt. Die Haftpflichtversicherungen können durch eine Rechtsschutzversicherung ergänzt werden, die sowohl ein aktives Forderungsmanagement als auch eine telefonische anwaltliche Beratung beinhaltet. Zur Absicherung beruflicher vertraglicher Streitigkeiten kann der Versicherungsschutz um einen Berufs-Vertrags-Rechtsschutz erweitert werden. Der Workshop bietet den Teilnehmern Gelegenheit, ihre Fragen rund um die beruflichen Versicherungen zu stellen. Angaben zum Referenten/Moderator Dieter Boss, André Sassenberg Dieter Boss ist als unabhängiger Versicherungsmakler Inhaber der 1991 gegründeten Boss-Assekuranz. Seit dem 1. Mai 2006 betreut die Boss-Assekuranz als "Versicherungsmakler für den BDÜ" dessen Mitglieder in sämtlichen Versicherungsangelegenheiten. Zwischenzeitlich werden 12 Versicherungsprodukte mit Sonderkonditionen für BDÜ-Mitglieder angeboten. André Sassenberg, Büroleiter der Boss-Assekuranz, zeichnet verantwortlich für den Bereich Sachversicherungen. Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind die beruflichen Versicherungen für Dolmetscher und Übersetzer. Details ausblenden | |
| Hilfe, holt mich hier raus! Überlebenstraining im Dschungel der Übersetzungswerkzeuge… Klaus Kurre Get me out of here! Survival training in the jungle of translation tools Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 8.14 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 7 Nachdem die Hersteller von Übersetzungswerkzeugen mangels vorhandener Standards lange Jahre auf proprietäre Formate zur Bearbeitung und zum Datenaustausch gesetzt haben, zeigen die letzten Jahre eine erfreuliche Hinwendung zur Unterstützung anerkannter Austauschformate wie TMX, TBX und XLIFF. Die Forderungen nach Kompatibilität und Interoperabilität von Übersetzungsdienstleistern scheinen erhört worden zu sein. Dass der Datenaustausch zwischen verschiedenen Werkzeugen dennoch nicht immer reibungslos funktioniert, ist inzwischen bekannt. Dieser Workshop zeigt an Fallbeispielen die Möglichkeiten und Grenzen der Kompatibilität und Interoperabilität der Übersetzungswerkzeuge Across, Déjà Vu, memoQ, SDL Trados & Wordfast auf. Es werden verschiedene, häufig auftretende gemischte Szenarien bei Übersetzung und Korrektur präsentiert. Die Teilnehmer erhalten dabei wertvolle Tipps, was sie beachten müssen, wenn sie so viele Aufträge wie möglich mit dem Tool ihrer Wahl bearbeiten möchten, ohne Datenverluste zu riskieren. Angaben zum Referenten/Moderator Klaus Kurre Als ehemaliger Übersetzer, Dolmetscher und Projektmanager bietet Klaus Kurre seit 2001 Beratung, Schulung und Support zu den gängigsten Tools der Lokalisierungsbranche an. Seit 2010 arbeitet er als zertifizierter Trainer und Berater im Bereich Übersetzung und Lokalisierung bei der Loctimize GmbH (www.loctimize.com) in Saarbrücken. Er war zwei Jahre als Dozent an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt tätig und ist Lead-Auditor zur LICS®-Zertifizierung gemäß EN 15038 mit spezieller Ausrichtung auf die Zertifizierung von Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Details ausblenden | |
| Die Leichtigkeit des Übersetzens: Einführung in MetaTexis für Word Hermann Bruns The lightness of translating: Introduction to MetaTexis for Word Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 8.15 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 8 In den letzten Jahren sind viele Translation-Memory-Tools zu gewaltigen Software-Kolossen mutiert, die nicht nur teuer, sondern auch benutzerunfreundlich sind (sofern sie denn überhaupt reibungslos funktionieren). MetaTexis für Word stellt eine wohltuende Ausnahme dar: Es ist nahtlos in Microsoft Word eingebunden, und die Bedienung ist relativ einfach und schnell erlernbar, obwohl der Funktionsumfang in den meisten Bereichen ebenso komplett ist wie bei den Konkurrenzprodukten - zu denen MetaTexis weitgehend kompatibel ist, da alle wichtigen Industriestandards unterstützt werden. MetaTexis stellt daher das ideale Werkzeug für den freiberuflichen Übersetzer dar. Dieser Workshop führt in die Grundlagen und die Bedienung von MetaTexis für Word ein. Folgende Themen bilden die Schwerpunkte: - Projektstart: So schnell kann es gehen - Anzeige und effiziente Verarbeitung von TM- und Terminologie-Ergebnissen - Kompatibilität: Bearbeiten von TRADOS-Dokumenten - Import und Export von Datenbanken (TMX, Wordfast, SDL, TRADOS) - Aufbau und Nutzung von Terminologie-Datenbanken - Statistiken und Analysen (Weitere Themen können je nach Bedarf der Kursteilnehmer kurzfristig und flexibel hinzugefügt werden.) Angaben zum Referenten/Moderator Hermann Bruns Hermann Bruns ist der Entwickler von MetaTexis für Word. Bevor er als Software-Entwickler tätig wurde, arbeitete er als Volkswirt und Übersetzer. Details ausblenden | |
| Was kostet ein "Match"?
Sinnvolle Gewichtung oder verdecktes Preisdumping? Ralf Lemster What does a “match” cost? Sensible weighting or covert price dumping? Podiumsdiskussion (max. 90 Minuten), Deutsch - Block 9.4 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal B Ein immer wieder kontrovers diskutiertes Thema ist die Abrechnung von Übersetzungen, bei denen datenbankgestützte Übersetzungssoftware (so genannte "CAT-Tools") zum Einsatz kommen. Viele sehen die Praxis, gewichtete Abrechnungssätze anzuwenden, sehr kritisch - gewissermaßen als Rabattierung "durch die Hintertür". Andere berichten von positiven Effekten im Einsatz solcher Instrumente. Die Konferenz bietet eine gute Plattform zur Diskussion dieses Themenbereichs. Auf Basis einiger einleitender Praxisbeispiele wollen wir in eine Diskussion eintreten und dabei folgende Beteiligte einbinden: Freiberufler, Vertreter von Sprachendiensten, Vertreter von Softwareherstellern, evtl. Vertreter von Ausbildungsinstitutionen. Angaben zum Referenten/Moderator Ralf Lemster Ralf Lemster (Moderation) (Details siehe vorhergehende Einreichung) Jerzy Czopik (zugesagt) Daniel Brockmann - SDL (zugesagt) Hans Pich - DSC Berlin (noch anzufragen) Details ausblenden | |
| The role of visual input in simultaneous interpreting Kilian Seeber Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 9.5 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal D One corollary of the rapid and pervasive spread of information and communication technologies is a world in which as individuals we are rarely exposed to isolated stimuli. Instead, we are usually confronted with and simultaneously tend to sensory information on different channels (Lewandowski and Kobus 1993). The same might hold true for professional conference interpreters, who face a wide range of scenarios involving different input channels. At a time when content is delivered using an array of multimedia devices, speakers enrich their discourse with multimedia slide presentations the effects of which (on the simultaneous interpreting process) have not yet been studied comprehensively (Moser-Mercer 2005). AIIC’s Technical and Health Committee postulates that interpreters need to see the speakers' movements, expressions, gestures, any kind of projection (slides, overhead, video), and what's going on in the room, especially on the rostrum and at the speaker's podium (AIIC). The bulk of this research has focused on the effects of a very complex task on the actor (the interpreter) and the product (the interpreter’s output) while little progress has been made in understanding its effect on the process (the interpreting task). In 2011, I designed an eye-tracking experiment aimed at testing the applicability of this methodology to the study of multimodal processing in simultaneous interpreting (Seeber, in press). The results were encouraging, corroborating the notion that simultaneous interpreters will tend to available visual information during the processing of corresponding auditory information. In this paper I will present and discuss the results of different follow-up experiments focussing on the role of visual input during simultaneous interpreting in order to shed more light on the way in which this multi-modal information is processed in real time. Angaben zum Referenten/Moderator Kilian Seeber Kilian Seeber holds a BA in Translation and Interpreting and an MA in Conference Interpreting from the University of Vienna and a graduate degree and PhD in interpreting research from the University of Geneva. After his post-doctoral research in psycholinguistics at the University of York, he returned to the University of Geneva, where he was appointed Assistant Professor. He is currently the interim head of the Multilingual Interpreting Department at the Faculté de Traduction et d’Interprétation (FTI) at the University of Geneva. His main research interest has been on cognitive aspects of language processing, particularly on anticipation and working memory. He has authored and co-authored several journal articles and presented his research at various scientific conferences. Kilian is a practising conference interpreter and a member of the International Association of Conference Interpreters (AIIC). Details ausblenden | |
| Softwarelösungen für verteilt arbeitende Übersetzerteams und Übersetzungsdienstleister Daniel Zielinski Software solutions for decentralised translation teams and translation service providers Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 9.6 - 30.09.2012, Raum: Senatssaal Immer öfter bearbeiten Übersetzer Aufträge im Team. Dateien, Translation Memories und Terminologiedatenbanken werden dabei meist manuell ausgetauscht, da die gängigen Übersetzungstools für Freiberufler wenige Möglichkeiten für den gemeinsamen Datenzugriff bieten, vor allem wenn diese verteilt arbeiten. Lange Zeit haben die Softwarehersteller Teams aus freiberuflichen Übersetzern und kleinere Übersetzungsdienstleister in ihrer Produktentwicklung weitestgehend außer Acht gelassen und sich auf größere Unternehmen konzentriert. Seit einiger Zeit sind jetzt jedoch Softwarelösungen wie Déjà Vu TeaM Server, memoQ server und SDL GroupShare verfügbar, die kleineren Teams den gemeinsamen Zugriff auf Projekte, Translation Memories und Terminologiedatenbanken ermöglichen. Doch was leisten diese Lösungen wirklich und inwiefern sind sie für Teams aus Freiberuflern und kleinere Übersetzungsdienstleister interessant? Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuell verfügbare Systeme sowie deren Aufbau und Grundfunktionen. Danach werden die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Systeme vorgestellt und anhand von Übersetzungsprojekten aus der Praxis live demonstriert. Angaben zum Referenten/Moderator Daniel Zielinski Daniel Zielinski ist Diplom-Übersetzer für Italienisch und Französisch. Nach seinem Studium war er sechs Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Bereich Sprachdatenverarbeitung an der Universität des Saarlandes tätig. Seit 2010 arbeitet er als zertifizierter Trainer und Berater im Bereich Übersetzung und Lokalisierung bei der Loctimize GmbH (www.loctimize.com) in Saarbrücken. Details ausblenden | |
| Aufbau und Weiterentwicklung der Dolmetschkompetenz
Vera Cornel Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 9.8 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 1 Dieser Workshop richtet sich an Dolmetscher, Dolmetschdozenten und Studenten der entsprechenden Studiengänge und an diejenigen, die sich für das Dolmetschen interessieren und begeistern. Im Mittelpunkt des Workshops zum Thema „Aufbau und Weiterentwicklung der Dolmetschkompetenz“ steht ein systematischer Ansatz zur Aus- und Weiterbildung von Dolmetschern. Das System basiert auf vielen Jahren Lehr-, Arbeits- und Lernerfahrung im Bereich Dolmetschen sowie im Bereich Fremdsprachen. Den Kern des Systems bildet ein Übungszyklus zum Aufbau der Konsekutiv- und der Simultandolmetschkompetenz. Die Strategien und der Übungszyklus, die im Rahmen des Workshops vorgestellt werden, sind universell auf alle Sprachenkombinationen übertragbar. Zu Beginn des Workshops soll der Inhalt des Begriff „Dolmetschkompetenz“ erörtert und in Zusammenarbeit mit den Teilnehmern diskutiert werden, denn sowohl in der Theorie als auch in der Praxis wird er unterschiedlich definiert und mit verschiedenen Inhalten belegt. Im Wesentlichen sollen hier folgende Segmente identifiziert werden: kulturelle Fachkompetenz, interkulturelle Fachkompetenz, Muttersprachliche und fachsprachliche kommunikative Fachkompetenz, Sachkompetenz und zum Schluss das Wichtigste: Spezifische Dolmetschkompetenz. Diese Schlüsselkomponente umfasst: - dolmetschspezifische Rezeptionsfähigkeit; -Notationsfertigkeit für das Konsekutivdolmetschen: -Gedächtnistraining; -dolmetschspezifische Transformationen am Text durch Anwendung der Dolmetschstrategien; -Einsatz technischer Mittel in der Kabine (Notebook, iPhone und andere). Zu jedem dieser Punkte werden praktische Beispiele angeführt, in denen nur die deutsche Sprache verwendet wird, damit alle Anwesenden den dargestellten Strategien folgen können. Der wichtigste Teil der Workshops ist die Vorstellung des Übungssystems zum Aufbau und zur Entwicklung der Dolmetschkompetenz. Dieser Zyklus besteht aus zwei Teilen und die Übungen werden mit ihrer Aufgabenstellung und methodischen bzw. technischen Besonderheiten erläutert. Der Übungszyklus wird in Form von folgenden „Stationen“ präsentiert: I. Aufbau der Konsekutivdolmetschkompetenz - Aufbau der Notationsfertigkeit - Übungen zum Gedächtnistraining - Sprecherzieherische Übungen - Übungen zum schnellen Sprachenwechsel - Aufbau der dolmetschspezifischen Rezeptionsfertigkeit - Übungen zur dolmetschspezifischen Transformation und Anwendung von Dolmetschstrategien - Abschließende Übungen zum Aufbau/Weiterentwicklung der Konsekutivdolmetschkompetenz II. Aufbau der Simultandolmetschkompetenz - Passive Rezeptionsübung - Vordolmetschübungen (Shadowing) - „Simultiertes“ Dolmetschen - Übungen zum Aufbau der eigentlichen Simultandolmetschkompetenz - Abschließende Übungen zum Aufbau/Weiterentwicklung der Simultandolmetschkompetenz III. Vorbereitung auf den Dolmetscheinsatz Gemeinsam mit den Teilnehmern werden im Rahmen dieses Punktes Strategien und Vorgehensweisen erörtert. IV. Kriterien zur Beurteilung der Dolmetschleistung Dieses Modell, das ich in Form einer Tabelle präsentieren möchte, kann eine objektive Beurteilung der eigenen und der fremden Dolmetschleistung ermöglichen. V . Kollegiale Zusammenarbeit in der Ausbildung und in der Praxis - Dolmetschernetzwerke - Gemeinsames Lernen - Zusammenarbeit vor und in den Einsätzen Der Workshop soll den Teilnehmern die Notwendigkeit und die Tragweite des systematischen Ansatzes in der Dolmetschlehre vermitteln. Der Übungszyklus stellt die praktische Umsetzung dieses Ansatzes dar. Darüber hinaus soll der Workshop den Kollegen eine Diskussionsplattform und eine Möglichkeit für einen Ideenaustausch bieten. Angaben zum Referenten/Moderator Vera Cornel Vera Cornel ist am 15.11.1978 in Moskau geboren und stammt aus einer Musikerfamilie. Mit 10 Jahren entschied sie sich für eine linguistische Laufbahn, machte mit 16 ihren Schulabschluss am Linguistischen Lyzeum in Moskau und wurde an der Moskauer Linguistischen Universität aufgenommen. Nach dem Studienabschluss als Fremdsprachenpädagogin (Deutsch, Englisch) ging sie 2000 nach Berlin, an die Humboldt-Universität, und studierte dort Übersetzen und Dolmetschen (Russisch, Englisch). Ihren Abschluss hat sie im Oktober 2010 erworben, das Thema ihrer Diplomarbeit war „Methodisch-didaktischer Zyklus zum Aufbau der Dolmetschkompetenz“, was auch zum Thema ihrer Promotion werden soll. Seit 1998 ist sie als Dolmetscherin, Übersetzerin und Fremdsprachenpädagogin tätig. Seit 2008 verfasst sie Lehrmaterialien für Deutsch als Fremdsprache, seit Oktober 2010 besteht eine Kooperation mit dem Cornelsen Verlag und seit 2011 – mit dem Bange Verlag. Details ausblenden | |
| Dolmetschen in der Industrie – Erschwerte Arbeitsbedingungen als Chance für den Dolmetscher (Power Point Präsentation) Laura Cozzani Interpreting in industry – Adverse working conditions as an opportunity for the interpreter (PowerPoint presentation) Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.1 - 30.09.2012, Raum: Audimax Beim Wort „Dolmetschen“ denkt man sofort an das Konferenzdolmetschen: Während bei dieser Anwendung der Dolmetscher in der Regel in schallgeschützten Dolmetschkabinen arbeitet und sich i.d.R. mit einem Kollegen abwechselt, ist der Industriedolmetscher meistens allein im Einsatz. Die Arbeitsbedingungen in einer Industrieumgebung können die Dolmetschleistung extrem erschweren. In der Präsentation werden die optimalen und tatsächlichen Einsatzbedingungen verglichen, wie Akustik, terminologische und syntaktische Konsistenz, Aussprache des Redners, implizite Inhalte, Vorhandensein von geeigneten audiovisuellen Mitteln und Dokumentation, etc.), und es wird eine Auswahl von sprachlichen und psycho-physischen Strategien zur Bewältigung von Krisensituationen beim Dolmetschen vorgeschlagen, wie z. B. Vereinfachung der Sprache, Entlastung des Kurzzeitgedächtnisses, Entspannungsübungen. Ein weiterer Aspekt, an den man im Vorfeld eines Dolmetschauftrages selten denkt, der aber für den Dolmetscher in einer Industrieumgebung lebenswichtig sein kann, ist der Sicherheitsfaktor. Es ist sehr zu empfehlen, dass sich der Dolmetscher im Vorfeld eines neuen Dolmetschauftrags über die Sicherheitslage am Einsatzort erkundigt, ggf. sollte der Dolmetscher vom Auftraggeber verlangen, dass vor Arbeitsbeginn eine auf den Dolmetscher zugeschnittene Sicherheitseinweisung vorgesehen wird. Ein weiterer Punkt, mit dem aber fast jede Dolmetscherin irgendwann in ihrem Berufsleben konfrontiert wird, ist der angemessene Umgang mit unangenehmen Situationen, welche z.B. dadurch entstehen, dass die Dolmetscherin häufig als einzige Frau in einem rein männlichen Arbeitsfeld tätig ist. All dies bezeugt, dass bei der Organisation von Dolmetscheinsätzen noch große Unkenntnis, Unbeholfenheit und Improvisation vorherrschen. Dies kann sich wiederum als große Chance für den Dolmetscher erweisen, eine aktivere Rolle in der Bestimmung seiner Arbeitsbedingungen zu spielen. Angaben zum Referenten/Moderator Laura Cozzani 1989 Studienabschluss als Dolmetscherin (Dottore in Interpretazione) für Englisch und Deutsch an der Universität Triest. 1990 bis 1997 Festanstellung als Dolmetscherin/Fachübersetzerin bei der Carl Schenck AG. Seit 1997 freiberufliche Tätigkeit als Dolmetscherin und Übersetzerin für Industrie und Forschungseinrichtungen, Schwerpunkt Dolmetschen bei Fachschulungen, Weiterbildungsseminaren, Maschinenprüfungen und –inbetriebnahmen. Mitglied der Bürogemeinschaft freiberuflicher Übersetzerinnen, Darmstadt. Seit 2009 Lehrbeauftragte an der Universität Heidelberg, Seminar für Übersetzen und Dolmetschen. Publikationen: Artikel "Dolmetschen in der Industrie - Mit Schutzhelm und Sicherheitsschuhen", MDÜ 5/10 Details ausblenden | |
| Notfallmanagement für Übersetzer und Dolmetscher Roland Hoffmann Emergency management for translators and interpreters Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 10.1 - 30.09.2012, Raum: Audimax Die meisten Dolmetscher und Übersetzer haben für den Fall der Fälle eine Lebensversicherung zur Absicherung der eigenen Familie oder des (Ehe-)Partners. Manche haben vielleicht auch schon eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung ausgefüllt. Doch was passiert mit offenen Rechnungen, die noch nicht bezahlt wurden, oder gerade abgeschlossenen Aufträgen, die noch nicht einmal fakturiert wurden, wenn Sie plötzlich einen Unfall haben und im Koma liegen oder einen Gedächtnisverlust erlitten haben? Weiß Ihr Partner oder Ihre Kollegin wirklich, was zu tun ist. Kennt sie oder er alle Passwörter, um in den Computer zu gelangen? Ist die Vertrauensperson auch in der Lage, Zahlungserinnerungen oder Mahnungen zu schreiben oder Rechnungen zu erstellen? Und was ist mit halbfertigen Aufträgen? Wer beendet sie und benachrichtigt Ihre Kunden? Derartige Überlegungen werden den meisten von uns abwegig vorkommen. Doch ein Unglück geschieht schneller als man denkt und kann jeden von uns treffen. Der Vortrag zum Notfallmanagement zeigt auf, wie ein Freiberufler entsprechende eigene Routinen dokumentieren und damit für Dritte nachvollziehbar machen und die eigenen Abläufe gleichzeitig verbessern und meist auch vereinfachen kann. Angaben zum Referenten/Moderator Roland Hoffmann Seit 1997 freiberuflicher Übersetzer und Dolmetscher für Dänisch mit Schwerpunkt auf den Bereichen PR, Kommunikation, Werbung und Technik. 2006-2012 Vorsitzender des BDÜ Landesverbands Bayern e.V. Details ausblenden | |
| Sprachmittler in der Sackgasse? – Bemerkungen zu einem nicht ganz unproblematischen Begriff in der Translationsbranche Jürgen F. Schopp Language professionals in a blind alley? Observations on a not totally unproblematic term in the translation sector Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.1 - 30.09.2012, Raum: Audimax Viele bundesdeutsche ÜbersetzerInnen bezeichnen sich selbst noch als „Sprachmittler” und den Translationsprozess als „Sprachmittlung“. Damit stellt sich aber die Frage, welche Auffassung vom Übersetzen dahintersteht und in welchem Umfang sich das berufliche Selbstverständnis der Übersetzenden darin widerspiegelt. Besteht denn nicht die Gefahr, dass durch diese Begriffe das in der Öffentlichkeit vorherrschende Bild der übersetzerischen Handlung als „bilinguale menschliche Transkodierungsleistung“ bestätigt und somit Vorurteile über den Charakter der translatorischen Dienstleistungen bekräftigt und verfestigt werden? Für transkulturelle kommunikative Aufgaben reicht aber oft eine rein sprachliche Umkodierung des Ausgangstextes nicht aus, sondern es sind Änderungen des textlichen Konzepts notwendig (die sich u.U. bis auf die visuelle Präsentationsform des zielkulturellen Mediums – Typografie und Layout – erstrecken), wenn die Botschaftsvermittlung gelingen soll. Daher ist es nicht unproblematisch, wenn die translatorischen Berufe an dieser Selbstbeschränkung festhalten, wie es sich z.B. in EN 15038 in der Definition translatorischer Leistungen wie Lokalisierung etc. als „Mehrwertdienstleistung“ zeigt, die ja impliziert, dass sich der „eigentliche“ translatorische Zuständigkeitsbereich auf die rein sprachliche Wiedergabe des Ausgangstextes in der Zielsprache beschränkt. Wer aber fühlt sich zuständig für die Konzipierung und Anfertigung von optimal funktionierenden Kommunikationsmitteln für transkulturelle kommunikative Zwecke? Könnte nicht gerade darin ein neues Aufgabenfeld und damit auch ein erweitertes Berufsverständnis liegen? Schließlich würde so ein Weg zum selbstständigen, transkulturellen Kommunikationsberuf beschritten, durch den sich ÜbersetzerInnen vom Makel des „akademisch geschulten Hilfsarbeiters“ und unkreativen Befehlsempfängers befreien und als Experten für internationale Fachkommunikation etablieren könnten. Angaben zum Referenten/Moderator Jürgen F. Schopp Nach Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit im grafischen Gewerbe Abitur (Abendgymnasium) und Studium der nordischen Sprachen in Kiel und Turku (Finnland). Seit 1979 in der finnischen Dolmetscher- und Übersetzerausbildung tätig, nebenbei gelegentlich translatorische und typografische Aufträge. 2005 finnischer Doktorgrad mit der Abhandlung „Gut zum Druck? - Typografie und Layout im Übersetzungsprozess“. Leitung mehrerer Fortbildungsveranstaltungen bei translatorischen Berufsverbänden zum Thema Typografie und Translation sowie zahlreiche Artikel zu diesem Themenbereich und allgemeinen beruflichen Aspekten. Details ausblenden | |
| Übersetzungskritik vs. Kritik am Übersetzer Kerstin Eisenreich Criticism of translations vs. criticism of the translator Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.1 - 30.09.2012, Raum: Audimax Wer kennt das nicht: Gerade hat man die Übersetzung abgeliefert, da kommt schon die Beschwerde des Kunden. Eigentlich kein Grund sich aufzuregen, gehört doch Kritik zu unserem Arbeits- und Lebensalltag. Viel schlimmer wäre es doch, der Kunde würde sich nicht mehr melden und keine Aufträge mehr erteilen. Kritik ist hilfreich, wenn da nicht dieses Negativverständnis von Kritik wäre. Typische Äußerungen von Kunden wie „Die Übersetzer können das nicht.“ „Das steht doch so gar nicht in unserem Text.“ einserseits stehen dann auch Aussagen der Übersetzer, wie „Krittelei“, „Meckern“, gegenüber. Wird Kritik als etwas Persönliches, auf die Person Bezogenes betrachtet, fühlen wir uns „ungerecht“ behandelt. Für Berufseinsteiger ist dieses Thema oftmals besonders unangenehm, vor allem dann, wenn sich nach ersten, noch sehr spärlich eingehenden Übersetzungsaufträgen Auseinandersetzungen mit Kunden anbahnen. Berufsanfänger neigen dann nicht selten zu Nachgiebigkeit bis hin zu Unterwürfigkeit gegenüber dem Kunden. Aber das sollte jeder vermeiden. Auch wenn unsere Branche zu den Dienstleistungen gehört und der Kunde König ist, dürfen wir uns als Übersetzerpersönlichkeiten nicht dem Kunden ausliefern und unser Selbstbewusstsein in Frage stellen. Kritik findet man als Literatur-, Film-, Theaterkritik und natürlich auch beim literarischen Übersetzen. In ihrer ursprünglichen Verwendung hat sie den Zweck einer „Beurteilung“, die nicht von vornherein negativ konnotiert ist. Bei der Bewertung der Kritik an unserer Arbeit müssen wir uns in erster Linie konstruktiv mit ihr auseinandersetzen und dürfen nicht außer Acht lassen, dass der kritisierende Kunde kein Fachmann auf dem Gebiet des Übersetzens ist. Er kritisiert unsere Arbeit aus seiner „Laiensicht“. Das erscheint inkompetent, hindert ihn aber nicht daran, es weiter zu tun. Somit stehen wir vor der Aufgabe, gelassener und sachlich mit unseren Kunden und deren Kritik umzugehen. Angaben zum Referenten/Moderator Kerstin Eisenreich 1993 Abschluss als Diplomsprachmittler für Russsich und Spanisch, Universität Leipzig seit 1996 haupt- und nebenberuflich als selbstständige Übersetzerin und Dolmetscherin tätig seit 2003 Lehrbeauftragte Fachübersetzen Spanisch an der Hochschule Magdeburg-Stendal seit 2011 Vertretungsprofessorin Russisch/Translationswssenschaft Hochschule Magdeburg-Stendal Lehrgebiete: juristisches Übersetzen und Fachübersetzen Russisch-Deutsch, Spanisch-Deutsch, Sprachkompetenz Spanisch, Simultandolmetschen, Grundlagen des Übersetzens Details ausblenden | |
| Übersetzungstechnologie und Übersetzungsethik Uwe Reinke Translation technology and translation ethics Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.2 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal A „Technologie“ und „Ethik“ stehen zueinander zweifelsohne in einem starken Spannungsverhältnis. Sinnvollerweise sollte der (angewandten) Ethik die Funktion eines regulierenden Kontrollinstruments zukommen, das die handlungsleitenden Prinzipien und Standards „richtigen“ Verhaltens in den jeweiligen Anwendungsbereichen beschreibt. Ein solches Kontrollinstrument ist insbesondere dort erforderlich, wo einer wachsenden Vielfalt an Handlungsmöglichkeiten ein Mangel an handlungsleitenden Prinzipien gegenübersteht (Technikethik, Computerethik, Cyberethik etc.). Solche allgemeineren Überlegungen lassen sich auch auf die Beziehung zwischen Übersetzungstechnologie und Translation übertragen. Das Übersetzen ist in weiten Teilen inzwischen stark durch den Einsatz von Computertechnologie bestimmt. Betrachtet man Übersetzen als professionelle Dienstleistung, so ist eine Ethik des Übersetzens zwangsläufig eine „Ethik der Verpflichtung“ (ethics of commitment) - einer Verpflichtung gegenüber den ethisch-moralischen Werten des Berufsstandes der Übersetzer (vgl. Chesterman 2001). Zu diesen ethisch-moralischen Werten des Berufsstandes gehören auch Prinzipien des „richtigen“ Verhaltens im Umgang mit Übersetzungstechnologie. In dem Beitrag wird dargestellt, welche Aspekte der Entwicklung und des Einsatzes von Übersetzungstechnologie unter ethischen Gesichtspunkten betrachtet werden sollten. Darüber hinaus untersucht der Beitrag, inwiefern nationale und internationale Übersetzungsnormen und Verhaltenskodizes bereits auf ethische Fragen des Einsatzes von Übersetzungstechnologie eingehen. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf das Normungsvorhaben ISO DTS 11669 „Translation projects - General guidance“ gerichtet. Angaben zum Referenten/Moderator Uwe Reinke Geboren 1964, von 1985-1991 Studium zum Diplom-Übersetzer für Englisch und Russisch an der Universität des Saarlandes. Seit März 2006 Professur für das Lehrgebiet „Sprach- und Übersetzungstechnologie“ an der Fachhochschule Köln. 1992 bis 2005 Mitarbeiter und Lehrbeauftragter der Studienkomponente „Sprachdatenverarbeitung und maschinelle Übersetzung“ an der Fachrichtung 4.6 der Universität des Saarlandes. Zahlreiche Publikationen u.a. zur rechnergestützten Terminologiearbeit und zu Translation-Memory-Systemen; langjährige freiberufliche Tätigkeit im Bereich der Übersetzung von IT Fachtexten und der Softwarelokalisierung; BDÜ Bundesreferent für Sprachdatenverarbeitung und Übersetzungstools. Details ausblenden | |
| Werden Computerprogramme die Übersetzer ersetzen? Gereon Frahling Will computer programs replace translators? Vortrag (max. 30 Minuten), Englisch (oder Deutsch, je nach Zuhörerschaft) - Block 10.2 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal A In den letzten 10 Jahren gab es enorme Entwicklungen im Bereich der Computer-Übersetzung. Während zur Jahrtausendwende noch kein Programm halbwegs verständliche Übersetzungen liefern konnte, so helfen heutzutage Übersetzungssysteme wie Google Translate oder Yahoo Babelfish vielen Menschen, Texte in fremden Sprachen zu verstehen. Dennoch erreichen maschinelle Übersetzungen bisher bei weitem nicht das Niveau professioneller Übersetzer. Wie wird diese Entwicklung weitergehen? Ich möchte Übersetzerinnen und Übersetzern eine kleine Laien-Einführung in die technische Entwicklung von Computerübersetzungen geben. Übersetzungsprogramme verwenden zwei Methoden: - Seit Jahrzehnten versuchen Computerprogramme, die grammatikalische Struktur von Sätzen zu verstehen und durch Regelsysteme in eine andere Sprache zu transferieren. Anhand von Beispielen wird klar, warum diese Systeme nicht hinreichend gut übersetzen konnten. - Seit etwa 10 Jahren greifen die Computerprogramme zurück auf riesige Translation-Memories, um Satzfragmente abzuschauen. Heutige Übersetzungsprogramme wie Google Translate nutzen somit das gesamte Internet (auch einsprachige Webseiten) als Formulierungshilfe, was zu einem großen Qualitätsfortschritt geführt hat. Nachdem ich kurz für Laien auf die technischen Hintergründe eingegangen bin, werde ich zeigen, warum die rasante Entwicklung von Computerübersetzungssystemen der letzten Jahre in dieser Form nicht weitergehen wird. In jedem Text kommen Übersetzungsprobleme vor, welche weder durch regelbasierte, noch durch statistische Computerprogramme gelöst werden können. Als letztes möchte ich darauf eingehen, was diese Entwicklung für professionelle Übersetzer bedeutet. Zwar werden zunehmend viele niedrigqualitative Texte durch automatische Computerprogramme übersetzt. Hochqualitative Texte werden jedoch auch in 20 Jahren nur von Profis übersetzt werden können. Profis können dabei durch technische Hilfsmittel selbst von der technischen Entwicklung profitieren. Angaben zum Referenten/Moderator Gereon Frahling Dr. Gereon Frahling ist Diplom-Mathematiker und promovierte am Heinz-Nixdorf-Institut in Paderborn über Algorithmen für extrem große Datenmengen. Von 2006 wechselte er in die Forschungsabteilung von Google in New York City. Dort entwickelte er statistische Verfahren für sehr große Textmengen. 2008 gründete Gereon Frahling in Deutschland die Linguee GmbH, deren Mission es ist, alle öffentlichen Übersetzungsdokumente verfügbar und durchsuchbar zu machen. Der kostenlose Internetdienst Linguee.de enthält momentan etwa 100 Millionen Satzbeispiele in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch und beantwortet täglich mehr als 1.5 Millionen Suchanfragen. Details ausblenden | |
| Freiberufliche Sprachmittler für Justiz und Behörden:
Wechselwirkungen zwischen Beruf und Persönlichkeit
Spannungsfelder zwischen Anspruch und Realität
Irena J. Rostalski Freelance language professionals for the judiciary and authorities: Interactions between profession and personality; fields of tension between ambition and reality Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 10.3 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal B Die persönliche Eignung eines Sprachmittlers für Justiz und Behörden ist per Gesetz definiert. Die Lebenspraxis definiert sie viel ausführlicher. Ausgehend von der Schilderung des beruflichen Alltags einer selbständig tätigen Übersetzerin und Dolmetscherin soll aufgezeigt werden, welche Persönlichkeitsmerkmale, Charakterzüge und soziale Kompetenzen unerlässlich sind, welche Neigungen und Wesenszüge der Ausübung dieses Berufes im Wege stehen, welche Chancen für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit dieser Beruf in sich birgt und wie einige Aspekte der aktuellen Gesetzeslage gute Chancen für positive Entwicklungen zunichte machen. Der Vortrag richtet sich an: - erfahrene und angehende freiberufliche Justiz- und Behördendolmetscher und -übersetzer – als Anstoß für Überlegungen und Austausch, zur Bewusstmachung, dass dieser Beruf zwar einerseits als Broterwerb mitunter eine besonders harte Herausforderung darstellt, andererseits eine großartige Chance für die eigene persönliche Entwicklung bietet, - Auftraggeber dieser Berufsgruppe, um an der Schnittstelle der Auftragsvergabe die unter der ständigen Forderung der Kostenersparnis eingeengte Sicht auf das Preis-Leistungs-Verhältnis um den Blick auf den im persönlichen Engagement des Sprachmittlers liegenden Mehrwert zu ergänzen, der mitgeliefert wird, - Vertreter der gesetzgeberischen Organe, zur Klarstellung, dass die persönliche Eignung eines Sprachmittlers für Justiz und Behörden weit über die gesetzliche Definition hinausgeht und inwiefern einige geltende Regelungen zur Ausübung dieses Berufes dieser Tatsache entgegenwirken. Angaben zum Referenten/Moderator Irena J. Rostalski Polnische Muttersprachlerin, seit ca. 20 Jahren hauptberuflich selbständig tätige allgemein beeidigte Dolmetscherin und ermächtigte Übersetzerin der polnischen Sprache in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit Tätigkeitsschwerpunkt: Dolmetschen und Übersetzen für Justiz und Behörden. Referentin des 5. Gerichtsdolmetschertages 2011 in Hannover. Details ausblenden | |
| Der Einsatz offener Standards in und die Interoperabilität zwischen Translation-Memory-Systemen Renate Dockhorn The use of open standards in and interoperability between translation memory systems Podiumsdiskussion (max. 90 Minuten), deutsch - Block 10.4 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal C Der Einsatz offener Standards in und die Interoperabilität zwischen Translation-Memory-Systemen sind zwei untrennbar miteinander verknüpfte Themen, die Übersetzerinnen und Übersetzer immer wieder im Arbeitssalltag beschäftigen. Diese Podiumsdiskussion soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Bestandsaufnahme dienen und gleichzeitig aufzeigen, wohin die Entwicklung in Zukunft gehen kann, bzw. welche Weichen gegenwärtig in welche Richtungen gestellt werden. Angaben zum Referenten/Moderator Renate Dockhorn Renate Dockhorn ist Diplom-Übersetzerin und Master of Arts (MA) im Bereich Terminologie und Sprachtechnologie. Seit 1999 leitet sie gemeinsam mit ihrem Mann „Dockhorn Übersetzungen und Schulungen“. Ihre Fachgebiete sind technische Übersetzungen und Übersetzungen im Bereich Pharma und Chemie und darüber hinaus in stark wachsendem Maße Schulungen von Translation-Memory-Systemen und Terminologieverwaltungssystemen. Ehrenamtlich ist sie als Bundesreferentin für Aus- und Weiterbildung im BDÜ und als Vizepräsidentin für die Bereiche „European Affairs and Technology“ im Lenkungsausschuss der FIT Europe tätig. Details ausblenden | |
| Bilinguale Erziehung: ein Schlüssel für die spätere Dolmetschkompetenz? Elizaveta Liphardt Bilingual upbringing: A key to later expertise as an interpreter? Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.6 - 30.09.2012, Raum: Senatssaal In den Zeiten der Globalisierung und der weltweiten Mobilität ist eine bilinguale Erziehung keine Seltenheit mehr. Es ist anzunehmen, dass es längerfristig zum Normfall wird, dass Kinder mit mehreren Sprachen aufwachsen und somit eine wertvolle Chance erhalten, eine Dolmetschkompetenz „in die Wiege gelegt“ zu bekommen. Die Bedingungen für eine bilinguale Erziehung, die eine spätere professionelle Anwendung von mehreren Sprachen ermöglichen, sind das Thema des Vortrags. Die Schwerpunkte des Vortrags sind folgende: - Terminologische Klärung der Begriffe Bilingualität, Zweisprachigkeit und Mehrsprachigkeit; - Formen der Frühförderung im bilingualen Bereich; - Rahmenbedingungen für den Erwerb einer bilingualen kommunikativen Kompetenz und Textkompetenz; - „Stärken“ und „Schwächen“ des translatorischen Handelns der Dolmetscherinnen und Dolmetscher mit einem bilingualen Hintergrund (anhand der häufigen Phänomene wie syntaktische Interferenzen, falscher Präpositionsgebrauch, Ungenauigkeiten in der Idiomatik, stilistische Mängel); - Code-switching, Code-mixing und kommunikativ angemessene Entlehnungen im translatorischen Prozess; - Streitfall Semilingualität: reales Risiko oder lebensfernes Konstrukt? Literatur (in Auswahl): Anstatt, Tanja (Hg.) (2007): Mehrsprachigkeit bei Kindern und Erwachsenen. Tübingen. Best, Joanna/Kalina, Sylvia (Hgg.) (2002): Übersetzen und Dolmetschen: eine Orientierungshilfe. Tübingen. Kutz, Wladimir (2010): Dolmetschkompetenz: Was muss der Dolmetscher wissen und können? Berlin, Bochum, London, Paris. Müller, Natascha/Kupisch, Tanja (Hgg.) (2006): Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung. Tübingen. Angaben zum Referenten/Moderator Elizaveta Liphardt Dr. Elizaveta Liphardt, geb. 1973 in Leningrad (UdSSR). 1994-1999 Studium der Germanistik und Slavistik in Freiburg und Dresden. 2000-2004 Promotionsstudium im Fach Germanistik/Sprachwissenschaft an der TU Dresden, Diss. zum Thema "Politische Rede der extremen Linken in Deutschland und Russland zwischen 1914 und 1919", Förderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2004-2006 wiss. Volontariat als Persönliche Referentin des Präsidenten an der Klassik Stiftung Weimar, zahlreiche internationale Projekte. Seit 2007 freiberufliche Tätigkeit als Sprachtrainerin und Publizistin (Zeitung "Moja gazeta", Dresden). Seit 2010 staatlich geprüfte Übersetzerin für die russische Sprache. Seit 2011 öffentliche bestellte und beeidigte Urkundenübersetzerin für die russische Sprache in Baden-Württemberg. Details ausblenden | |
| Dolmetscher als Experten in der Lehre: Die Gestaltung einer Anforderungsprogression als Beispiel für didaktische Kompetenz Rafael Adam Interpreters as experts in teaching: Design of a requirement progression as an example of didactic competence Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.6 - 30.09.2012, Raum: Senatssaal In Leitfäden für Interessenten am Konferenzdolmetscherstudium oder auch in den Empfehlungen der Berufs- oder Hochschulverbände wird in der Regel die Forderung erhoben, die Lehrenden in Dolmetscherstudiengängen müssten selbst praktizierende Dolmetscher sein oder zumindest gewesen sein. Zweifelsohne waren und sind viele an den Hochschulen tätige Dolmetscher in der Tat äußerst erfolgreiche „Lehrmeister“. Allerdings gründet sich ihr Handeln oftmals allein auf ihre persönliche Erfahrung und Intuition. Dieser Sachverhalt gilt besonders, wenn Dolmetscher erstmals Unterrichtsaufgaben übernehmen, zumal wenn sie dies, was in der Praxis häufig der Fall ist, ohne einschlägige Vorbereitung oder Fortbildung tun. Der Beitrag will aufzeigen, dass ein auf dolmetschwissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Handlungswissen einen wesentlichen Beitrag zur Lehrqualität und zum Studienerfolg leisten kann. Das gewählte Beispiel ist eine der häufigsten Schwierigkeiten, mit der sich Lehrende aus der Praxis konfrontiert sehen können, nämlich die Auswahl geeigneter, d.h. der Lernprogression der Studierenden entsprechender Übungstexte. Vorgestellt wird ein im Masterstudiengang Konferenzdolmetschen an der Hochschule für Angewandte Sprachen/Fachhochschule des SDI in München entwickelter Kriterienkatalog, anhand dessen Lehrende (wie auch Lernende für ihre eigenständigen Übungen) den Schwierigkeitsgrad von Ausgangstexten klassifizieren können. Das Raster wird derzeit erprobt und versteht sich als Angebot an in der Lehrende tätige Dolmetscher. Angaben zum Referenten/Moderator Rafael Adam Ursula Gross-Dinter: Professorin für Dolmetschen und Übersetzen an der Hochschule für Angewandte Sprachen / SDI München, Studiengangsleiterin MA Konferenzdolmetschen, Konferenzdolmetscherin (AIIC) Rafael Adam: staatlich geprüfter Dolmetscher und Übersetzer, Absolvent des Masterstudiengangs Konferenzdolmetschen an der Hochschule für Angewandte Sprachen / SDI München Details ausblenden | |
| Interpreting in Virtual Reality: an approach to training future interpreters and their clients Sabine Braun, Catherine Slater Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 10.6 - 30.09.2012, Raum: Senatssaal In interpreting practice, the increasing differentiation of disciplines has turned the spotlight on fields of interpreting that were hitherto often seen as the ‘ugly ducklings’ of interpreting. These fields include business and public service interpreting in a broad range of contexts and language combinations. The training of future interpreters in these fields (and the professional development or re-training of practising interpreters from other fields) is currently impeded by a dearth of training resources and opportunities. At the same time, business and public service interpreting settings make it particularly obvious that an interpreter can only work professionally if there is a client-side understanding of his/her work. Training initiatives in interpreting therefore need to focus on methodological approaches that provide appropriate resources as well as bringing interpreters and their potential clients closer together. Against this background, this presentation aims to introduce a collaborative project entitled ‘Interpreting in Virtual Reality’ (IVY) which uses the innovative features of avatar-based 3D virtual environment technology to simulate professional practice in business and public service interpreting. The IVY environment allows trainee interpreters to develop and practise their interpreting skills, whilst their potential clients (both students and practising professionals of relevant disciplines such as law and medicine) can observe and explore interpreting practice to learn how to work with an interpreter. Both user groups can also interact live in the virtual space. The presentation will begin by giving an overview of the IVY environment, its working modes and the training opportunities they offer. It will then discuss the challenges of building this environment, filling it with professional content and integrating it into the educational horizon of interpreters’ clients. This project is co-funded by the EU Lifelong Learning Programme. Angaben zum Referenten/Moderator Sabine Braun, Catherine Slater Author: Dr Sabine Braun Sabine Braun is Senior Lecturer in Translation Studies at the University of Surrey and a trained translator and interpreter. Her research focuses on new forms of interpreting. She has been leader of the EU-funded project AVIDICUS I and II (Assessment of Video-Mediated Interpreting in the Criminal Justice System) and IVY: Interpreting in Virtual Reality, and advises the Metropolitan Police Services in London and the London Probation Trust on the introduction of video-mediated interpreting. She teaches interpreting theory and practice and has developed several Masters programmes in Business and Public Service Interpreting. Co-Author: Dr Catherine Slater Catherine Slator is a practising translator and a Research Fellow in the IVY project. She has also taught specialist translation at Masters level for several years. Details ausblenden | |
| Terminologiearbeit mit Excel Diana Brändle Terminology work with Excel Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch oder bei Bedarf auch Englisch - Block 10.8 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 1 Angenommen, Sie haben einen ein- oder mehrsprachigen Fach- oder Unternehmenswortschatz und möchten diesen verwalten, haben aber (noch) kein spezielles Terminologieverwaltungstool. Oder Sie möchten beginnen, einen Fachwortschatz aufzubauen, ohne gleich ein neues Tool anzuschaffen. Dann zeigen wir Ihnen in diesem Workshop, worauf Sie besonderes Augenmerk lenken sollten, vor allem, wenn Sie mit Excel oder einem vergleichbaren anderen Tabellenkalkulationsprogramm arbeiten. Auch für den Fall, dass Sie doch eines Tages Ihre Bestände in ein professionelles Terminologieverwaltungstool überführen wollen, Ihre Bestände austauschen, oder in anderen Applikationen wie z. B. Autorentools (Controlled Language Checkers),Translation-Memory-Systemen Maschinellen Übersetzungssystemen etc. nutzen möchten, ist es wichtig, ein paar grundlegende Regeln zu berücksichtigen: - Eingabe von Termini in der Grundform - Schreibweise wie im Fließtext - Begriffsorientierung - Pro Begriff ein Eintrag / Pro Eintrag ein Begriff - Benennungsautonomie - Pro Datenkategorie eine Spalte - Einheitliche Angaben (z. B. "Fachgebiet: Medizin" und nicht einmal Med., med, medicine, Medical etc.) Ausführlichere Erklärung dieser Grundregeln mit Veranschaulichung ihrer Anwendung in der Praxis mit Excel. Weitere Tipps aus der langjährigen Praxis einer Terminologin: - Sprache, in der Datenkategorien verfasst sind - Auswahl von Datenkategorien (TBX) - bestimmte Informationsarten für bestimmte Nutzungszwecke wichtig (z. B. Status für Sprachprüfprogramme; Wortart und Genus für Maschinelle Übersetzungssysteme etc.) Evtl. Veranschaulichung des Ganzen an Hand eines Beispiels der Teilnehmer/innen. Zusammenfassung und Fazit. Fragen und Antworten. Angaben zum Referenten/Moderator Diana Brändle Diana Brändle Dipl.-Übersetzerin für Russisch und Englisch Abschluss 1992, Universität des Saarlandes Diplomarbeit über terminologische Eintragsstrukturen 1997 bis 2005 Terminologin bei der Audi Akademie GmbH in Ingolstadt Seit 2005 selbständige Terminologin (Beratung, Training und praktische Terminologiearbeit) mit dbterm terminologieservice Auftraggeber (eine Auswahl): Audi Akademie GmbH, AUDI AG, Continental AG, Giesecke & Devrient GmbH, KNORR BREMSE Group, KRONES AG, SOS Kinderdörfer, TermNet www.dbterm.de Details ausblenden | |
| Akquise mal anders - Werbung auf Messen Ulrike Heiß A different form of business-getting – Advertising at trade fairs Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 10.10 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 3 Viele Kolleginnen und Kollegen wollen nicht länger für Agenturen tätig sein und träumen von zahlungskräftigen Direktkunden aus der Industrie. Die meisten tun sich jedoch schwer, Tipps zur Kaltakquise wie sie in einschlägigen Seminaren gelehrt werden, tatsächlich umzusetzen. Erfolg verspricht da die Akquise auf Messen, die sich exzellent als „Vorwärminstrument“ eignet. Warum ist Akquise auf Industrie- und Fachmessen eine gute Idee? - Messen sind Kontaktbörsen. Die ausstellenden Firmen wollen angesprochen werden und sind offen für Kontakte zu Kunden und Zulieferern. Mit Ihrer Dienstleistung kommen Sie nicht als lästiger Bittsteller, sondern als interessanter Geschäftspartner an den Messestand. - Finden Sie Ihre „Nische“! Aussteller auf Fachmessen sind hochspezialisierte Unternehmen, die oft bereits eine Übersetzungs-Odyssee hinter sich haben – viele sind froh, wenn sie einen Übersetzer finden, der genau ihr Fachgebiet bedient. Die Wenigsten kennen die praktische BDÜ-Datenbank. So bringen Messen Übersetzer und Fachfirmen zusammen. - Bleiben Sie im Gespräch! Besuchen Sie Ihre Kunden an deren Messeständen – die Wirkung ist erstaunlich. Der persönliche Kontakt auf einer Messe schafft eine stärkere Bindung als E-Mail-Versand und Telefonate dies je könnten. Folgende Themen werden behandelt: - Wie finde ich „meine“ Messe? (Einkreisen der Zielgruppe) - Match und Mismatch (der Zielgruppe in ihrem Modell der Welt begegnen) - Flyer, Mappe, Hochglanzprospekt? (mit geringem Aufwand maximale Wirkung erzielen) - Mit den großen Jungs spielen (Mut, die Entscheider anzusprechen) - Teamwork (Zusammenarbeit im Netzwerk, Synergien nutzen) - Das Wichtigste zum Schluss (die Nachbereitung) Angaben zum Referenten/Moderator Ulrike Heiß Ulrike Heiß ist Diplom-Übersetzerin und Referentin für das Fachgebiet Medizin/Pharmazie im BDÜ-Landesverband Baden-Württemberg. Von 2003 bis Anfang 2005 war sie als Übersetzerin in einem auf Medizin spezialisierten Übersetzungsbüro angestellt. Seit ihrer Selbständigkeit 2005 fokussiert sie sich zunehmend auf den Bereich der Zahnheilkunde. Außerdem hält sie Seminare und Vorträge zu Themen rund um die Selbständigkeit als Dolmetscher und Übersetzer. Details ausblenden | |
| Working the Room Chris Durban Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), English - Block 10.13 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 6 This 90-minute workshop focuses on identifying, preparing for and attending client events for the express purpose of linking up with direct clients. Using concrete examples and case studies, it addresses common questions from translators contemplating a shift to this exciting segment: “How do I start?” and “OK, I’ve got my good outfit on and am at the event; what do I say/do now?” And, of course, the essential “Conversation engaged; how do I shift over into commercial mode?” Aim: equip all participants to build or add to a portfolio of direct clients over the next 6-12 months. Angaben zum Referenten/Moderator Chris Durban Chris Durban is a freelance translator (Fr>Eng) specializing in business and finance. Based in Paris, she has over 30 years’ experience working for a portfolio of demanding clients, primarily in the private sector. Chris has written many client education materials (The Onionskin; “Translation/Getting it Right” and, in 2011, “Interpreting/Getting it Right”) and is co-author of “Translation: Buying a non-commodity” (published in French as “Les Mots au kilo?”). She is also a regular speaker at translator events in many countries, often on business-related topics. Chris also writes the "Fire Ant & Worker Bee" advice column in Translation Journal (online) and in October 2010 published a revised compilation in book form as “The Prosperous Translator” (www.prosperoustranslator.com). Details ausblenden | |
| Übersetzen technischer Dokumentation | |
| Terminologiearbeit für und mit dem Kunden Thomas Imhof Terminology work for and with the customer Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 4.2 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal A Terminologiearbeit wird oft als Stiefkind des Übersetzungsprozesses gesehen, dabei birgt diese Art der Dienstleistung ganz eigene Chancen, die zu einer engen Kundenbindung und zu einer zusätzlichen Einnahmequelle für freiberufliche Übersetzer führen können. Die Präsentation beschäftigt sich mit den folgenden Themen: - Terminologiearbeit als besondere Dienstleistung - Argumentationshilfen für den Übersetzer - Terminologiearbeit mit dem Kunden - Arbeitsabläufe und Rollen - Termini - Kriterien für die Benennungsfindung - Semiotisches Dreieck und der Aufbau terminologischer Einträge - Werkzeuge - Abriss der im Markt vorhandenen Terminologieverwaltungsysteme Angaben zum Referenten/Moderator Thomas Imhof Nach abgeschlossenem Studium zum Diplom-Übersetzer in Heidelberg und einer ersten Station im Sprachendienst der Mannesmann Demag war Thomas Imhof ab 1998 bei der Trados GmbH in Stuttgart Produkt Manager und später Leiter des europäischen Kundenservice. Nach 2007 Produktmanager Internetplattformen bei der Metaversum GmbH und Produktmanager CAT Services bei 24translate GmbH. Anfang 2009 Gründung von localix.biz – language technology consulting in Hamburg. Unternehmensziel ist es, allen Teilnehmern am Übersetzungsprozess den Einstieg in die computergestützte Übersetzung zu einem erschwinglichen Preis zu ermöglichen. Details ausblenden | |
| Entwicklungen der Übersetzung für die Technische Dokumentation Frank Fleury Developments in translation for technical documentation Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A Neue Trends und Entwicklungen in der Technischen Dokumentation sowie Weiterentwicklungen der Softwaretools stellen auch Übersetzer zukünftig vor neue Herausforderungen. So wie sich die Arbeitswelt der Technischen Redakteure verändert, sind auch die Schnittstellen zur Übersetzung, die Prozessintegration und damit die Rollen und Aufgaben der Übersetzer in der Zusammenarbeit betroffen. Wichtige Treiber der Entwicklung sind die Themen: - Neue Normen - Mobile Dokumentationen - Neue Kommunikationsmittel - Machine Translation - Kollaborationsplattformen, Crowdsourcing und Übersetzernetzwerke - Entwicklung des Wettbewerbs aus Billiglohnländern Dieser Vortrag erläutert, wie diese Treiber die Arbeit von Übersetzern für technische Dokumentationen in der Praxis beeinflussen und verändern werden. Angaben zum Referenten/Moderator Frank Fleury Frank Fleury ist Mitinhaber von Fleury & Fleury Consultants, einem auf mehrsprachiges Kommunikationsmanagement spezialisierten unabhängigen Beratungsunternehmen und anerkanntem Weiterbildungsträger. Es bietet weltweit maßgeschneiderte und mehrfach ausgezeichnete Unterstützung bei der Schaffung effizienter Strukturen für die Text-/Medienerstellung und die Übersetzung/Lokalisierung. Hierfür bietet es fach- und methodenkompetente Beratung und Weiterbildung zu Organisations-, Prozess- und Technologiefragen an. Zu den Kunden zählen international tätige Unternehmen, multinationale Behörden, Sprachdienstleister, Medien und Einzelübersetzer ebenso wie Hochschulen, Weiterbildungsinstitutionen und Verbände. Frank Fleury setzt sich zudem in Fachpublikationen, Vorträgen auf führenden Fachtagungen und Schulungsveranstaltungen mit der Managementseite von Übersetzung auseinander und engagiert sich als Leiter der Regionalgruppe Nordrhein und als Tagungsbeirat in der tekom. Details ausblenden | |
| SDL OpenExchange: der erste "App Store" für Übersetzungstechnologie Daniel Brockmann SDL OpenExchange: the first "App Store" for translation technology Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A SDL OpenExchange ist nicht nur eine einfache Download-Plattform rund um Erweiterungen für SDL-Produkte wie etwa SDL Trados Studio oder SDL MultiTerm. Vielmehr bietet sie Anwendern und Entwicklern nach dem "App Store"-Prinzip die Möglichkeit, der Nutzergemeinde ihre eigenen Entwicklungen – kostenlos oder gegen Bezahlung – zur Verfügung zu stellen. In diesem Vortrag wird SDL Open Exchange anhand konkreter "Apps" und ihrer praktischen Anwendung vorgestellt und dabei folgende Bereiche abgedeckt: - Projektmanagement: Versionsvergleich von SDXLIFF-Dateien; Optimieren von ausgangssprachlichen Dateien für die Übersetzung mit Studio - Interoperabilität: Anbindung von Anwendern früherer SDL Trados-Versionen an Studio 2009/2011 sowie von Drittsystemen - Translation Memory-Management: Zugriff auf cloud-basierte Ressourcen wie "MyMemory", Umdrehen von Memories, Exportieren von TMs für ältere Trados-Versionen - Terminologie: Terminologiesammlungen von Microsoft im MultiTerm-Format; MultiTerm und Microsoft Excel; Nutzung des MultiTerm Widgets für das Nachschlagen von Terminologie in allen gängigen Suchengines - Unterstützung offener Standards: Austausch von XLIFF-Dateien mit anderen Tools, Dateitypen für diverse XML-Varianten - Einfache Korrekturprozesse: Lektorat von Studio-Dateien in Microsoft Word, Suchen und Ersetzen von Terminologie im Batch-Mode - Neue Dateitypen: Plug-in für Microsoft Visio und andere Dateiformate Außerdem werden in diesem Vortrag Möglichkeiten für Entwickler aufgezeigt, der Open Exchange-Community beizutreten und "Apps" zu entwickeln. Angaben zum Referenten/Moderator Daniel Brockmann Daniel Brockmann ist Director of Product Management bei SDL und bekleidete diese Position bereits bei TRADOS vor der Übernahme von SDL. Bei TRADOS fing er im Februar 1994 an. In den ersten Jahren arbeitete er zunächst als Schulungs- und Supportspezialist, nahm aber auch vertriebsunterstützende Aufgaben wahr und arbeitete an der technischen Dokumentation der TRADOS-Produkte mit - neben vielen anderen Tätigkeiten, die in einem sehr schnell wachsenden Unternehmen anfielen. Darüber hinaus wirkte er beim Aufbau der weltweiten TRADOS-Organisation mit, indem er die jeweiligen lokalen TRADOS-Vertriebsorganisiationen in der Software schulte. Heute ist Herr Brockmann mit seinem Team für das Produktmanagement der Translation Memory- und Terminologie-Produktlinien von SDL Trados verantwortlich, die Produkte wie SDL Trados Studio, SDL Studio GroupShare, SDL MultiTerm sowie SDL Open Exchange umfassen. Details ausblenden | |
| SDL Studio GroupShare – Teamarbeit mit Echtzeit-Datenzugriff Ziad Chama SDL Studio GroupShare – Teamwork with real time data access Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A Übersetzungsaufträge werden üblicherweise per E-Mail vergeben, die eine Reihe von Anhängen enthalten: die zu übersetzenden Dokumente, Referenzen, TM-Exporte, Glossare usw. Bei einem typischen Auftrag verbringen Übersetzer nicht selten eine Stunde (und mehr) damit, die angehängten Dateien herunterzuladen, im richtigen Ordner abzulegen usw., bevor sie mit der eigentlichen Übersetzung anfangen können. Gerade beim Umgang mit Dateien können die Fehler entstehen, die die schwerwiegendsten Konsequenzen haben, z.B. wenn eine falsche Datei bearbeitet und abgeliefert wird. Solche Fehler sind meist sehr viel kostspieliger zu beheben, als beispielsweise einen einfachen Rechtschreibfehler oder eine fehlerhafte Übersetzungseinheit in einem Translation Memory zu korrigieren. SDL Studio GroupShare vereinfacht die Vergabe und Bearbeitung von Übersetzungsaufträgen: Sämtliche Funktionen rund um die Auftragsvergabe und das Dateihandling sind nahtlos in die Übersetzeroberfläche eingebunden. Anstatt beispielweise eine Datei über eine separate Anwendung zu laden und dann zur Übersetzung zu öffnen, können Sie sämtliche Projektdateien direkt in der Übersetzungsoberfläche aus- und einchecken. Im Übersetzungsteam ist jederzeit nachvollziehbar, wer gerade welche Datei bearbeitet. Das vermeidet Konflikte, z.B. zwei Anwender, die versuchen, auf dieselbe Datei zuzugreifen. Übersetzungen werden mit einem Knopfdruck geliefert – durch einfaches Einchecken im System. Damit entfällt die Notwendigkeit, eine E-Mail mit Anhang zu verfassen, die vielleicht von einem Virenscanner geblockt wird und damit zu den üblichen, Zeit raubenden Lieferproblemen führt. Ein weiterer Vorteil: Der Zugriff auf die richtigen Translation Memories und Termbanken erfolgt automatisch im Hintergrund. Übersetzer können in Echtzeit Lösungen austauschen, auch wenn sie von verschiedenen Standorten aus arbeiten. Angaben zum Referenten/Moderator Ziad Chama Ziad Chama ist freiberuflicher Dolmetscher und Übersetzer. Er arbeitete von 1999 - 2006 im Produktmanagement und in der Entwicklung von SDL Trados. Seit 2007 ist er als freiberuflicher Consultant und Trainer für Übersetzertools tätig. Details ausblenden | |
| Sprachkontrollwerkzeuge bei der Übersetzung technischer Dokumentation - wohin geht die Reise? Christoph Rösener Language control tools in the translation of technical documentation – Where will the journey take us? Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 6.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A Sprachkontrollwerkzeuge zur Qualitätssicherung in der Technischen Dokumentation haben sich in den letzten Jahren immer weiter auf dem Markt etabliert. Über die gängigen Rechtschreib- und Grammatikprüfprogramme hinaus kommen dabei zunehmend linguistisch intelligente Lösungen zur Anwendung, die es ermöglichen, auch Terminologie, Stil etc. in den Dokumenten zu prüfen. In der Vergangenheit war dieser Arbeitsschritt in den meisten Fällen der eigentlichen Übersetzung vorgeschaltet. Mittlerweile kann man jedoch beobachten, dass Sprachkontrollwerkzeuge zunehmend auch in integrierte Übersetzungssysteme eingebunden werden. So existieren inzwischen Komplettlösungen, die die Funktionalitäten von Sprachkontrollwerkzeugen und Translation-Memory-Systemen miteinander verknüpfen. Der Vortrag gibt zunächst einen Einblick in die technische Architektur solcher Komplettlösungen. Anschließend wird an einer Beispielimplementierung der Arbeitsablauf innerhalb eines solchen Systems skizziert. Schließlich werden Möglichkeiten und Probleme der Verknüpfung von Sprachkontrollwerkzeugen und Translation-Memory-Systemen diskutiert und Vorschläge für potentielle Weiterentwicklungen gegeben. Angaben zum Referenten/Moderator Christoph Rösener Prof. Dr. Christoph Rösener studierte Sprachen und Computerlinguistik in Frankfurt, Saarbrücken, Dublin und Moskau. Nach Abschluss als Diplom-Übersetzer promovierte er im Bereich Computerlinguistik. Sein Hauptinteresse gilt computerlinguistischen Methoden in der Sprachdatenverarbeitung. Seit Oktober 2011 ist er als Professor im Studiengang Internationale Fachkommunikation an der FH Flensburg tätig, darüber hinaus am Institut der Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Informationsforschung, IAI, Saarbrücken. Details ausblenden | |
| Terminologiearbeit mit Hilfe von SDL Trados Studio und SDL MultiTerm Thomas Imhof Terminology work with the aid of SDL Trados Studio and SDL MultiTerm Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 6.11 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 4 Bei diesem Workshop werden Möglichkeiten zur schnellen Erfassung von neuer Terminologie bei der Übersetzungsarbeit in SDL Trados Studio vorgestellt. Es wird gezeigt, wie die neu erstellten Termini dem Kunden zur Verifikation überlassen werden können und wie die Kundenänderungen wieder in die Termbank zurückgeführt werden. Als Produkt für den Kunden werden verschiedene Publikationsformen diskutiert. Außerdem wird gezeigt, wie die Termbank in SDL Trados Studio als einfaches Glossar und als Autotext-Lieferant einzusetzen ist, um damit wertvolle Zeit bei der Übersetzung zu sparen. Angaben zum Referenten/Moderator Thomas Imhof Nach abgeschlossenem Studium zum Diplom-Übersetzer in Heidelberg und einer ersten Station im Sprachendienst der Mannesmann Demag war Thomas Imhof ab 1998 bei der Trados GmbH in Stuttgart Produkt Manager und später Leiter des europäischen Kundenservice. Nach 2007 Produktmanager Internetplattformen bei der Metaversum GmbH und Produktmanager CAT Services bei 24translate GmbH. Anfang 2009 Gründung von localix.biz – language technology consulting in Hamburg. Unternehmensziel ist es, allen Teilnehmern am Übersetzungsprozess den Einstieg in die computergestützte Übersetzung zu einem erschwinglichen Preis zu ermöglichen. Details ausblenden | |
| Konsistente Terminologie für erfolgreiche Fachkommunikation mit Transit/TermStar NXT Christiane Hoffmann Consistent terminology for successful specialist communication with Transit/TermStar NXT Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 7.11 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 4 Konsistente Firmen- bzw. Fachterminologie steigert die Verständlichkeit und Zuverlässigkeit von Produktinformationen und senkt die Kosten für die Erstellung, Korrektur und Qualitätssicherung der ausgangssprachlichen Dokumentation und ihrer Übersetzung. Die Übersetzungskosten können ggf. um 15-30% gesenkt werden, da weniger Varianten im Translation Memory vorhanden sind. Für Auftraggeber und Übersetzer sind somit Terminologiemanagement und –übersetzung ein zentraler Aufgabenbereich. Ausgangssprachliche Terminologie wird bei der Erstellung von Dokumenten erzeugt und verwendet. Idealerweise beginnt hier bereits die autorensprachliche, kontrollierte Terminologiearbeit. Multilinguale Terminologie entsteht im weiteren Übersetzungsprozess. Dieser Workshop zeigt, wie das Translation Memory System Transit NXT und das Terminologiemanagementsystem TermStar NXT diese kontrollierte multilinguale Terminologiearbeit einfach und effizient unterstützen. Ausgangssprachliche Terminologie kann über Terminologieextraktion und -import - auch aus anderen Terminologiemanagementsystemen - aufgebaut werden oder beim Übersetzen ins Wörterbuch eintragen werden. Bei der zielsprachlichen Terminologiearbeit profitiert der Übersetzer von der direkten Schnittstelle zwischen TermStar und Transit. Der Übersetzer kann direkt im Translation Memory nach Übersetzungen für einen Begriff suchen und die Übersetzungen können sofort aus dem übersetzten Text in das Wörterbuch übernommen werden. Umgekehrt können Begriffe per Mausklick oder Taste aus dem Wörterbuch in die Übersetzung eingefügt werden. Zudem nutzt Transit Formatierungsinformationen, um Terminologievorschläge zu machen. Diese Begriffe werden genauso wie Wörterbuchvorschlage verwendet und sie können auch in das Wörterbuch aufgenommen werden. Nach der Übersetzung stehen eine Terminologieprüfungsfunktion sowie eine Statistik über die Terminologieverwendung zur Verfügung. Angaben zum Referenten/Moderator Christiane Hoffmann Studium Computerlinguistik Universität Trier Tätigkeit in der Softwareentwicklung seit 2008: Mitarbeiterin bei STAR LTS, Böblingen, Bereich Support, Training und Consulting zu TermStar/Transit NXT, WebTerm, CLM Details ausblenden | |
| The Top 10 Pet Peeves of a Technical Translator (Vortrag 60 Minuten) Linda Gaus Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 8.1 - 29.09.2012, Raum: Audimax As every good translator knows, translation is a process, not just the final product; this process requires smooth cooperation from everyone involved. Too often, however, our clients don’t have a clear idea of what a translator actually does and how important “supporting documentation” and good communication can be to producing a translation that will please everyone. This presentation will discuss the “top 10 pet peeves of a technical translator,” some "nos" drawn from 15 years of personal experience that can significantly hamper the translation process, and suggest some things you can do about them. Here are the "nos" that we will examine and discuss: 1. No context 2. No reference material 3. No specialized terminology 4. No patience with questions 5. No native-speaking client 6. No well-written document 7. No final text 8. No diagrams/illustrations 9. No consensus 10. No time Angaben zum Referenten/Moderator Linda Gaus Linda L. Gaus, the proprietor of MadDocs LLC, has a Ph.D. in German from the University of California-Berkeley and over 15 years' German-English translation experience. Her fields of specialty are IT (basically anything to do with computers), technical translations in various areas, and marketing and tourism translations. She lives in Vienna, Virginia and can be reached at maddocsllc@verizon.net. Details ausblenden | |
| Möglichkeiten und Grenzen der Maschinellen Übersetzung Ziad Chama Capabilities and limits of machine translation Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.2 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal A Die Maschinelle Übersetzung galt lange Zeit als qualitativ minderwertig und konnte daher nur sehr eingeschränkt genutzt werden. Dadurch entstand die landläufige Meinung, Maschinelle Übersetzung mit anschließender Nachbearbeitung sei mindestens genauso zeitaufwändig wie die Humanübersetzung. Seit einigen Jahren aber erlebt die Maschinelle Übersetzung eine Renaissance: Zum einen liegt es daran, dass immer mehr Inhalte sehr schnell übersetzt werden müssen. Bei Chat- und Support-Foren beispielsweise würde die klassische Humanübersetzung (auch mit Translation Memory-Unterstützung) oft zu lange dauern. Wenn Geschwindigkeit Priorität hat, reicht eventuell auch eine Übersetzung aus, die nicht ganz so geschliffen klingt, die aber die benötigten Informationen verständlich wiedergibt. Zum anderen hat sich die Technologie in den letzten Jahren weiter entwickelt, so dass Maschinelle Übersetzungssysteme nach einer Einlernphase erstaunlich gute Resultate liefern. Nicht nur das: In den 90er Jahren waren Maschinelle Übersetzungsprogramme noch separate Systeme, die auf dem lokalen PC installiert wurden. Heute findet man sie im Internet, wo sie sich über den Browser aufrufen oder nahtlos in Profi-Übersetzungstools integrieren. Vor dem Hintergrund des steigenden Kosten- und Zeitdrucks fragen Unternehmen ihre internen und externen Mitarbeiter bzw. Agenturen immer häufiger, ob sich gewisse Übersetzungen nicht einfach und kostengünstig maschinell erledigen lassen. Dabei ist es wichtig zu wissen, welche Inhalte sich für die Maschinelle Übersetzung eignen. Support-Foren und Webseiten für Tertiärmärkte können z.B. Kandidaten für eine rein maschinelle Bearbeitung sein – die Fälle also, in denen es nicht so sehr die auf Qualität ankommt. Wichtige Pressemitteilungen, Geschäftsberichte, Handbücher usw. dagegen stellen in der Regel kritische Inhalte dar, bei denen aus qualitativen Gründen weiter die Humanübersetzung zum Einsatz kommen sollte. Angaben zum Referenten/Moderator Ziad Chama Ziad Chama ist freiberuflicher Dolmetscher und Übersetzer. Er arbeitete von 1999 - 2006 im Produktmanagement und in der Entwicklung von SDL Trados. Seit 2007 ist er als freiberuflicher Consultant und Trainer für Übersetzertools tätig. Details ausblenden | |
| Terminologieextraktion mit einfachen Mitteln Francois Massion Terminology extraction by simple means Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 10.9 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 2 Terminologie gehört inzwischen zum Übersetzeralltag. Oft enthalten Übersetzungsprojekte neue Termini. Es ist für Übersetzer keine leichte Aufgabe, eine mehrsprachige Projekt- oder Firmenterminologie zusammenzustellen. Am Markt werden mehr oder weniger leistungsfähige Programme für die Terminologieextraktion angeboten, die sich aber nicht jeder Übersetzer leistet bzw. leisten kann. Ziel des Terminologie-Workshops ist es zu zeigen, wie man mit einfachen Bordmitteln (Microsoft Office) eine Terminologie mit einem vertretbaren Aufwand erstellen und anschließend erfassen kann. Dabei werden Fragen diskutiert wie: "Welche Wörter soll ich in die Terminologie aufnehmen", "Wie umfangreich darf/soll meine Terminologie sein", "Wie kann ich meine Terminologie einsetzen" sowie weitere Fragen. Im Workshop werden mit einem Beispieldokument in zwei Sprachen zwei Aufgaben gelöst: 1) Extraktion der Terminologie 2) Begriffsorientierte Aufbereitung der extrahierten Terminologie. Die Extraktion erfolgt in mehreren Schritten: - Der Korpus wird in eine Wortliste umgebrochen und von Satzzeichen und ähnlichen Zeichen bereinigt(MS Word) - diese Wortliste wird iterativ von Doubletten und Stoppwörtern bereinigt (MS Excel) - Abgelehnte Wörter ergänzen die Stoppwörterliste - Verbleibende Wörter werden lemmatisiert. - Danach wird gezeigt, wie man mit Bigrammen, Trigrammen sowie mit der mehrsprachigen Extraktion umgehen kann. Nach der Extraktion wird die Wortliste wird in ein begriffsorientiertes Modell erfasst. Zuerst erstellen wir im Workshop ein Datenmodell "am Reißbrett". Wir diskutieren die Informationen, die man erfassen kann bzw. sollte und legen die einzelnen Ebenen fest, denen die Information zugeordnet wird. Dann erörtern wir, welche Möglichkeiten es gibt, dieses Modell in Excel darzustellen. Im Workshop werden noch einige nützliche Excel-Funktionen erläutert, die zweckdienlich sind und es wird falls die Zeit reicht gezeigt, wie man Makros in Word aufzeichnen kann. Angaben zum Referenten/Moderator Francois Massion Dr. François Massion ist Geschäftsführer und Mitbegründer der D.O.G. Dokumentation ohne Grenzen GmbH in Leonberg bei Stuttgart und unterrichtet seit 2008 Terminologie an der Hochschule Anhalt (FH) in Köthen. 1984 machte er seinen Abschluss als Diplom-Übersetzer an der Johannes- Gutenberg-Universität in Germersheim, 1986 promovierte er an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen im Fachbereich Lexikographie. Details ausblenden | |
| Im Dreieck kulturbedingter Unterschiede - Nominationsprozesse bei termini technici. Probleme und Begriffsfragen der technischen Übersetzer für das Sprachenpaar Deutsch-Polnisch Krzysztof Sakowski In the triangle of cultural differences – nomination processes for technical terms. Problems and terminological issues of technical translators for German-Polish Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.11 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 4 Die Übersetzung der technischen Texte verläuft nicht wie im Falle anderer Gebiete als Prozess der Vermittlung zwischen zwei Sprachen (Ausgangs- und Zielsprache) sondern bildet ein Dreieck zwischen der Ausgangs-, Ziel und Referenzsprache. Als Referenzsprache wird hierzu Englisch verstanden, das vorwiegend im technischen Bereich als moderne lingua franca gilt. Das Vorhandensein der Referenzsprache erzwingt bei technischen Übersetzern, zum einen die Fähigkeit aufgrund Ausgangs- und Referenzsprache eine Verständnisbasis zu bilden, zum anderen die Terminologie der Sprachpaaren Ausgangs- und Zielsprache sowie Referenz- und Zielsprache zu überprüfen, bevor die terminologische Entscheidung endgültig getroffen wird. Das Dreieckverhältnis bringt dabei beträchtliche Unterschiede in Bereichen der Kognition und der Kultur an den Tag. Die Nominationsprozesse in den drei genannten Sprachen können jeweils nach anderen kognitiven Mustern verlaufen. Wie dieser scheinbare Nachteil und Wirrwarr zum Vorteil des Übersetzers werden kann, soll im Rahmen dieses Vortrags erläutert werden. Angaben zum Referenten/Moderator Krzysztof Sakowski Hochschuldozent Universität Łódź seit 2006 Austauschstudent DAAD in Gersmersheim und Giessen Freiberufler im Bereich technische Übersetzung seit 2005 Technischer Übersetzer/Dolmetscher bei TME (tme.eu) seit 2010 Übersetzer/Dolmetscher bei Lidex (http://www.lidex.com.pl/) seit 2011 Details ausblenden | |
| Übersetzen im IT-Bereich, Softwarelokalisierung | |
| Schnupperkurs Softwarelokalisierung Daniel Zielinski Introductory course in software localisation Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 1.4 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal C Die Softwarelokalisierung hat sich in den letzten 15 Jahren zu einer eigenständigen hochspezialisierten und stark technisierten Branche entwickelt. Die Nachfrage nach Übersetzungen von Elementen der Softwarebenutzeroberfläche hat währenddessen stetig zugenommen. Heute stehen für die Softwareübersetzung spezialisierte Softwarelokalisierungswerkzeuge zur Verfügung, die neben der reinen Textübersetzung mit WYSIWYG-Vorschau auch die Anpassung von Dialogelementen ermöglichen. Lokalisierungsunternehmen und Übersetzungsbüros haben jedoch häufig Probleme, qualifizierte Übersetzer zu finden, die sich mit diesen speziellen Tools auskennen. Das Seminar „Schnupperkurs Softwarelokalisierung“ richtet sich an ÜbersetzerInnen, die Ihr Portfolio erweitern möchten und sich in den Bereich der Übersetzung von Software einarbeiten wollen. Gegenstand des Seminars ist ein kurzer Überblick über die Softwarelokalisierung (Gegenstand, Arbeitsabläufe und Rolle des Übersetzers, Werkzeuge, Herausforderungen). Im weiteren Verlauf des Seminars erhalten die TeilnehmerInnen eine Einführung in die Übersetzung von Softwarebenutzeroberflächentexten mit Softwarelokalisierungstools am Beispiel der frei verfügbaren Translator Edition von SDL Passolo sowie der SDL Passolo Essential Edition, die Bestandteil von SDL Trados 2007 und SDL Trados Studio ist. Im Vordergrund stehen die grundlegenden Übersetzungs- und Qualitätssicherungsfunktionen von SDL Passolo. Das Seminar versetzt die TeilnehmerInnen in die Lage, zukünftig Software-Übersetzungsaufträge mit SDL Passolo abzuwickeln. Angaben zum Referenten/Moderator Daniel Zielinski Daniel Zielinski ist Diplom-Übersetzer für Italienisch und Französisch. Nach seinem Studium war er sechs Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Bereich Sprachdatenverarbeitung an der Universität des Saarlandes tätig. Seit 2010 arbeitet er als zertifizierter Trainer und Berater im Bereich Übersetzung und Lokalisierung bei der Loctimize GmbH (www.loctimize.com) in Saarbrücken. Details ausblenden | |
| Lexical borrowings in German and Italian IT terminology: At the crossroads between language interference and translation procedures Laura Giacomini Vortrag (max. 30 Minuten), Englisch - Block 6.14 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 7 My paper focuses on translation issues related to the occurrence of lexical borrowings in specialised language. Using the example of German and Italian texts on browser technologies, I will first show that the IT language is highly suitable for a case study, since it displays a varied range of borrowings at all levels of specialisation and textual typology (vertical discourse). Moreover, it belongs to a recent field of knowledge and lacks the terminological standardisation of well-established specialised languages. I will outline a corpus-based classification of borrowings (loanwords, foreign words, and calques) and corresponding translation situations. Linguistic terms in English, German and Italian will be compared to each other. English can be considered, with good reason, the metalanguage of the IT field, playing an intermediary role in translation between other languages. Borrowings from English in IT texts are the result of common cross-linguistic influence, as well as literal translation procedures. When translating a text from German into Italian, they are already available in the source language and have to be transferred to the target language in the form of equivalent lexical elements. Most translation difficulties originate from the different approach of German and Italian to the superordinate metalanguage. In fact, semantic and pragmatic consistency in the source/target text does not imply morphosyntactic equivalence, i.e. a one-to-one correspondence in the choice of a type of borrowing (cf. search engine, Such-Engine, Suchengine, Suchmaschine, motore di ricerca). By identifying language-specific strategies to cope with heterogeneous lexical patterns, for instance multiword expressions, the paper aims to develop a coherent, theory-based method to anticipate borrowings-related pitfalls in IT translation. Corpus-based observations on multiword expressions are part of a Ph.D. project at the University of Heidelberg (DE), which is to be published in 2011. Angaben zum Referenten/Moderator Laura Giacomini Details ausblenden | |
| Human-Robot Interaction and Communication Dimitra Anastasiou Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch oder Englisch - Block 7.14 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 7 Ambient Assisted Living is the name for a European technology and innovation funding programme about intelligent assistant systems for a healthier and safer life in the preferred living environments through the use of Information and Communication Technologies. We focus on multilingual and multimodal (speech and gesture) interaction between human users and a wheelchair-robot which can enhance the quality of lifestyle of people living in assistive environments, be it seniors or people with physical or cognitive disabilities. We conducted a user study in the Bremen Ambient Assisted Living Lab (www.baall.net) at the German Research Center for Artificial Intelligence in order to collect empirical speech and gesture data and thus create, and evaluate a corpus. The user study is about a human user sitting in a wheelchair (Rolland) and performing certain inherently spatial tasks. Currently human-Rolland interaction is in English and German, but we enable multilingual dialogue via a speech-to-speech translation prototype, which includes the Natural Language Processing steps of speech recognition, Machine Translation, and speech synthesis. Speech interaction with smart devices in assistive environments can enhance the quality of lifestyle of the challenged people. When, in addition, they speak with their devices in their mother tongue, there are further advantages, such as trust, confidence, and user-friendliness. In our talk we speak about which natural language(s) most robots speak worldwide, some artificial languages designed for robots, and the future of translation in this application field. We gratefully acknowledge the support of the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) through the Collaborative Research Center SFB/TR 8 Spatial Cognition - Subproject I5-DiaSpace. Angaben zum Referenten/Moderator Dimitra Anastasiou Dimitra Anastasiou works as a researcher in the departments of Languages and Literary Studies and Computer Science at the University of Bremen. Her current research in SFB/TR8 project „Spatial Cognition“ focuses on multimodal and multilingual assistive environments and improvement of dialogue systems with relation to assisted living environments. The previous two years she was a post-doctoral researcher at the Localisation Research Centre in the Centre for Next Generation of Localisation project. Her PhD thesis concerned the processing of idiomatic expressions in Machine Translation. The last 3 years she has been teaching “Machine Translation”, “Translation Technology”, and “Computational Linguistics Applications” and supervising BA, MA, and PhD students. Details ausblenden | |
| Übersetzen und Dolmetschen im medizinischen und pharmazeutischen Bereich | |
| Addressing language and cultural barriers in rehabilitation of ehtnic minority and migrant patients in Austria Dominique Dressler Vortrag (max. 30 Minuten), Englisch oder Deutsch - Block 4.6 - 28.09.2012, Raum: Senatssaal About 1/3 of the patients of an in-patient rehabilitation centre in Austria are of ethnic minority/migrant origin. A qualitative study investigated cross-cultural communication between the rehabilitation team and these patients from the point of view of the statt. Both language and cultural aspects were investigated. The study showed major language barriers; many patients speak little or no German, and the staff does not speak the language of the patients, Language barriers affect the whole rehabilitation process. The study also investigated the ways in which the staff tried to overcome these barriers from communication in simplified German to interpretation, often by untrained chance interpreters such as cleaning staff or family members of the patients and colleagues, but also by external trained interpreters. Cultural aspects also affect cross-cultural communication. Aspects relating to everyday life such as dietary requirements are dealth with in a pragmatic way. However, cultural aspects directly influencing rehabilitation such as pain expression and behaviour, but also approaches of disease or expectations relating to the treatment are more difficult to deal with. Solutions to overcome the communication barriers are put forward, in particular structural solutions. Angaben zum Referenten/Moderator Dominique Dressler Current Position: Head of International Relations of the AUVA and Lecturer on Cross-Cultural Competence at the Danube University Krems MA in Intercultural Competence of the Danube University of Krems Book: Interkulturelle Kommunikation in der stationären Rehabilitation nach Unfällen, Cuvillier Verlag Details ausblenden | |
| Gemittelte Kommunikation mit albanischen und türkischen Patienten: Beispiele aus Schweizer Krankenhäusern Gertrud Hofer Translated communication with Albanian and Turkish patients: Examples from Swiss hospitals Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 4.6 - 28.09.2012, Raum: Senatssaal Wenn Migrantinnen und Migranten sich im medizinischen Kontext nicht in der Landessprache verständigen können, werden Dolmetschende hinzugezogen. Die Migrationsbevölkerung beträgt in der Schweiz rund 20 % und gemäβ den Angaben des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit haben Migranten häufiger gesundheitliche Probleme als die einheimische Bevölkerung. Damit rückt die gedolmetschte Kommunikation zunehmend in das Blickfeld von medizinischen Fachleuten. Die Qualität der Dolmetschleistung wirkt sich auf die Verständigung zwischen Arzt und Patient und damit letztlich auch auf den Erfolg der Behandlung aus. Der Untersuchungsgegenstand eines interdisziplinären Projekts ist die Qualität von gedolmetschten Gesprächen, die aus verschiedenen medizinischen, insbesondere psychiatrisch-psychologischen Settings stammen. Untersucht werden die Besonderheiten der gedolmetschten Kommunikation, die von individuellen Ansichten und Verhaltensweisen von Dolmetschenden und medizinischen Fachleuten geprägt ist. Anhand von ausgewählten Beispielen werden das Rollenverhalten und die sprachlichen Handlungsweisen wie etwa Auslassungen, Hinzufügungen oder (terminologische) Vereinfachungen kritisch betrachtet und überdies werden die in der Literatur seltener besprochenen Folgen des Rollen- und des Sprachverhaltens aufgezeigt. Zur Diskussion gehört auch die Optik der Psychiater/Psychologinnen, Therapeutinnen usw. Aus diesem Grund sind auch Fragen nach der Rolle der für das Gespräch verantwortlichen Fachperson, nach kulturellen Phänomenen und nach Faktoren, die das Gespräch positiv oder negativ beeinflussen, einbezogen worden. Gertrud Hofer, 20. Oktober 2011 Angaben zum Referenten/Moderator Gertrud Hofer Gertrud Hofer ist Dozentin am Institut für Übersetzen und Dolmetschen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Seit 2000 leitet sie die Fachstelle Weiterbildung des Departements Angewandte Linguistik dere ZHAW. Zentrale Themen der Weiterbildung sind Übersetzen und Dolmetschen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung von Lehrgängen entstanden auch Forschungsprojekte zum Thema des Rollen- und des Qualitätsverständnisses der Dolmetschenden. Forschungsschwerpunkt ist seit 2010 Dolmetschen im medizinischen Setting. Details ausblenden | |
| Medical Interpreter Certification - advancing the profession and ensuring patient safety Alvaro Vergara-Mery Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 7.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A Medical interpreter certification on a national level is a reality in the United States. Since 2009 there have been a significant number of interpreters working in the medical field who have achieved certification through the National Board of Certification of Medical Interpreters. First developed for interpreters of English/Spanish, for which there is an overwhelming demand in the U.S., the exams are also available in Cantonese, Mandarin, Korean, Russian and Vietnamese with more languages under development. The provision of qualified, trained interpreters is critical in the health care field and is recognized as important for patient safety. Certification is an important factor as part of ensuring professional interpreters, along with training and professional development. The national certification comes after years of work building the profession and the development of a medical interpreter code of ethics and standards of practice that codify best practices. This interactive presentation will explore the certification program of the National Board of Certification for Medical Interpreters, how it was developed and how this program can serve as a model internationally. There will be an overview of the certification process, including the job/task analysis that laid the basis for the development of the exams, a description of the prerequisites, registration, types of credentialing, what the written and oral exams are like and the topics covered. Angaben zum Referenten/Moderator Alvaro Vergara-Mery Dr. Alvaro Vergara-Mery is a certified medical interpreter on staff at the University Medical Center in Las Vegas, Nevada, U.S. He is an interpreter trainer and language proficiency tester and a faculty member for the Medical Interpreting and Translating Institute. Dr. Vergara-Mery presents at conferences internationally. He is the International Medical Interpreters Association's Nevada Chapter Representative and vice-president of the Nevada interpreters and Translators Association. Co-author Rita Nancy Weil, Ph.D. is Chair of the National Board for Certification of Medical Interpreters. She is a professional medical and community interpreter and an interpreter trainer, and is an experienced English/Spanish interpreter working in Washington, DC and Philadelphia, PA, U.S. Dr. Weil presents at conferences internationally and has lived and worked in Colombia, Honduras and Venezuela. Details ausblenden | |
| Telefondolmetschen im medizinischen Bereich
Max Grauert, Nicola Hintze Telephone interpreting in the medical field Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A Medical Vox - Telefondolmetschen im medizinischen Bereich In diesem Vortrag wird das Telefondolmetschen im Vergleich zum Face-to-Face Dolmetschen diskutiert. In den USA ist Telefondolmetschen vor allem im Gesundheitsbereich bereits übliche Praxis. Anbieter mit Umsätzen über 100 Mio. USD sind keine Seltenheit. Zwar gibt es auch in Europa und Deutschland diesbezüglich einen positiven Trend, jedoch besteht diesseits des Atlantiks weiterhin Entwicklungspotenzial. Denn auch hier leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, und nicht immer sind alle Beteiligten in wichtigen Situationen der deutschen Sprache ausreichend mächtig. Ein Dolmetscher steht nicht immer auf Abruf bereit, und der Bedarf an Kommunikation wird in einer globalisierten (Arbeits-)Welt zudem nicht weniger – ein Grund mehr, auf schnelle, unkomplizierte und professionelle Sprachmittlung zu setzen. In diesem Vortrag werden Erfahrungswerte des größten deutschen Anbieters für medizinisches Dolmetschen (MedicalVox.de) vorgestellt. Die Erfahrungswerte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Auswertungen in Kooperation mit Krankenhäusern wie dem Universitätsklinikum in Eppendorf (Hamburg / ca. 70 Klinken) bzw. den Heliosklinken. Geeignet ist dieser Dolmetschservice generell nicht nur für medizinische Belange, sondern ebenso in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Handel und Kultur – eben überall dort, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander ins Gespräch kommen. Oft muss dies schnell gehen. Sprachmittler werden manchmal sehr kurzfristig auch außerhalb lange geplanter Konferenzen benötigt. Für solche Fälle kann Telefondolmetschen eine gute Alternative darstellen. Für welche Einsatzgebiete ist das TelefonDolmetschen sinnvoll und an welcher Stelle kann es das Face-to-Face Dolmetschen nicht ersetzen? Diese Frage soll im Rahmen dieses Vortrages beleuchtet und gemeinsam diskutiert werden. Angaben zum Referenten/Moderator Max Grauert, Nicola Hintze Max Grauert ist Geschäftsführer von MedicalVox.de. Das Geschäftsmodell des Unternehmens (Telefondolmetschen) wurde vom Bundespräsidenten Horst Köhler sowie von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WHL ausgezeichnet. Details ausblenden | |
| Anatomy of a medical article: Strategies and resources for doing medical translation from German or Japanese into English Matthew Schlecht Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 7.7 - 29.09.2012, Raum: Raum K3 A set of strategies and resources will be presented for doing medical translation of scholarly articles from German and Japanese into English, and the differences and similarities in working from these two source languages will be described. Translation strategies will be illustrated through analysis of actual medical scholarly articles in German and Japanese, including the assessment of whether the individual translator will be capable translating such content. The structure and format of medical articles will be outlined, standard equivalents of the section headings will be provided, techniques for the incorporation of graphics will be covered, and guidelines for researching specialized content be discussed and demonstrated. This presentation will be aimed at translators with some technical background and an excellent working knowledge of their source language. It should be of special interest to translators who wish to explore whether they could begin working in the medical translation area. Angaben zum Referenten/Moderator Matthew Schlecht Matthew Schlecht worked for 20 years as a researcher in chemistry and the life sciences, during which he spent 5-10% of his time engaged in technical translation related to his research work. In 2002 he started a freelance practice specializing in technical translation and editing under the tradename of Word Alchemy. He carries out translations into English (native language) from German, Japanese, French, or Spanish. His areas of greatest expertise are chemistry, medicine, biotechnology, pharmaceuticals, medical devices, polymers, agrochemicals, and patents, and technical business correspondence related to these areas. Details ausblenden | |
| Das Nutzendossier im Health Technology Assessment (HTA)-Prozess: neue Textsorte mit neuen Herausforderungen Marion Alzer The benefit dossier in the Health Technology Assessment (HTA) process: A new text type with new challenges Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.7 - 29.09.2012, Raum: Raum K3 Der Bundestag hat am 11. November 2010 das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) beschlossen. Das Gesetz zielt darauf ab, eine Balance zwischen Innovation und Bezahlbarkeit von Arzneimitteln zu schaffen. Dazu sieht das AMNOG eine frühe Bewertung des Nutzens von Arzneimitteln vor. Pharmazeutische Unternehmer sind nun aufgefordert, dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) für jedes ab dem 1. Januar 2011 neu zugelassene Arzneimittel ein sogenanntes Nutzendossier vorzulegen. Der Hersteller soll damit den Zusatznutzen des neuen Arzneimittels gegenüber einer zweckmäßigen Vergleichstherapie nachweisen. Die Bewertung des Zusatznutzens durch den G-BA, das Institut für Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) oder Dritte, deren Aufgabe die Bewertung der Nutzen und Kosten von Arzneimitteln ist, bildet die Basis für Erstattungsverhandlungen zwischen dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und dem pharmazeutischen Hersteller. Damit wurde in Deutschland ein Verfahren eingeführt, das in anderen Ländern bereits in ähnlicher Form etabliert ist. Dieser Vortrag beleuchtet Hintergrund, Inhalt und Aufbau der relativ neuen Textsorte Nutzendossier. Er beschäftigt sich mit konkreten Herausforderungen, denen wir beim Übersetzen dieser Texte begegnen, und zeigt Möglichkeiten für die Bewältigung dieser Problematik in der Praxis auf. Beispiele stammen aus Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche. Angaben zum Referenten/Moderator Marion Alzer Marion Alzer ist Diplom-Übersetzerin und verfügt über einen M.A. in Linguistik der Louisiana State University, USA. Von 1991 bis 1995 war sie als Übersetzerin bei einem Pharma-Unternehmen und anschließend mehrere Jahre in der Studienkoordination bei einem Auftragsforschungsinstitut tätig. Dort übernahm sie Aufgaben als Monitorin, Projektmanagerin und Qualitätssicherheitsbeauftragte für klinische Studien. Seit 2005 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin, vorwiegend im Bereich Klinische Forschung und Entwicklung, und hält gelegentlich Fortbildungen auf diesem Gebiet. Details ausblenden | |
| Translating Polish autopsy reports into English - terminological and stylistic issues Magdalena Perdek Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 10.11 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 4 Autopsy reports are medico-legal documents which play an important role in the legal process. They reflect an expert medical opinion necessary for the determination of cause, manner and mechanism of death. The presentation looks at the format and terminology of post-mortem reports in Polish and English (with samples from both the UK and the US). The most problematic issues connected with translating those documents are discussed as well as differences in stylistic features characteristic of the forensic discourse in both languages. Angaben zum Referenten/Moderator Magdalena Perdek I am an assistant professor at Adam Mickiewicz University School of English. I work at the Department of Lexicography and Lexicology where my main interests include: bilingual lexicography, medical and legal terminology and translation didactics. Details ausblenden | |
| Übersetzen und Dolmetschen im juristischen Bereich | |
| Kurzseminar: Die Vertragssprache: Ein Vergleich zwischen Italien und Deutschland am Beispiel von Kauf- und Gesellschaftsverträgen
Sabrina Valente Salvatore Laganà Seminar: The language of contracts: A comparison between Italy and Germany using the example of purchase contracts and articles of association Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Italienisch und Deutsch - Block 1.6 - 28.09.2012, Raum: Senatssaal Ziel unseres Kurzseminars ist die Vermittlung von rechtswissenschaftlichen sowie sprachwissenschaftlichen Grundlagen bezüglich der privatrechtlichen Figur des Vertrags. Insbesondere möchten wir zwei Arten von Verträgen behandeln, die im internationalen Kontext und insbesondere in der wirtschaftlichen Beziehung zwischen Deutschland und Italien eine wichtige Rolle spielen können: der Kaufvertrag (z.B. Grundstückkaufvertrag) und der Gesellschaftsvertrag (z.B. einer AG). Im Ersten Teil des Kurzseminars werden die Grundlagen des italienischen Vertragsrechts vermittelt und sie mit dem deutschen Vertragsrecht verglichen. Diese Darstellung und der damit verbundene Vergleich werden sich hauptsächlich auf die Kategorien von Verträgen, die wir gewählt haben, beziehen. Der zweite Teil des Kurzseminars wird sich mit zwei konkreten Beispielen von Verträgen (ein Kaufvertrag und ein Gesellschaftsvertrag) und mit der Erläuterung ihrer makro- und mikrostrukturellen Merkmale beschäftigen. Insbesondere auf der Ebene der Mikrostruktur können linguistische Besonderheiten der juristischen Fachsprache (im Allgemeinem) und der Vertragssprache (spezifisch) hervorgehoben werden. Wir möchten außerdem zwei Verträge, die wirklich zwischen Parteien aus Deutschland und Italien zustande gekommen und übersetzt worden sind, behandeln. Dadurch möchten wir die wichtigsten Aspekten hervorheben, die bei der Übersetzung eines Vertrags Berücksichtigung finden müssen: die jeweilige nationale Rechtsordnung, Fachtermini und ihre Anwendung/semantische Konnotation in dem ausgewählten Sprachsystem, Makrostruktur. Schließlich möchten wir unterstreichen, dass die Vertragssprache manchmal (z. B. bei den Verträgen, die wie gewählt haben) auch eine andere Besonderheit aufweist, die bei der Übersetzung eines Vertrags zu beachten ist: Diese Sprache bewegt sich nämlich zwischen zwei Polen und Fachsprachen: Recht einerseits und Wirtschaft andererseits. Angaben zum Referenten/Moderator Sabrina Valente Salvatore Laganà Sabrina Valente, Diplom-Übersetzerin für die Sprachen Italienisch, Deutsch und Französisch; freiberufliche Übersetzerin im Bereich Privatrecht, öffentliches Recht und internationales Recht; im Dezember 2011: Vereidigung als Urkundeübersetzerin. Co-Autor: Salvatore Laganà, Rechtsanwalt (avvocato); beurlaubter Offizier der Italienischen Kriegsmarine; seit Oktober 2011 Lehrbeauftragte an der Universität Heidelberg für den Kurs: „das Italienische Zivilrecht und die juristische Vertragssprache“ und Gastwissenschaftler zu Forschungszwecken (Promotion) am Institut für Internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Details ausblenden | |
| DIE ROLLE DES GERICHTSDOLMETSCHERS – EXPERTE ODER NOTWENDIGES ÜBEL?
Tina Paulsen Christensen The role of the court interpreter – expert or necessary evil? Vortrag (max. 30 Minuten), German - Block 3.5 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal D Die Zahl der gedolmetschten Gerichtsverhandlungen steigt weiterhin in vielen Rechtssystemen, weshalb es immer wichtiger wird, dass Rechtssysteme über qualifizierte Dolmetscher verfügen. In Dänemark begegnen Richter, die Rezipienten von Gerichtsdolmetschleistungen sind, sowohl professionellen als auch nicht- oder semi-professionellen Gerichtsdolmetschern. Dies lässt vermuten, dass die Richter in der Praxis Dolmetschleistungen von sehr unterschiedlicher Qualität erleben und vermutlich kein einheitliches Bild von der Rolle des Gerichtsdolmetschers haben. Ziel der Studie, die ich in diesem Beitrag vorstelle, ist es zu untersuchen, welche normative Rolle die dänischen Richter Gerichtsdolmetschern zumessen. Mein Beitrag stellt die Ergebnisse einer online-Befragung unter sämtlichen dänischen Richtern vor. Die Richter wurden gebeteten ihre Erwartungen an und erlebten Probleme mit Gerichtsdolmetschern mittels der Storytelling-Methode zu erläutern. In meinem Beitrag unterscheide und analysiere ich die qualitativen Kommentare der Richter unter Heranziehung des Modells von Niska (2002) über die Rollen des Kommunaldolmetschers als entweder conduit, clarifier, culture broker und advocate, um so zu ermitteln, wie die Richter die Rolle des Gerichtsdolmetschers betrachten. Meine Studie hat den praktischen Nutzen, es Gerichtsdolmetschern zu ermöglichen, Gerichtsdolmetschen einmal aus der Perspektive der Richter zu betrachten. Gleichermaßen können die Ergebnisse der Studie auch Entscheidungsträgern für die Konzeption erfolgreicher Maßnahmen dienen, die eine effektive mehrsprachige Interaktion unterstützen. Angaben zum Referenten/Moderator Tina Paulsen Christensen Details ausblenden | |
| Die Rolle von DolmetscherInnen bei Gericht Karolina Nartowska The role of interpreters at court Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 3.5 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal D DolmetscherInnen bei Gericht nehmen ohne Zweifel eine zentrale Stellung ein, denn ohne ihre Beteiligung wäre die Kommunikation im Gerichtssaal zwischen einer fremdsprachigen Person und InstitutionsvertreterInnen nicht möglich. Dabei ist die Rolle von DolmetscherInnen in einem gerichtlichen Handlungskontext besonders komplex. Zum einen sind DolmetscherInnen verpflichtet, sich in ihrem translatorischen Handeln an die Verhaltensnormen der Berufsethik zu halten, zum anderen müssen sie in der gerichtlichen Realität Situationen bewältigen, in denen sich vorgeschriebene Normen nicht immer einfach einsetzen lassen. Schwierigkeiten können sich aus der jeweiligen Interaktion, dem institutionellen Rahmen und dem gesellschaftlichen Kontext ergeben. In diesem Referat wird gezeigt, wie die genannten Faktoren Handlungsstrategien von DolmetscherInnen in einer gegebenen gerichtlichen Situation beeinflussen können. An einem konkreten Beispiel einer authentischen gedolmetschten Interaktion bei Gericht wird die Rollenauffassung von DolmetscherInnen analysiert und deren Auswirkungen auf den Verfahrensablauf besprochen. Neben den verbalen Daten wird ebenfalls ein Feldprotokoll aus der teilnehmenden Beobachtung und ein Interview mit dem in der Verhandlung tätigen Dolmetscher zur kritischen Diskursanalyse herangezogen. Die gewonnen Ergebnisse sollten vor allem dazu beitragen, die komplexe Natur des translatorischen Handelns bei Gericht zu zeigen und das Bewusstsein für die Dolmetscherrolle zu steigern. Darüber hinaus könnten sie sowohl in der Didaktik des Gerichtsdolmetschens, als auch in der gerichtlichen Praxis Anwendung finden. Angaben zum Referenten/Moderator Karolina Nartowska Studium der Germanistik und Romanistik in Krakau und Jena, sowie der Wirtschaftswissenschaften an der Jagiellonen Universität in Krakau. Postgraduales Studium für Fachübersetzer am UNESCO-Lehrstuhl der Jagiellonen Universität. Zur Zeit Promotionsstudium am Zentrum für Translationswissenschaften der Universität Wien im Bereich Gerichtsdolmetschen. Staatlich geprüfte und allgemein beeidete Dolmetscherin und Übersetzerin für Polnisch und Deutsch. Details ausblenden | |
| TRAFUT - Training for the Future
Bericht über das EU-Projekt zur Umsetzung der EU-Richtlinie für das Recht auf Dolmetschen und Übersetzen im Strafverfahren Liese Katschinka TRAFUT – Training for the Future. Report on the EU project to implement the EU Directive on the right to interpreting and translation in criminal proceedings Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 3.5 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal D Im Zeitraum Mai 2011 und Dezember 2012 führen EULITA (European Legal Interpreters and Translators Association) und Lessius University College ein von der EU gefördertes Projekt - Trafut (Training for the Future) - durch, in dessen Rahmen Vertreter von Justizbehörden, Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Berufsverbände aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten in vier, regional strukturierten Workshops über die wichtigsten Forderungen der EU-Richtlinie für das Recht auf Dolmetschen und Übersetzen im Strafverfahren an Hand von Beispielen und Erfahrungsberichten informiert werden. Der Vortrag wird über die bis zum Zeitpunkt der Konferenz abgehaltenen Workshops und die dabei gewonnenen Erkenntnisse berichten. Ein Ziel der Workshops ist die Erarbeitung von Best-Practice-Modellen für bestimmte Bereiche des Übersetzens und Dolmetschens im juristischen Bereich. Angaben zum Referenten/Moderator Liese Katschinka Dipl. Dolm. Liese Katschinka ist freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin (Mitglied von A.I.I.C.), sowie Gerichtsdolmetscherin für die englische Sprache in Österreich. Im Verlauf ihrere beruflichen Laufbahn bekleidete sie eine Reihe von Funktionen in nationalen und internationalen Berufsverbänden. Sie ist derzeit Präsidentin von EULITA (European Legal Interpreters and Translators Association) und Vizepräsidentin des Österreichischen Gerichtsdolmetscherverbandes. Beim FIT-Kongress 2008 in Shanghai wurde ihr die Pierre-Francois Callé Medaille verliehen. Details ausblenden | |
| Rentables Urkundenübersetzen für Privatkunden – Prozessmanagement und Kundenselektion bei Kleinaufträgen Oliver Clanget Profitable document translation for private customers – Process management and customer selection for small orders Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 3.10 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 3 Unter Übersetzern wird oft die Frage diskutiert, ob Urkundenübersetzungen rentabel seien, ob sich eine Vereidigung überhaupt lohne. Da es sich bei beglaubigten Übersetzungen vor allem um Kleinaufträge von Privatkunden handelt, scheinen Urkundenübersetzungen zunächst weit weniger rentabel als die oft umfangreichen Aufträge wiederkehrender Firmenkunden. Bei Kleinaufträgen stehen Akquise, Kommunikation, Rechnungsstellung und sonstige Nebenarbeiten in einem ungünstigen Verhältnis zum Umsatz, so dass der Schlüssel zu rentablen Urkundenübersetzungen in der Optimierung der Auftragsabwicklung liegt. Wie effizient ein Auftrag einschließlich Vor- und Nacharbeiten erledigt werden kann, liegt jedoch nicht allein in der Hand des Übersetzers, auch die Mitwirkung des Kunden ist hierbei von Bedeutung. Somit kann auch die Auswahl der Kunden die Rentabilität von Kleinaufträgen steigern. Als weiterer Faktor ist die Preisgestaltung zu nennen, die dem tatsächlichen Gesamtaufwand Rechnung tragen muss; Umfang und Schwierigkeit der eigentlichen Übersetzung spiele hierbei eine weitaus geringere Rolle als bei Großaufträgen von Agenturen oder Direktkunden aus Industrie und Wirtschaft. Der Vortrag wird praxisnah zeigen, wie Urkundenübersetzungen durch eine gezielte Kundenauswahl, Preisgestaltung und Prozessoptimierung für den Übersetzer trotz der vermeintlichen Widrigkeiten rentabel sein können. Die Zuhörer werden Anregungen und Tipps erhalten, wie sie den Gesamtprozess von der ersten Kontaktaufnahme des Kunden bis zur Zahlung und Lieferung der Übersetzung effizienter gestalten können. Angaben zum Referenten/Moderator Oliver Clanget Oliver Clanget hat deutsche, englische und spanische Sprach- und Literaturwissenschaft (Gymnasiallehramt) an der Universität Heidelberg studiert. Er ist staatlich geprüfter Übersetzer und in Baden-Württemberg für die Sprachen Englisch und Spanisch öffentlich bestellt und beeidigt. Seit 2007 ist er als freiberuflicher Technischer Übersetzer und Urkundenübersetzer in Heidelberg tätig. info@clanget.com Details ausblenden | |
| Dolmetschen bei der Polizei
Tipps & Tricks
aus dem Erfahrungsschatz einer Polizeidolmetscherin Monika Westhagen Interpreting for the police: Tips and tricks from the wealth of experience of a police interpreter Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 4.5 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal D Schwerpunkte des Vortrags: 1. Wie wird der Dolmetscher gesehen? - Der Dolmetscher aus der Sicht des Vernehmungsbeamten - Der Dolmetscher aus der Sicht des Anwalts - Der Dolmetscher aus der Sicht des Zeugen/Beschuldigten 2. Rechte und Pflichten des Dolmetschers - Wann darf sich ein Dolmetscher einmischen? - Wann muss sich ein Dolmetscher einmischen? - Was darf ein Dolmetscher ablehnen? 3. Heikle Situationen und Krisenmanagement Was tue ich wenn: Beispiele aus der Praxis, u.a.: - Ich Zeuge von Gewalttätigkeiten werde? - Der Beschuldigte mich ins Vertrauen zieht und nach Abschluss der Vernehmung mir gegenüber quasi ein Geständnis ablegt? 4. Die eigene Sicherheit "Frau Dolmetscherin, gehen Sie doch schon mal vor" 5. Interkultureller Aufklärungsbedarf Missverständnisse aufgrund der Zugehörigkeit zu einem anderen Kulturkreis - Beispiele aus der Praxis Angaben zum Referenten/Moderator Monika Westhagen Die Abstract-Autorin war fast 40 Jahre im Fremdsprachendienst des Münchner Polizeipräsidiums fest angestellt, bis sie 2005 in Altersteilzeit ging und heute freiberuflich tätig ist. Details ausblenden | |
| Video-mediated interpreting as a growing form of interpreting in criminal proceedings Sabine Braun, Judith Taylor Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 4.5 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal D Addressing the increased demand for interpreting in criminal proceedings, this presentation examines the use of video links to integrate interpreters into such proceedings. Whilst interpreters and legal practitioners have expressed concerns about video interpreting and whilst research has shown that video-mediated interpreting is challenging, police forces and other judicial services are keen to use it to save costs and gain timely access to qualified interpreters. Furthermore, the new EU Directive on the right to translation and interpreting in criminal proceedings makes reference to the use of videoconferencing as a means of accessing qualified interpreters. From the point of view of the interpreting profession, the various emerging forms of video-mediated interpreting raise serious questions about interpreting quality and liability. Against this backdrop, this presentation will discuss the outcomes of a comparative study of traditional and video-mediated interpreting in police interviews. The focus of this study was on investigating whether the quality of video interpreting is reliable enough, especially for evidential purposes. One specific point the presentation will address is how a set of variables (e.g. prior experience, training and the set-up of the technology) impact on the interpreting quality. A second point will be the extent to which experience and training facilitate the adaptation of interpreters in video-based settings. The presentation will conclude by discussing whether, given the controversial nature of video-mediated interpreting, the ability to interpret via video link should be promoted as a relevant professional skill. The presentation is based on two series of experimental studies as well as observations and feedback from the training of over 300 police-certified interpreters and other public service interpreters. The research has been co-funded by the EU DG Justice (Criminal Justice Programme). Angaben zum Referenten/Moderator Sabine Braun, Judith Taylor Author: Dr Sabine Braun Sabine Braun is Senior Lecturer in Translation Studies at the University of Surrey and a trained translator and interpreter. Her research focuses on new forms of interpreting. She has been leader of the EU-funded project AVIDICUS I and II (Assessment of Video-Mediated Interpreting in the Criminal Justice System) and IVY: Interpreting in Virtual Reality, and advises the Metropolitan Police Services in London and the London Probation Trust on the introduction of video-mediated interpreting. She teaches interpreting theory and practice and has developed several Masters programmes in Business and Public Service Interpreting. Co-Author: Dr Judith Taylor Judith Taylor has worked as a Research fellow on the AVIDICUS projects since 2009. Details ausblenden | |
| Kann man mit Urkundenübersetzungen Geld verdienen? Isabelle Thormann Can you earn money translating documents? Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), deutsch - Block 4.7 - 28.09.2012, Raum: Raum K3 Kurzantwort: Ja. In diesem Workshop werden die Voraussetzungen für systematisches, effektives Urkundenübersetzen mit der Möglichkeit des Arbeitens in Netzwerken vorgestellt und Fragen rund ums Urkundenübersetzen beantwortet. Dieser Workshop richtet sich sowohl an erfahrene Urkundenübersetzer, die ihre Arbeit u. a. durch sinnvolle Kooperation mit Kollegen erleichtern möchten, wie auch an Übersetzer, die erwägen, Urkundenübersetzer zu werden. Detaillierte Beschreibung: In dem Workshop werden (für die 'Neuen') kurz die Grundvoraussetzungen und zu erwartenden Schwierigkeiten genannt, aber auch Lösungen und Tipps und Tricks u. a. im Umgang mit schwierigen Dokumenten und Kunden vorgestellt. a) Beeidigung/Ermächtigung und somit die sprachmittlerischen Kompetenzen, Beherrschen des Grundwerkzeugs am Computer (Layout, Internetrecherche etc.); Fähigkeit, systematisch zu arbeiten, Beherrschen der 'Leitlinien für das Anfertigen von Urkundenübersetzungen'; 'vorzeigbares' Arbeitszimmer und keine Scheu vor dem Kontakt mit Direktkunden. b) Nützliche Fähigkeiten: ein gewisses Durchhaltevermögen, denn es braucht eine Weile, bis man viele verschiedene Dokumente einmal übersetzt und die wiederverwendbaren Vorlagen im Computer hat. Bestimmte Dokumente wiederholen sich (Führungszeugnis, Abitur, Vordiplom, Diplomzeugnis, Diplom-urkunde, Führerschein, Heiratsurkunde, Scheidungsurkunde etc. ); oder man kauft Vorlagen/Templates und/oder ... c) Bereitschaft zur Kooperation: So kann man mit anderen Urkunden¬übersetzern z. B. über Plattformen Vorlagen/Templates, Tipps und Aufträge austauschen. d) Digitale Signatur: Seit Neuestem gibt es diese Arbeitserleichterung, mit der beglaubigte Übersetzungen per E-Mail verschickt und elektronisch archiviert werden können. Angaben zum Referenten/Moderator Isabelle Thormann Dr. Isabelle Thormann ist seit 1980 beeidigte/ermächtigte Urkundenübersetzerin. Sie hat Fachartikel u. a. zur 'digitalen Signatur' für UrkundenübersetzerInnen im MDÜ geschrieben. In ihrem Unternehmen 'Dr. Thormann Wirtschaftsenglisch' in Braunschweig bietet sie Seminare in 'Rechtssprache' und Vorbereitungskurse für UrkundenübersetzerInnen an; die Übersetzungsabteilung ist spezialisiert auf juristische und Wirtschafts-Texte. Als öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für das Sachgebiet "Beurteilung von sprachlichen Produkten und Wirtschaftskommunikation Deutsch und Englisch" schreibt sie Gutachten für Gerichte u. a. über die Qualität von Übersetzungen. Ausbildung: Studium Germanistik, Anglistik, Wirtschafts¬wissenschaften (in Dtschld. u. USA), Promotion in Wirtschaftsenglisch. Details ausblenden | |
| Wen schützt das Urheberrecht – Übersetzer, Autor oder Translation Memory (TM)? Astrid Cruse Who does copyright protect – the translator, author or Translation Memory (TM) Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.1 - 29.09.2012, Raum: Audimax In fast allen Übersetzungsprozessen werden heute TM eingesetzt. Insbesondere juristische Übersetzungen haben häufig sensible Informationen zum Gegenstand. Darf ich solche Informationen in einem TM speichern? Was darf ich überhaupt in ein TM übernehmen? Kann ich beispielsweise EU-Richtlinien alignen und verwenden? Wie sieht es mit IFRS aus? Und was passiert mit meinen Übersetzungen, die ich an eine Übersetzungsagentur abliefere? Habe ich Urheberrechte am TM? Wem gehört das TM überhaupt? Ein TM wird häufig bezeichnet als „Übersetzungsdatenbank“. Inwieweit es sich bei einem TM tatsächlich um eine Datenbank im urheberrechtlichen Sinne handelt und welche urheberrechtlichen Aspekte bei der Erstellung von TM zu berücksichtigen sind, ist jedoch erst einmal festzustellen. Das Urheberrecht unterscheidet zwischen Datenbankwerk und Datenbank und versieht beide Kategorien mit jeweils anderen Schutzbereichen. (Frage: Ist das TM selbst urheberrechtsschutzfähig?) Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, inwieweit möglicherweise durch die Verwendung von Texten in TM Urheberrechte Dritter verletzt werden. Es gibt kein ausdrückliches Recht, das den Urheber eines geschützten Werks vor der Aufnahme in eine Datenbank schützt. Daher ist zu überlegen, durch welche Prozesse im Verlauf der Erstellung von TM Urheberrechte verletzt werden können – Aber: Handelt es sich bei den zugrundeliegenden Texten überhaupt um geschützte Werke gem. § 2 Abs. 2 Nr. 1 UrhG? Und wenn ja… ich nehme schließlich nur die einzelnen Segmente in die Datenbank auf. Der Text ist damit nicht ohne Weiteres rekonstruierbar. (Frage: Was ist geschützt, was frei?) Und zu guter Letzt: Was steckt hinter § 24 UrhG: „Ein selbstständiges Werk, das in freier Benutzung des Werks eines anderen geschaffen worden ist, ohne Zustimmung des Urhebers des benutzten Werks veröffentlicht und verwertet werden.“ (Frage: Wann darf ich geschützte Texte verwenden?) Angaben zum Referenten/Moderator Astrid Cruse Astrid Cruse ist Diplom-Übersetzerin für die Sprachen Englisch und Chinesisch. Sie hat nach ihrem Studium erst fachbezogen in einer US-Investmentbank gearbeitet, war dann über 10 Jahre freiberuflich als Rechts- und Finanzübersetzerin tätig und hat im letzten Jahr die ACTranslations GmbH gegründet. Schwerpunkt sind seit jeher Rechts- und Finanztexte. Anspruchsvolle Finanzübersetzungen machten die eingehende Auseinandersetzung mit rechtlichen Themen erforderlich. Daher studierte Astrid Cruse Jura an der FernUni Hagen mit dem Abschluss LL.B. Sie ist seit über 10 Jahren Mitglied im BDÜ und öffentlich bestellt und allgemein beeidigt für die englische Sprach vom Landgericht München II Details ausblenden | |
| Berufsethik in der Praxis. Der Polizeidolmetscher: Übersetzungsmaschine oder Hilfspolizist? Malgorzata Stanek Professional ethics in practice. The police interpreter: Translation machine or auxiliary policeman? Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 6.10 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 3 Als Ausgangspunkt des Workshops dient das österreichische Handbuch „Dolmetschen im Asylverfahren“, das auf den fünf berufsethischen Prinzipien: Vertraulichkeit, Neutralität, Genauigkeit und Vollständigkeit, Professionalität und respektvolles Verhalten aufbaut. Ziel des Workshops ist anhand der Beispiele aus dem Handbuch sowie der Praxisberichte der TN ein kleines Orientierungswerk mit Handlungsanweisungen für Berufsanfänger, sowohl für Beamte als auch für Dolmetscher, zu schaffen. Die theoretische Definition der einzelnen Prinzipien wird zu Beginn des Workshops vorgestellt. Anschließend erarbeiten die TN anhand praktischer Beispiele in Kleingruppen die Definition der berufsethischen Prinzipien. Dabei soll konkretisiert werden, was genau unter den oben genannten Prinzipien in der Praxis zu verstehen ist und was eben nicht als solches verstanden werden darf. Besondere Berücksichtigung kommt hier der Definition der Rolle und der Zuständigkeitsbereiche der beteiligten Parteien zu. Zwingende Voraussetzung für die Teilnahme ist der regelmäßige Einsatz für die Strafverfolgungsbehörden bzw. jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet. Die Ergebnisse des Workshops sollen in die Broschüre „10 Schritte - vom Anruf bis zur Zeiterfassung der Einsatzdauer“ für Beamte und Polizeidolmetscher einfließen. Die TN des Workshops werden auf Wunsch namentlich erwähnt. Angaben zum Referenten/Moderator Malgorzata Stanek Freiberufliche Dolmetscherin für Polnisch und ermächtigte Übersetzerin für Polnisch und Englisch. Autorin der im Juni 2011 erschienenen Publikation „Dolmetschen für die Polizei. Zur Problematik des Einsatzes unqualifizierter Dolmetscher“, Verlag für wissenschaftliche Literatur Frank & Timme GmbH Absolventin der Humboldt Universität zu Berlin im Diplomstudiengang „ Interkulturelle Fachkommunikation“ für Englisch und Polnisch. Details ausblenden | |
| Ein Übersetzungsauftrag im Rahmen einer Verschmelzung bzw. Übernahme (M&A) – was erwartet der Auftraggeber vom Übersetzer und welches Wissen darf er voraussetzen Marion Solowski A translation order in the context of a merger or acquisition (M&A) – What does the customer expect from the translator and what knowledge can he presuppose Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), DE - Block 6.12 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 5 M&A ist ein sehr komplexer Bereich, der zu einem großen Teil von Wirtschaftskanzleien gestaltet wird. Bei internationalen Transaktionen ist dabei häufig die Unterstützung durch einen Übersetzer gefragt. Dieses Kurzseminar gibt einen kurzen Überblick darüber, was M&A im rechtlichen Sinn bedeutet und welche die Rechtsgebiete sind, mit denen der Übersetzer im Rahmen eines M&A konfrontiert wird (beispielsweise das Handels- und Gesellschaftsrecht). Als Übersetzer muss man schließlich immer eine Vorstellung davon haben, was ein Auftrag mit sich bringt, damit man seine Zeit und ggf. auch sein Honorar entsprechend kalkulieren kann. Daher wird kurz in die am häufigsten involvierten Rechtsgebiete eingeführt und ihr Zusammenhang untereinander dargestellt, um in diesem Bereich „jungen“ Übersetzern eine kleine Orientierungshilfe an die Hand zu geben. Auch wird der Auftraggeber eines solchen Auftrags beleuchtet, da der Übersetzer je nach Auftraggeber anders reagieren muss und kann. Ein weiterer Punkt in diesem Kurzseminar besteht darin zu zeigen, wie man als Übersetzer auch bei seinem ersten Auftrag dieser Art eine gute Figur macht und so seinen Auftraggeber zufriedenstellt. Zuletzt wird die Frage nach der Haftung des Übersetzers für die von ihm geleistete Übersetzung angesprochen. Denn es ist unabdingbar, sich der Haftungsrisiken bewusst zu sein und ihnen entsprechend begegnen zu können. Angaben zum Referenten/Moderator Marion Solowski öffentlich bestellte und beeidigte Übersetzerin für Englisch Fachgebiet Recht/Wirtschaftsrecht 1994-2007 selbstständige Tätigkeit seit 2007 für eine international arbeitende Wirtschaftskanzlei tätig Details ausblenden | |
| Vergleichende begriffsorientierte Rechtsterminologie im Bereich des Strafrechts in Österreich und Saudi-Arabien im Rahmen der Translationswissenschaft Faiz Alshehri Comparative concept-oriented legal terminology in the field of criminal law in Austria and Saudi Arabia in the context of translation theory Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.13 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 6 Heutzutage gewinnen Terminologiearbeiten im juristischen Bereich immer mehr an Bedeutung. Daher wird die Auseinandersetzung mit Rechtsordnungen verschiedener Kulturkreise immer wichtiger, wobei den Rechtstexten eine zentrale Rolle zukommt. Ein grundsätzliches Problem bei der Beschäftigung mit unterschiedlichen Rechtsordnungen besteht in ihrem unterschiedlichen Aufbau, was sich vor allem begrifflich-terminologisch manifestiert. So kennt etwa das islamische Strafrecht Rechtsprinzipien, die den westlichen Rechtsordnungen und ihren jeweiligen Strafrechtssystemen fremd sind. Aufgrund des unterschiedlichen sozio-kulturellen Hintergrundes ergeben sich auch Differenzen in der Dogmatik beider beteiligter Rechtsordnungen. Aufschluss hierüber kann eine Betrachtung der unterschiedlichen Rechtskreise geben, da ein häufiges Kriterium bei der Zusammenfassung von Rechtsordnungen zu Rechtskreisen deren Dogmatik ist. Sowohl das Verständnis der Ausgangsrechtsordnung bzw. der Zielrechtsordnung, als auch Wissen über die charakteristischen Merkmale der betreffenden Rechtskreise ist notwendig, um eine Analyse kompetent durchführen zu können. Ein derartiger Vergleich bildet die Grundlage für jede Art der Kommunikation über Rechtsordnungen hinweg, da Gemeinsamkeiten und Differenzen aufgezeigt werden. Jeder Vergleich von Rechtsbegriffen ist somit ein Vergleich von kulturell bestimmten Bausteinen, welcher als transkultureller Vergleich bezeichnet wird. Unter Umständen ist es notwendig, den Begriff der Äquivalenz zu relativieren, da eine vollständige Deckungsgleichheit der Begriffsinhalte faktisch nie gegeben ist. Insofern sollte nur dann von Äquivalenz gesprochen werden, wenn die wesentlichen Merkmale eines Rechtsbegriffes innerhalb beider Rechtsordnungen vergleichbar sind. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass für den Begriff „Äquivalenz“ keine eindeutige Definition existiert. Angaben zum Referenten/Moderator Faiz Alshehri Bakkalaureatsstudium Dolmetschen und Übersetzen an der King Saud Universität Riad, Saudi-Arabien (1994 – 1999) Diplomstudium der Translationswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich (2003-2009) Ph.D.-Studium der Translationswissenschaft an der Universität Wien, Österreich, seit 2009 Details ausblenden | |
| Vous prendrez bien un peu de recul ?
Regard décalé sur la traduction juridique
Frédéric Houbert Vortrag (max. 30 Minuten), French - Block 6.13 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 6 La traduction juridique, c’est bien connu, est un art difficile. Les différences conceptuelles entre les systèmes juridiques (common law et système civiliste notamment) sont source de nombreuses difficultés terminologiques pour le traducteur, qui doit en outre souvent composer avec des originaux de mauvaise qualité (n’en déplaise aux partisans du Plain English) et s’accommoder, comme ses collègues des autres domaines, de délais très courts. Le risque de voir sa responsabilité engagée en cas d’erreur n’étant pas non plus un gage de sérénité... Dans ce contexte, il peut s’avérer utile de prendre un peu de recul et de « dédramatiser » une discipline trop souvent présentée comme aride et ingrate. L’intervenant se propose ainsi de porter un regard décalé sur la traduction juridique au travers de thèmes tels que les blogs et les livres humoristiques sur le langage du droit, la métaphore en traduction juridique, ou encore la traduction des « gros mots » dans les textes juridiques. Se référant notamment à la désormais célèbre « affaire DSK », l’intervenant évoquera également plusieurs erreurs de traduction particulièrement « croustillantes », pour le plaisir évidemment mais aussi dans le but d’en souligner la valeur pédagogique. Se voulant à la fois ludique et propice à la réflexion, cette communication vise un double objectif : montrer que traduction juridique et humour ne sont pas nécessairement incompatibles, et que le traducteur peut faire sérieusement son travail sans trop se prendre au sérieux. Angaben zum Referenten/Moderator Frédéric Houbert Frédéric Houbert is a freelance English-into-French legal translator with over 15 years' experience. He has written many articles as well as two highly successful books on legal translation and has lectured on the subject at conferences worldwide. He teaches legal translation at the University of Cergy-Pontoise in France and is also the author of a legal translation blog (http://juritraducteur.blogspot.com/). His clients include the International Criminal Court in The Hague. Details ausblenden | |
| Gerichtsdolmetschen im Zwielicht – der finnische Ruanda-Prozess im Spiegel der Presse Anu Viljanmaa A shadow falls over court interpreting – Press reports on the Finnish Ruanda trial Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.9 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 2 In vielen Translationskulturen herrschen in der breiten Öffentlichkeit wie auch bei potentiellen Auftraggebern nicht geringe Missverständnisse über das Wesen des Dolmetschens als bloße Sprachmittlung, für die bei Bedarf Laien mit den betreffenden Fremdsprachenkenntnissen herangezogen werden. In Finnland gibt es noch kein Akkreditierungssystem für Gerichtsdolmetscher, so dass sich aufgrund unterschiedlicher Kompetenz und Qualifikation der einzelnen Dolmetscher mögliche Dolmetschdesaster nicht vermeiden lassen. Die EU-Richtlinie 2010/64/EU über das Recht auf Dolmetschleistungen und Übersetzungen in Strafverfahren, die u.A. die Verwendung qualifizierter Dolmetscher im Strafverfahren voraussetzt, soll bis 2013 auch hier zur langerwarteten Verbesserung der Situation führen. Unkompetente Dienstleistungen von semi- und unprofessionellen Sprachmittlern vor Gericht wirken sich negativ auf das Bild der professionellen Gerichtsdolmetscher in den Augen des Gerichtshofes und mittels Presseberichten manchmal auch in der Öffentlichkeit aus. Ein gutes Beispiel dafür ist der finnische Ruanda-Prozess, bei dem ein Angehöriger der Hutu-Volksgruppe, der 2003 als Flüchtling nach Finnland gekommen war, 2007 wegen des Verdachts der Beteiligung am Völkermord in Ruanda festgenommen und im Juni 2010 dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Während der Verhandlungen in Finnland, Ruanda und Tansania hörte das finnische Gericht insgesamt 68 Zeugen an. Der Urteilspruch vermerkt namentlich insgesamt 8 Dolmetscher. Da dies der erste derartige Prozess in Finnland ist, wurde über ihn ausführlich in den Medien berichtet. Anhand von Zeitungsberichten über diesen Fall soll gezeigt werden, was für ein Bild in der Presse von Gerichtsdolmetschern und deren Tätigkeit gezeichnet wird. Sind Gerichtsdolmetscher qualifizierte Fachleute, bloße Sprachmittler oder Laien mit Fremdsprachenkenntnissen - und was wird von ihnen erwartet? Angaben zum Referenten/Moderator Anu Viljanmaa Seit 2005 freiberufliche Konferenzdolmetscherin (EMCI) mit Arbeitssprachen Finnisch, Deutsch und Englisch. Seit 2009 teilzeitige Hochschullehrerin im Fach Translationswissenschaft (Finnisch-Deutsch, Finnisch-Englisch) an der Universität Tampere, Finnland. Details ausblenden | |
| Sign language interpreting in legal settings: new scenarios within the European legal framework and the efsli experience Maya de Wit, Marinella Salami Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 7.9 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 2 On 20th October 2010 the European Parliament and the European Council adopted the Directive 2010/64/EU on the right to interpretation and translation in criminal proceedings. Article 2, point 3, states that “The right to interpretation (…) includes appropriate assistance for persons with hearing or speech impediments”. The rights of sign language users are further protected by laws and national acts in a certain number of European countries (Wheatley & Pabsch, 2010). In addition, access to justice is a right recognized by the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities (UNCRPD 2007) and by the Charter of Fundamental Rights of the European Union (2010). These crucial developments have opened the doors to new scenarios for the Deaf community and sign language interpreters working in legal settings within Europe. The European Forum of Sign Language Interpreters (efsli) has been involved in projects and activities regarding the work of sign language interpreters in legal settings as a member of EULITA (European Legal Interpreters and Translators Association) of the TRAFUT Project (Training for the Future) and as the European umbrella association of sign language interpreters and their associations across Europe. In our presentation we will share the efsli experience and gained expertise. In particular, we will focus on best practices in interpreting in legal settings across Europe and share the results of an efsli survey on this topic (including professional challenges, clients’ needs and quality criteria). Suggestions for future research and training will also be tackled to lay the foundations of new pathways for interpreting in legal settings. References: Hertog, E.(ed.) (2001). Aequitas. Access to Justice across Language and Culture in the EU Wheatley, M. & A. Pabsch (2010). Sign Language Legislation in the European Union Wit, M. de (2008). Sign Language Interpreting in Europe, 2008 edition Russell, D.&S. Hale (2009). Interpreting in Legal Settings Angaben zum Referenten/Moderator Maya de Wit, Marinella Salami Marinella Salami is a qualified Italian Sign Language Interpreter and interprets between Italian, English and Italian Sign Language. Marinella is also an interpreter coordinator and a trainer. She is an active member of ANIOS, the National Association of Italian Sign Language Interpreters. In September 2010 she was re-elected as a Board member of the European Forum of Sign Language Interpreters (efsli). Marinella holds a B.A. in literature and language. Maya de Wit is a qualified ASL and Dutch Sign Language Interpreter r. She interprets between Dutch, English, German, Dutch Sign Language, American Sign Language, and International Sign. In September 2009 Maya was re-elected president of the European Forum of Sign Language Interpreters (efsli) and in November 2010 as a board member of the newly established association European Association of Legal Interpreters and Translators (EULITA). Maya has a MA from the European Master of Sign Language Interpreting (EUMASLI). Details ausblenden | |
| Blackbox versus Humandolmetschen – Erwartungen an Dolmetschleistungen Barbara + Sylvia Ahrens + Kalina Black box versus human interpretation – Expectations of interpreting services Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 9.5 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal D Wird der Dolmetscher eines Tages durch den Computer ersetzt? Ein derartiges Szenario wirft die Frage nach Treue oder Freiheit beim Dolmetschen auf. Hierbei sind jedoch unterschiedliche Erwartungen an Dolmetscher und ihre Leistung je nach Setting zu berücksichtigen. Für das Konferenzdolmetschen galt bereits in der frühen Dolmetschwissenschaft, dass Dolmetscher Inhalte, nicht Wörter vermitteln, und zwar mit den in der jeweiligen Zielsprache und -kultur adäquaten, sprachlichen Mitteln. Aus funktionaler Sicht überwiegt die Freiheit, eine Verdolmetschung für das optimale Verständnis durch den Zieltextrezipienten zu gestalten. Beim Dolmetschen im Gemeinwesen wiederum wird der Dolmetscher als „cultural mediator“ betrachtet, der Menschen, die die Sprache eines Landes nicht beherrschen, hilft, Rechte wahrzunehmen und Pflichten zu erfüllen. Ganz anders sieht es jedoch beim Dolmetschen im Rechtswesen aus: Hier erwarten Richter, Anwälte und Vertreter der Polizeibehörden, dass der Dolmetscher wortwörtlich dolmetscht. Professionelle Dolmetscher wissen, dass diese Erwartung darauf zurückzuführen ist, dass die Vertreter des Rechtswesens sich des Funktionierens sprachlicher Kommunikation und der Interdependenz von Sprache und Kultur zu wenig bewusst sind. Allerdings müssen Dolmetscher auch wissen, dass verschiedene Settings durchaus unterschiedliche Dolmetschlösungen in Bezug auf Freiheit und Treue fordern: Auf internationalen Konferenzen ist weniger Kulturvermittlung zu leisten als im Beratungsgespräch, in dem die Rolle des Dolmetschers nicht immer sauber von der des Kulturberaters zu trennen ist, während bei der Polizei und vor Gericht aufgrund der Forderung nach Worttreue jede sprachliche Realisierung (z.B. Flüche, Milieusprache, Pausen) im Zieltext erscheinen muss. Was dies für Dolmetscher bedeutet, die in mehreren dieser Settings tätig sind, soll im Vortrag behandelt werden. Angaben zum Referenten/Moderator Barbara + Sylvia Ahrens + Kalina Prof. Dr. Barbara Ahrens: Diplom-Dolmetscherin (IÜD, Universität Heidelberg) mit Spanisch als B- und Englisch als C-Sprache, Bis heute freiberufliche Tätigkeit als Konferenzdolmetscherin, 1996-2002 Lehrbeauftragte "Notizentechnik für Dolmetscher" am IÜD, diverse Lehrveranstaltungen, Vorträge und Fortbildungen im In- und Ausland, 2003 Promotion, 2003-2006 Juniorprofessorin für Translationswissenschaft am FASK in Germersheim, 2006 Berufung als Professorin für Theorie und Praxis des Dolmetschens Spanisch an die FH Köln, seit 2007 Studiengangsleiterin des MA "Konferenzdolmetschen" an der FH Köln Prof. Dr. Sylvia Kalina: Diplom-Dolmetscherin (IÜD, Universität Heidelberg) mit Englisch als B- und Französisch als C-Sprache, bis heute freiberufliche Tätigkeit als Konferenzdolmetscherin, Lehrtätigkeit ab 1980 am IÜD, 1997 Promotion, 1999 Berufung als Professorin an die FH Köln für „Theorie und Praxis des Dolmetschens“, diverse Gastprofessuren im Ausland, zahlreiche Fortbildungen zum Dolmetschen Details ausblenden | |
| Gerichtsdolmetscher: Experten für internationale Kommunikation in Gerichtssälen und Vernehmungszimmern Renate Reck Court interpreters: Experts for international communication in courtrooms and interrogation rooms Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 10.3 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal B Einvernahmen von fremdsprachigen Personen aus den unterschiedlichsten Kulturen stellen an Strafverfolgungsbehörden, Gerichte und andere Behörden und Ämter besondere Anforderungen an die Kommunikation aller Beteiligten. Denn sobald Menschen aus unterschiedlichen Kulturen miteinander kommunizieren, kommt es zur interkulturellen Kommunikation. Eine solche Situation erfordert nicht nur die Übertragung der sprachlichen Äußerungen, wie oft im Gerichtssaal oder den Vernehmungszimmern gefordert wird, denn der Bedeutungsanteil des gesprochenen Worts macht nur einen Teil neben der paraverbalen und der nonverbalen Kommunikation aus. Interkulturelle Kommunikation geht weit über die Überwindung der sprachlichen Barrieren hinaus: Kulturdeterminierte Gesten und Mimik, unterschiedliche Werte und Wahrnehmungsmuster, Unterschiede in Pünktlichkeit, Höflichkeit und Verbindlichkeit, bei Sitten, Gebräuchen und Gewohnheiten und last but not least im Rechtssystem können schnell zu Missverständnissen in der Kommunikation mit unabsehbaren Konsequenzen für faire Verfahren führen oder Verfahren unnötig in die Länge ziehen. Daher bedarf es besonderer Kompetenzen und eines sensibilisierten Bewusstseins für die Abläufe in der interkulturellen Kommunikationssituation. Professionell ausgebildete Dolmetscher bringen als Sprach- und Kulturmittler dieses Expertenwissen in Gerichtssäle und Vernehmungszimmer mit und haben einen wichtigen Anteil in fairen Verfahren. Angaben zum Referenten/Moderator Renate Reck Dr. Renate Reck ist seit 2004 Vorsitzende des Fachverbands für Gerichtsdolmetscher in Baden-Württemberg und seit April 2011 Bundesreferentin des BDÜ für Dolmetscher und Übersetzer im juristischen Bereich. Nach Abschluss des Studiums der Slawistik (zweijähriger Studien- und Forschungsaufenthalt an der Lomonosov-Universität in Moskau)und Anglistik legte sie 1991 in Wien erfolgreich die Prüfung zur Zulassung als Gerichtsdolmetscherin und Übersetzerin für die russische Sprache ab. Beeidigt als §D/Ü in Österreich (seit 1991) und Baden-Württemberg (seit 2000). Lehrbeauftragte an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen für Wirtschafts- und Rechtsenglisch sowie Verhandeln in englischer Sprache im internationalen Umfeld (Negotiating in English. Details ausblenden | |
| Grenzen der Textbearbeitung beim Übersetzen juristischer Texte Corinna Schlüter-Ellner Limits of editing when translating legal texts Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 10.3 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal B Die Grenze zwischen Übersetzung und Bearbeitung ist fließend und umstritten. Ob man schon leichte Anpassungen an die zielsprachigen Konventionen nicht mehr als Übersetzung, sondern als Bearbeitung ansieht oder die Grenze erst bei interkulturell oder auftragsbedingten Zusammenfassungen, Streichungen, Ergänzungen, Kommentierungen und Änderungen im Vergleich mit dem Ausgangstext überschritten sieht – Textdesign wird in der Übersetzungswissenschaft gefordert und in der Praxis betrieben, teilweise auch für den juristischen Bereich. Dabei sind aber auf jeden Fall Besonderheiten zu beachten. Manche Restriktionen für die Textbearbeitung resultieren aus dem praktischen Umgang mit den Texten, etwa der Tatsache, dass Original und Übersetzung im Geschäfts- oder Rechtsverkehr oftmals nebeneinander benutzt werden. Deshalb sollte man die Makrostruktur bei einer Bearbeitung nicht durchbrechen. Riskant kann die Textbearbeitung sein, wenn sie als Rechtsberatung zu qualifizieren ist. Dann ist fraglich, ob Übersetzer damit nicht - insbesondere bei der Frage des anwendbaren Rechts - überfordert sind, ob etwaige Haftungsfälle beim Textdesign Versicherungsschutz genießen und ob man sich mit bestimmten Formen der Bearbeitung nicht rechtswidrig in das Geschäft der Rechtsanwälte einmischt. Angaben zum Referenten/Moderator Corinna Schlüter-Ellner Volljuristin und staatlich geprüfte Übersetzerin für Spanisch; freiberufliche Übersetzerin in Ottobrunn/München und Dozentin am Sprachen & Dolmetscher Institut München; Leiterin der Fachgruppe Recht des BDÜ in München Details ausblenden | |
| Vergangenheit und Zukunft des Gerichtsdolmetschens in Österreich Christine Springer Court interpreting in Austria, past and future Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.3 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal B ABSTRACT VORTRAG BERLIN 2012 Dipl.Dolm. Christine Springer Präsident des Österreichischen Verbandes der Gerichtsdolmetscher (ÖVGD) – Wien Vergangenheit und Zukunft des Gerichtsdolmetschens in Österreich In diesem Vortrag werden folgende Themen behandelt: Kurzdarstellung der Geschichte des Gerichtsdolmetschens in Österreich Darstellung der Gesetzeslage bis zum November 2010 Gesetzesänderungen in Österreich per 1.1.2011 Neue Bestimmungen der EU i.S. Übersetzer/Dolmetscher (Richtlinie über die vermehrte Dolmetschung in Strafsachen, Brüssel 2 – Reduzierung der Übersetzungen von Dokumenten) Folgen dieser Änderungen und Zukunftsaussichten Angaben zum Referenten/Moderator Christine Springer Präsidentin des ÖVGD Details ausblenden | |
| Im Irrgarten der Insitutionenbezeichnungen: deutsche und polnische Strafgerichte erster Instanz im Vergleich Iwona Jacewicz In the labyrinth of institution designations: German and Polish lower criminal courts in comparison Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.11 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 4 In dem Vortrag wird auf rasante Unterschiede in der „Übersetzung“ der Bezeichnungen der deutschen Strafgerichte in der polnischen Sprache und der polnischen Gerichte in der deutschen Sprache eingegangen. Zunächst werden die Strafgerichtsbarkeit erster Instanz in Deutschland und in Polen dargestellt, sowie die Besetzung, Zuständigkeit und Bildung der erstinstanzlichen Strafgerichte in den beiden Ländern besprochen. Nachfolgend wird veranschaulicht, wie unterschiedlich in den Quellen, auf die sich bei der Übersetzung der Rechtstexte die meisten Übersetzer in den beiden Ländern stützen, die Bezeichnungen der Strafgerichte „übersetzt“ werden. Abschließend wird eine Lösung dieses wichtigen Problems vorgeschlagen. Angaben zum Referenten/Moderator Iwona Jacewicz Dr. Iwona Jacewicz, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Warschau im Institut für Anthropozentrische Linguistik und Kulturologie, Forschungsschwerpunkt: Didaktik des Fachübersetzens Details ausblenden | |
| Übersetzen und Dolmetschen in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen | |
| Einführung Finanzderivate (Grundlagen und Anwendungen)
Ralf Lemster Introduction to financial derivatives (principles and applications) Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 1.5 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal D In zwei aufeinander aufbauenden Schritten werden Grund- und Aufbaukenntnisse zur Struktur und Anwendung von Finanzderivaten vermittelt. Schritt 1 vermittelt Teilnehmer, ndie über keine bzw. nur geringe Vorkenntnisse im Termin- bzw. Derivategeschäft verfügen. Grundkenntnisse im Bank- und Wertpapiergeschäft (wie z.B. die Definition von Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren) werden vorausgesetzt. - Was sind Derivate? - Definitionen * unbedingte / bedingte Termingeschäfte * Futures / Optionen * Swaps * börsengehandelte vs. OTC-Produkte - Anwendungsmöglichkeiten * Absicherung * Handel * Ertragsverbesserung - Grundlagen zum Handel - Grundlagen zum Clearing Schritt 2 baut darauf auf und betrachtet praktische Anwendungsbeispiele sowie etwas komplexere Strategien. - Optionsstrategien * Absicherung über Long Put * Gedeckte Calls * Handelsstrategien (Straddle, Strangle, Bull/Bear Spread) * Synthetische Positionen (Synthetic Long/Short, Box) - Strukturierte Anlageprodukte / derivative Wertpapiere * Hebelprodukte (Optionsscheine) * Zertifikate * Aktienanleihen - Grundlagen zu Kreditderivaten * Credit Default Swaps * Credit Spreads Angaben zum Referenten/Moderator Ralf Lemster Aus Interdisziplinarität wird Profession Zehn Jahre berufliche Erfahrung im Investment Banking der Dresdner Bank AG haben den soliden Grundstein meiner Erfahrung in den Finanzmärkten gelegt. Die Schwerpunkte lagen im Handel und Vertrieb einer breiten Palette von Zins-, Devisen- und Aktienprodukten. Aus vier Jahren Arbeitsaufenthalt in London ergab sich die Gelegenheit für eine interessante und höchst spannende Nebentätigkeit: 1994 begann ich, Fachübersetzungen für Texte mit Finanzmarkt-Bezug anzufertigen. Das Kundeninteresse daran wuchs beständig. Ich entschied mich: Diese Übersetzungen sollten Profession werden. Als staatlich geprüfter und ermächtigter (vereidigter) Übersetzer für die englische Sprache arbeite ich seit 1997 vollumfänglich selbstständig. Mein Unternehmen, die Ralf Lemster Financial Translations GmbH arbeitet mit einem weltweiten Netzwerk spezialisierter Freiberufler zusammen. Details ausblenden | |
| German GAAP Financial Statements – A Crash Course for German-English Translators and Interpreters
Robin Bonthrone Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Delivered in English - Block 3.15 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 8 All you need to know about German GAAP in just three hours? That would be slightly ambitious, especially in light of the often complex and unintuitive nature of the underlying accounting mechanics and the sometimes frustratingly opaque terminology associated with the related concepts. But newcomers to the subject will receive a comprehensive overview of the format and content of German GAAP primary financial statements, as well as an introduction to the terminology involved in notes disclosures, while more experienced translators will benefit from a technical refresher, especially as regards new accounting principles and terminology resulting from the BilMoG – the German Accounting Law Modernisation Act. Starting with illustrative bilingual primary financial statements, this seminar will then examine specific areas of German GAAP accounting, for example deferred taxes, pensions accounting and financial instruments accounting (including hedge accounting), as well as taking a brief look at related German Accounting Standards (GASs). Angaben zum Referenten/Moderator Robin Bonthrone Robin Bonthrone is a managing partner of specialist financial translators Fry & Bonthrone Partnerschaft (F&B), based in Mainz-Kastel, Germany. Among other things, the company provides high-end financial accounting and reporting translations to leading enterprises, professional services firms, and standard-setters. Robin Bonthrone focuses in particular on comparative and contrastive financial reporting in Germany. He was joint coordinator of the German version of the International Financial Reporting Standards (IFRSs) for several years and is a long-standing member of the German GAAP and IFRS taxonomy working parties in the XBRL Germany jurisdiction, where he is responsible for taxonomy translation and quality review. He is also responsible for the English translation of the standard reference work "Deutsches Bilanzrecht/German Accounting Legislation" (PwC/IDW-Verlag 2006) and for the successor publication scheduled to appear in 2012. Details ausblenden | |
| Understanding central banking - text by text Michael Dear Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Englisch - Block 7.10 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 3 In this workshop, I will begin by briefly giving the attendees some background on the history of central banking and on general tasks and objectives which are common to most of the world's central banks. The bulk of the workshop, however, will be spent translating excerpts of texts, mostly from German into English but also, if desired, from English into German. The objective is not to produce "the one true translation" but to give the attendees a better understanding of some of the many aspects of central banking which are not taught in other seminars on financial translation. Angaben zum Referenten/Moderator Michael Dear Government service has always been part of Michael Dear's life. A military brat, he graduated in 1994 with a Diplom degree in German and Chinese from the University of Mainz, Faculty of Applied Linguistics and Cultural Studies in Germersheim. He has been at the Deutsche Bundesbank in Frankfurt am Main long enough to wave good-bye to the Deutschmark and hello to the euro. Details ausblenden | |
| How to be a Split Personality –
Multiple Style and Register Requirements for Annual Report Translation
Robin Bonthrone , Deborah Fry Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Englisch - Block 9.15 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 8 Although normally published as a single document, annual reports in fact cover numerous subject areas and registers. Image texts, the management report, legal matter such as the report on directors’ dealings, and the financial and management reporting sections require different treatment if they are to be appropriate for their respective purposes and target audiences. This means that translators must be at home in multiple domains and styles, and must be able switch between them at short notice. At the same time, they must maintain consistency where it counts. This seminar looks at these different style and register requirements for annual reports. It describes some of the problems and offers potential solutions using examples from published German financial reports and their English translations. In addition, it offers practical advice for translators involved in these often dynamic German-to-English translation projects. Group participation and discussion is actively encouraged. Angaben zum Referenten/Moderator Robin Bonthrone , Deborah Fry Robin Bonthrone and Deborah Fry are the managing partners of specialist financial translators Fry & Bonthrone Partnerschaft (F&B), based in Mainz-Kastel, Germany. Among other things, the company provides high-end financial accounting and reporting translations to leading enterprises, professional services firms, standard-setters, and other organizations. Robin Bonthrone focuses on comparative and contrastive financial reporting in Germany. He was joint coordinator of the German version of the International Financial Reporting Standards (IFRSs) for several years and is a long-standing member of the German GAAP and IFRS taxonomy working parties in the XBRL Germany jurisdiction, where he is responsible for taxonomy translation and quality review. Deborah Fry specializes in complex financial-legal, management, and financial communications texts. She has an M.A. in law and oriental studies and a background in corporate communications, language services management, and quality management. Details ausblenden | |
| The interpreter's role in the international trade negotiations Cristina de las Montañas Ramirez Delgado Vortrag (max. 30 Minuten), Spanish (if possible) or English - Block 10.6 - 30.09.2012, Raum: Senatssaal Today, the world is experiencing an unprecedented globalisation process, not only in the political and the educational contexts, but also and mainly in the commercial and business sector. The development of these international commercial activities which entail the contact between people from different countries and cultures. Verbal language is not the only communication barrier. Although it is the most common and effective means of communication, cultural norms determine the behaviour patterns, the way of thinking and even the way in which they do business. International trade negotiations represent a complex context in which communication is essential as people from different cultures and professional backgrounds are involved, they have different economic interest and they aim to reach an agreement. It is in this cross-cultural issue in which the interpreter’s presence is required. But, to which extent do the business professionals take this into account? Are they aware of the importance of overcoming the cultural and linguistic barriers? Is the interpreter’s role limited to the linguistic domain? I will focus on the analysis of the international trade negotiation and will study the subjects and interactions involved in it, in order to get a more exact idea about the interpreter’s role in this context. Angaben zum Referenten/Moderator Cristina de las Montañas Ramirez Delgado Details ausblenden | |
| Übersetzen und Dolmetschen in Wissenschaft und Forschung | |
| Alles Nano oder was? Wie Zwerge die Zukunft gestalten (Eine Einführung in die Nanotechnologie) Christiane Feldmann-Leben Everything nano? How dwarves shape the future (An introduction to nanotechnology) Kurzseminar (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 3.12 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 5 Das Stichwort „Nano“ taucht in unserem Alltag immer häufiger auf: Nanosilber in Sportunterwäsche, Lotuseffekt, Nanoroboter, Nanomedizin... Während in der Presse vermehrt Meldungen über ein (angebliches?) Gefahrenpotential auftauchen, nimmt in vielen Bereichen die Bedeutung von Nanomaterialien für die Industrie immer weiter zu. Also gibt es für den Übersetzer einige Gründe, sich eingehender mit diesem Thema zu befassen. Dieses Seminar möchte eine Einführung in diese neue Technologie bieten. Dabei wird nach einer Einleitung über die Besonderheiten von „Nanomaterialien“ auf Herstellungsverfahren und Analysemethoden ebenso eingegangen wie auf die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Stichworte hierfür sind u. a. Medizin, Bau, Automobil und Energie. Selbstverständlich werden auch mögliche Risiken und Probleme behandelt. Ziel des Seminars ist, die Grundlage für ein Verständnis dieser neuen Technologie zu legen, und den Teilnehmern eine kleine Terminologieliste an die Hand zu geben, die den Übersetzeralltag vielleicht ein wenig erleichtert. Das Seminar richtet sich an Berufsanfänger und alte Hasen gleichermaßen, die sich mit einem neuen Wissensgebiet vertraut machen möchten. Angaben zum Referenten/Moderator Christiane Feldmann-Leben Studium und Promotion in Chemie, danach Übersetzerstudium für Japanisch und Französisch. Seit 2001 freiberufliche Übersetzerin für naturwissenschaftliche Texte (hauptsächlich Patente, aber nicht nur) in den Sprachen Englisch, Japanisch, Französisch. Details ausblenden | |
| Textkonventionen im Spanischen und Deutschen
Praxis der Textanalyse für (Fach-)Übersetzer aus der Sicht des Funktionalismus
Carlos Melches Gibert Text conventions in the Spanish and German practice of text analysis for (specialist) translators from the point of view of functionalism Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch/Spanisch - Block 4.12 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 5 Die Lehrpraxis der Fachübersetzerausbildung macht deutlich, dass der Textanalyse eine sehr große Bedeutung für das Gelingen von professionellen Übersetzungen zukommt. Der Funktionalismus legt dabei wert auf die Funktion in der Ausgangs- und Zielsprache sowie Ausgangs- und Zielkultur des zu übersetzenden Textes. Dabei unterscheidet er vier Textfunktionen: - Darstellungsfunktion: objektive Erläuterung eines Sachverhaltes - Expressive Funktion: subjektive Äußerung - Appellfunktion: damit soll eine Reaktion im Ansprechpartner hervorgerufen werden - Phatische Funktion: zur Entstehung, Aufrechterhaltung oder Beendigung der Kommunikation. In jeder dieser Funktionen sind Unterfunktionen darstellbar. In diesem Workshop wird anhand von Beispielen aus beiden Sprachen und unterschiedlichen Bereichen gezeigt, wie im Deutschen und Spanischen die Kommunikation erfolgt. Diese Vorgehensweise erfüllt mehrere Objektive zugleich: - zum Einen wird der gegenseitige Einfluss von Sprache, Kultur und Kommunikation in beiden Kulturen untersucht - zum Anderen wird didaktisch der Fokus bei der Übersetzerausbildung nicht nur auf die Sprache sondern auf die Situation gerichtet, so dass man einen realistischen Zugang zur beruflichen Arbeit des Fachübersetzers bekommt und vor reale Übersetzungsprobleme – jenseits des rein Sprachlichen – gestellt wird. Angaben zum Referenten/Moderator Carlos Melches Gibert Geboren in Madrid, am 11.10.1956. Studium der Philosophie und Altphilologie in Madrid und Köln. I. Staatsexamen für Philosophie und Lateinische Philologie in Köln (1982). Promotion im Fach Philosophie (Quellen der Moral Kants) in Trier (1991). Lehr- und Dozententätigkeit für Spanische Sprache an der Universität Trier (1983/85), bei den Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg (1985/88), an der Technischen Hochschule Aachen (1988/92) für Romanische Philologie und an der Universität Ulm (1992/96) als Lektor für Spanisch. Seit 1996 an der Hochschule Magdeburg-Stendal(Fachbereich Kommunikation und Medien) tätig, zunächst als Gastdozent, seit 1998 als Professor für spanische Sprache, Landeskunde und (Fach-)Übersetzen. 2005-2007 war er Dekan des Fachbereichs. 2007 gründete er das "Institut für Sprache und Medien Magdeburg e. V." und ist seitdem dessen 1. Vorsitzender. Details ausblenden | |
| Ambiguity resolution in Italian-German Simultaneous Interpreting Valentina Baselli Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 6.14 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 7 For interpreters, ambiguity is meant as a potential obstacle, as they have to simultaneously translate in the shortest time possible and find a prompt solution to resolve the lexical or syntactic ambiguity by applying different strategies, i.e. omission, reformulation, increase of décalage, self-correction, already investigated by other researchers (Kalina 1998; Riccardi 1996, 2003; Bevilacqua 2009). The aim of this paper is to present the results and observations of an empirical study regarding ambiguity resolution in Italian-German Simultaneous Interpretating and to compare results with the findings obtained from a previous investigation carried out for Italian-Spanish language pair (Morelli 2005, 2010). The present study involved 6 participants: 2 professional simultaneous interpreters, 2 new graduate students (with no working experience) and 2 students at the beginning of Second Cycle Degree, in order to compare the different strategies adopted in coping with ambiguous segments. The analysis of results is based on recordings and transcriptions of the interpreted texts, with the intention of analyzing the strategies adopted by the interpreters during the experiment and not the mistakes (Morelli 2005, 2010). References Bevilacqua, L. (2009). The Position of the Verb in Germanic Languages and Simultaneous Interpretation. In: The Interpreters' Newsletter n°14. 1-31 Kalina, S. (1998). Strategische Prozesse beim Dolmetschen. Theoretische Grundlagen, empirische Fallstudien, didaktische Konsequenzen. Tübingen: Gunter Narr. Morelli, M. (2010). La interpretación español-italiano: planos de ambigüedad y estrategias. Granada: Editorial Comares. Riccardi, A. (1996). Language-Specific Strategies in Simultaneous Interpreting. In Cay Dollerup/Vibeke Appel (eds.): New Horizons – Teaching Translation and Interpreting. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins,p. 213-222. Riccardi, A. (2003). Dalla traduzione all'interpretazione. Studi d'interpretazione simultanea. Milano:LED Angaben zum Referenten/Moderator Valentina Baselli Researcher and Teacher of Simultaneous and Consecutive Interpreting (EN-IT) at the IULM University (Milan)and SSML Carlo Bo (Milan). Details ausblenden | |
| Linguistisch intelligente Softwaresysteme für die Sprach- und Übersetzerausbildung - Vision oder Wirklichkeit? Christoph Rösener Linguistically intelligent software systems for language and translator training – Vision or reality? Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 7.14 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 7 Internet-Lehr- und Lernmodule für die Übersetzer- und Dolmetscherausbildung beschränken sich bzgl. interaktiver Komponenten bisher auf Übungen, die meist durch die technischen Möglichkeiten der verschiedenen Lernplattformen vorgegeben sind. In dem geplanten Vortrag soll eine Software vorgestellt werden, die mit Hilfe von computerlinguistischen Methoden eine automatische Bewertung/Korrektur von frei eingegebenen Texten/Übersetzungen ermöglicht. Mit Hilfe computerlinguistischer Analyseprogramme werden dabei von Studierenden eingegebene Texte im Hinblick auf von Tutoren hinterlegte Fehlerstrukturen und Musterlösungen morphosyntaktisch und semantisch analysiert. Aufgrund der vielfältigen zusätzlichen Informationen können dadurch sehr differenziert Mängel bzw. Fehler in den eingegebenen Sätzen aufgespürt werden. Nach der Vorstellung der grundlegenden Systemarchitektur werden im Vortrag die einzelnen Schnittstellen des Systems kurz erläutert. Hierbei wird insbesondere auf die Tutorenschnittstelle des Systems eingegangen, die es Dozierenden erlaubt, selbsttätig - ohne Programmierkenntnisse - Trainingseinheiten für die Sprach- und Übersetzerausbildung zu erstellen. Schließlich werden weitere Einsatzmöglichkeiten des vorgestellten Softwaresystems und mögliche Weiterentwicklungen diskutiert. Angaben zum Referenten/Moderator Christoph Rösener Prof. Dr. Christoph Rösener studierte Sprachen und Computerlinguistik in Frankfurt, Saarbrücken, Dublin und Moskau. Nach Abschluss als Diplom-Übersetzer promovierte er im Bereich Computerlinguistik. Sein Hauptinteresse gilt computerlinguistischen Methoden in der Sprachdatenverarbeitung. Seit Oktober 2011 ist er als Professor im Studiengang Internationale Fachkommunikation an der FH Flensburg tätig, darüber hinaus am Institut der Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Informationsforschung, IAI, Saarbrücken. Details ausblenden | |
| Advance translation in the European Social Survey - enhancing the translatability of a source questionnaire in a cross-cultural survey Brita Dorer Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch oder englisch - Block 8.6 - 29.09.2012, Raum: Senatssaal In cross-cultural survey research, translation is increasingly focussed upon. In multi-lingual surveys, typically a source questionnaire is drafted in one language and then translated into various other languages in order to obtain comparable data from all participating countries. This process is error-prone, and poorly translated survey questions may create measurement errors in the resulting data. A new method was introduced in the 5th round (2010) of the European Social Survey for the first time in a cross-national social science survey: an advance translation was carried out in order to enhance the translatability of the English source questionnaire to be translated into 30+ language versions. Two participating countries (Poland and Switzerland) performed problem-oriented ex-ante translations of a pre-final source questionnaire version. The purpose of this is to get input from people with different cultural and linguistic backgrounds to be considered when finalising the source questionnaire. The teams were asked to comment primarily on translation-related problems, from linguistic or grammar issues to wording, meaning or intercultural aspects. They commented both in their own words and by selecting a category from a problem category list. The advance translation comments led to many changes in the final source questionnaire: the wording of the source text was amended in a way to facilitate translation, or footnotes were added in order to clarify words or expressions. In the 6th round of the ESS (2011) an advance translation is carried out by Czech Republic and Turkey, with slightly modified procedures. This paper describes the advance translation method applied in ESS Round 5 and 6. Examples of the comments and subsequent changes made are described and interpreted. General recommendations on how to formulate source questionnaires for cross-national surveys are given. In addition, this method will be tested using Think-Aloud-Protocols in late 2011/2012. Angaben zum Referenten/Moderator Brita Dorer Übersetzer-Studium an den Universitäten Mainz-Germersheim und Genf (Diplom-Übersetzerin für Französisch, Italienisch, Englisch am FTSK Germersheim). Danach Aufbaustudiengang „Interfakultative Frankreichstudien“ an der Universität Freiburg im Breisgau mit Auslandsaufenthalten in Paris und Brüssel (Dipl.-IFS). 1997-1999 Deutschlektorin an der Universität Straßburg. 1999-2010 verschiedene Lehraufträge in den Fächern Englisch und Französisch an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Karlsruhe, sowie dem Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim. Seit 1997 freiberufliche Übersetzerin. Seit November 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei GESIS im Bereich Fragebogenübersetzung. Details ausblenden | |
| Expertenzusammenarbeit bei der Fragebogenübersetzung Dorothée Behr Cooperation between experts in translation of questionnaires Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 8.6 - 29.09.2012, Raum: Senatssaal Die Qualität von Fragebogenübersetzungen ist zentral für die Vergleichbarkeit von Daten in international vergleichender Umfrageforschung. Um Übersetzungsqualität herzustellen, werden besondere Methoden der Übersetzung und Qualitätssicherung angewendet. Der Team-Ansatz gilt hier als „best practice“ im Bereich der Übersetzung von Messinstrumenten. Zentrale Bestandteile sind die Anfertigung paralleler Erstübersetzungen und eine anschließende Übersetzungsdiskussion mit verschiedenen Experten, bei der eine gemeinsame Übersetzungsversion auf Basis der Erstübersetzungen erstellt wird. An einer solchen Diskussion sollten die Übersetzer teilnehmen sowie Umfrageexperten, die Wissen zur Studie, zur Fachthematik sowie zur Fragebogenentwicklung mitbringen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Expertisen wird als notwendig erachtet, um Fragebogenübersetzungen herzustellen, die eine vergleichbare Messung im internationalen Kontext gewährleisten. In diesem Vortrag wird die besondere Methode des Team-Ansatzes, einschließlich Pretesting und Prozess-Dokumentation, vorgestellt. Angaben zum Referenten/Moderator Dorothée Behr Abschluss Diplom-Übersetzen an der Universität Heidelberg; Promotion in Übersetzungswissenschaft an der Universität Mainz; FTSK Germersheim (Schnittstelle Übersetzungswissenschaft - Umfragemethodologie); seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeitern bei GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften im Bereich Fragebogenübersetzung Details ausblenden | |
| Übersetzen und Dolmetschen in der Politik | |
| Aktueller translatorischer Stellenwert der russischen Sprache in den Institutionen der Europäischen Union Anastasia Molchanova The current translation-related status of the Russian language in the institutions of the European Union Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 4.4 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal C Die heutige Europäische Union besteht aus 27 Mitgliedstaaten und hat deren Staatssprachen zu ihren 23 Amts- und Arbeitssprachen deklariert. Die vorhandenen Untersuchungen zur Mehrsprachigkeitspolitik der Union konzentrieren sich auf die Amtssprachen, während Nicht-EU-Amtssprachen lediglich am Rande erwähnt werden. Hiermit wird diese Lücke für eine der Weltsprachen, die allerdings nicht zu den EU-Amtssprachen zählt – das Russische, geschlossen. Der aktuelle translatorische Stellenwert der russischen Sprache wird im Rahmen einer Befragung sämtlicher Übersetzungs- und Dolmetschdienste der EU-Institutionen zu ihren translatorischen Aktivitäten in Verbindung mit Russisch in den Jahren 2005–2009 ermittelt. Es wird beleuchtet, in welchen Sprachkombinationen Russisch als Ziel- und als Ausgangssprache aufzutreten pflegt, wann und auf welchen Themengebieten Bedarf an Russisch besteht und wie er von den Diensten gedeckt wird. Dabei werden die Besonderheiten des Bedarfes der Übersetzungsdienste denen der Dolmetschdienste der EU gegenübergestellt. Darüber hinaus wird aus soziolinguistischer Sicht betrachtet, mit welchen Staaten des postsowjetischen Raums außer der Russischen Föderation, an die man wohl in erster Linie in Verbindung mit Russisch denkt, die EU mittels der russischen Sprache kommuniziert. Selbstverständlich variiert die kommunikative Relevanz je nach de jure- und de facto-Status des Russischen sowie den politisch-ideologischen Gegebenheiten in jedem einzelnen Nachfolgestaat der UdSSR. Anhand von Beobachtungen über das Arbeitsvolumen der Übersetzungs- und Dolmetschdienste der EU-Institutionen mit Russisch in den Jahren 2005–2009 wird versucht, auf die künftige Entwicklung des translatorischen Bedarfs der EU an der russischen Sprache zu schließen. Angaben zum Referenten/Moderator Anastasia Molchanova Qualifikation: Diplom-Dolmetscherin (Universität Leipzig), Diplom-Übersetzerin (Staatliche Universität Tscheljabinsk, Russland), öffentlich bestellt und allgemein beeidigt beim OLG Dresden, Arbeitssprachen: Russisch (A-Sprache), Deutsch (B-Sprache), Englisch und Spanisch (C-Sprachen), seit 2006 freiberuflich tätig; Hintergrund der Untersuchung: Nach einem Trainingsaufenthalt bei der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament in Brüssel beschloss ich, in meiner Diplomarbeit (Universität Leipzig) den Stellenwert des Russischen in den translatorischen Aktivitäten der EU-Institutionen zu untersuchen. Die Untersuchung basiert auf einer umfangreicher Befragung jedes einzelnen Übersetzungs- und Dolmetschdienstes, die vom 31. Mai 2010 bis zum 20. April 2011 durchgeführt wurde. Die Arbeit wurde von Hr. Dr. Jacquy Neff (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) und Hr. Univ.-Prof. Dr. habil. Klaus-Dieter Baumann (Universität Leipzig) betreut. Details ausblenden | |
| Wie funktioniert ein mehrsprachiges Parlament mit 23 Amtssprachen? Eine empirische Untersuchung aus der Praxis des Europäischen Parlaments (EP) Susanne und Christine Altenberg und Bahr How does a multilingual parliament with 23 official languages work? An empirical study from the practice of the European Parliament (EP) Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 4.4 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal C Ziel dieses Vortrags ist es, die Mehrsprachigkeit im EP vorzustellen und dabei zu untersuchen, ob und wie sich die Arbeit mit Dolmetschern in 23 Sprachen auf den politischen Diskurs und die Arbeit der Abgeordneten auswirkt. I. Vergleichende Studie: Dolmetschen in nationalen und regionalen Parlamenten in Europa In welchen nationalen und regionalen Parlamenten gibt es Verdolmetschung, welche und wie viele Sprachen, fest angestellte oder freiberufliche Dolmetscher, ständige oder gelegentliche Verdolmetschung, Sprachenregelung in der Geschäftsordnung. II. Mehrsprachigkeit im Europäischen Parlament 1. Vergleich von Mehrsprachigkeit in nationalen/regionalen Parlamenten und Mehrsprachigkeit im EP, wesentliche Indikatoren (z.B. Zahl der Arbeitssprachen, aktiv/passiv, gelegentliche Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeit nach Bedarf. 2. Geschäftsordnung, Kodex für Mehrsprachigkeit, Dolmetschen ad personam Administrativen Regeln für die Verdolmetschung. Gibt es bestimmte Umstände, die zur Herausbildung bestimmter Regeln geführt haben, oder sind sie quasi durch Zufall so festgelegt worden? Welche Ansprüche auf Dolmetschdienste haben die Abgeordneten und wie, falls überhaupt, hängen diese Ansprüche mit den administrativen Regeln zusammen? 3. Struktur der GD Dolmetschen und Konferenzen 4. Dolmetschen im EP in der täglichen Praxis Wo und wie wird gedolmetscht. II. Arbeitet ein Abgeordneter in einem mehrsprachigen Parlament anders als in einem einsprachigen Parlament? 1. Auswertung eines Fragebogens und Interviews mit Abgeordneten Es geht nicht um die Qualität des Dolmetschens sondern um folgende Aspekte: Beeinflusst die Verdolmetschung die spontane Interaktion in Ausschüssen, Fraktionssitzungen und im Plenum und wenn ja wie; Dolmetschen als Vermittlung zwischen Kulturen, freie/gelesene Rede, Nutzung der Mutersprache oder Fremdsprache; Dolmetschen im politischen Streitgespräch; Dolmetschen bei Dienstreisen; ad personam Dolmetschen III Schlussfolgerungen Angaben zum Referenten/Moderator Susanne und Christine Altenberg und Bahr Susanne Altenberg erwarb 1994 den Abschluss als Diplom-Dolm. an der FH Köln mit dem Förderpreis des BDÜ (Landesverband NRW) als jahrgangsbeste Absolventin. Von 1994-2000 arbeitete sie als freiberufliche Dolmetscherin erst in Deutschland und dann in Brüssel. Seit 2000 ist sie verbeamtete Dolmetscherin im Europäischen Parlament. Seit 2008 leitet sie das Referat Dolmetschen Deutsch und seit 2009 auch ff. das Referat Dolmetschen Polnisch. Susanne Altenberg dolmetscht aus den Sprachen EN, FR, ES, NL, PL ins Deutsche. Christine Bahr erwarb 1996 den Abschluss als Diplomübersetzerin für Englisch, Tschechisch und Neugriechisch an der Universität Leipzig. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Lexikografin trat sie 2001 als verbeamtete Übersetzerin in den Dienst des Europäischen Parlaments ein. 2009 übernahm sie nach einigen Jahren im wissenschaftlichen Dienst (Bereich Wirtschaftspolitik) die Leitung des Referats Allgemeine Koordinierung in der Generaldirektion Dolmetschen und Konferenzen. Details ausblenden | |
| Buchvorstellung und Autorengespräch: Wolfgang Ghantus, Ein Diener vieler Herren. Als Dolmetscher bei den Mächtigen der Welt. Lilian-Astrid Geese Book presentation and interview with the author: Wolfgang Ghantus, Ein Diener vieler Herren. Als Dolmetscher bei den Mächtigen der Welt. Podiumsdiskussion (max. 90 Minuten), Deutsch - Block 9.1 - 30.09.2012, Raum: Audimax Seit über 60 Jahren arbeitet Wolfgang Ghantus als Dolmetscher und Übersetzer für Englisch. Als Freiberufler war er in der DDR für zahlreiche Gespräche auf höchster Führungsebene tätig, begleitete Politiker und Diplomaten in ferne Länder, begegnete charismatischen Persönlichkeiten wie Angela Davis, Che Guevara, Salvador Allende, Indira Ghandi, Margaret Thatcher. Gleichzeitig wurde er im Laufe der Jahre zu einem der profiliertesten Übersetzer wichtiger Werke der Medizin. 2011 erschien sein Erinnerungsband \"Ein Diener vieler Herren. Als Dolmetscher bei den Mächtigen der Welt\" (Militzke Verlag, Leipzig). In ihm versammelt er spannende Fakten und interessante Anekdoten aus dem nicht immer alltäglichen und niemals langweiligen Leben eines Sprachmittlers in historisch brisanten Jahren. Lilian-Astrid Geese spricht mit dem Autor über berufliche Herausforderungen, Einsichten, Einblicke und die schönen Momente gehen, die der Beruf des Dolmetschers und Übersetzers mit sich bringen kann. Milos Kostic liest Auszüge aus "Ein Diener vieler Herren". Angaben zum Referenten/Moderator Lilian-Astrid Geese Konferenzdolmetscherin (AIIC, BDÜ VKD) und Übersetzerin, Rezensentin und Moderatorin für Kunst, Kultur, Literatur, Theater, Film, Fotografie, Design, Architektur. Arbeitet für das Haus der Kulturen der Welt, HAU, Schaubühne, Berliner Festspiele, Theater der Zeit, ITI, internationales literaturfestival berlin. www.comunicada.de Details ausblenden | |
| Übersetzung von EU-Dokumenten: Textsorte Programmleitfaden Joanna Maria Spychała Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 9.9 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 2 Als Programmleitfäden werden im alltäglichen Sprachgebrauch Dokumente bezeichnet, die ausführliche Informationen über Förderungsprogramme und Fonds beinhalten, von den für diese Programme zuständigen Institutionen veröffentlicht werden und für Antragsteller und Zuschussempfänger oft verbindlich sind. Das Ziel meiner Forschung war es, drei Sprachversionen eines Programmleitfadens miteinander zu vergleichen. Der Schwerpunkt lag in der Lexik. Behandelt wurden u.a. morphologische Unterschiede und das Phänomen der Äquivalenz. Wie werden deutsche Zusammensetzungen auf Polnisch und Englisch wiedergeben? Welche Phrasen und Wörter bereiten Übersetzern die größten Schwierigkeiten? Wie oft werden im Deutschen und Polnischen Anglizismen gebraucht? Das sind nur einige interessante Fragen, die ich im Vortrag besprechen werde. Angaben zum Referenten/Moderator Joanna Maria Spychała Joanna Maria Spychała graduated from Adam Mickiewicz University in Poznań with M.A. in Polish, M.A. in German (conference interpreting) and B.A. in German translation. She is a PhD student at the same university. Her research focuses on strategies in simultaneous interpreting as well as on bilingualism and cognition. She is a freelance conference interpreter and translator (Polish, German, English). At the university, she teaches sociolinguistics, intercultural communication, introduction to translation and interpreting studies, and language policy and planning. Details ausblenden | |
| Übersetzen und Dolmetschen im Kultur- und Medienbereich | |
| Techniken und Übersetzungsprozesse für Medientexte Jutta Witzel Techniques and translation processes for media texts Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 3.3 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal B Aufgrund der zunehmenden Globalisierung und der wachsenden Bedeutung mehrsprachiger Medientexte erhalten Übersetzer immer häufiger den Auftrag, für ihre Kunden nicht nur die fachgebundenen Texte, sondern auch PR-Texte, Firmenzeitschriften und Werbeunterlagen zu übersetzen. Für diese Aufgabe sind nicht nur Kenntnisse in Translation und Fachsprache erforderlich, sondern auch Kenntnisse über verschiedene mediale Darstellungsformen, Produktionsprozesse und darüber, wie Journalisten, PR-Fachleute und Werbetexter "ticken". Das fängt bei der Übersetzung von Überschriften bereits an: Sprachdienstleister müssen sich über die Überschriftenphilosophie informieren, die je nach Medium, Branche und Kultur der Ausgangs- und Zielsprache unterschiedlich ist. Der Beitrag soll einen ersten Überblick über die unterschiedlichen grundsätzlichen Herausforderungen in den Bereichen Journalismus, PR und Werbetexte liefern. Dazu gehört die Frage, inwiefern eine einfache Übersetzung für diese Zwecke ausreicht, ab wann von kreativer Adaptation/Copywriting zu sprechen ist. Copywriting erfordert einen weiteren Bearbeitungsprozess, für den andere Techniken der Texterstellung und Auftragsklärung inklusive Honorarberechnung erforderlich sind. Die Kommunikation mit dem Kunden spielt eine zentrale Rolle: Der Übersetzer muss sich genaue Hintergrundinformationen in einem Briefing holen. Anders als bei Übersetzungen muss er etwa mehrere Varianten von zentralen Werbebotschaften erarbeiten, Änderungswünsche des Kunden konstruktiv einarbeiten. All diese Fertigkeiten und Kenntnisse sind erlernbar Angaben zum Referenten/Moderator Jutta Witzel 1980 – 1985 Studium der Angewandten Sprachwissenschaft (Englisch und Spanisch, Sachfach Jura) an der Universität Heidelberg, Abschluss 1985 Diplom-Übersetzerin Heute selbstständige Fachjournalistin, Autorin, Trainerin für Fachenglisch und Diversity- Management, Moderatorin 1/2004 bis 6/2011 Chefredakteurin der Fachzeitschrift MDÜ (www.mdue.bdue.de), einer Branchenzeitschrift für Dolmetscher und Übersetzer 1995 – 1998 nebenberuflich Geschäftsführerin einer Partei, u.a. zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit 1994 – 2004 hauptverantwortliche Redakteurin für TransRelations, Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V., Landesverband Bremen und Niedersachsen 1986 – 1998 Freiberufliche Übersetzerin für die Bereiche Telekommunikation, IT, Energieindustrie, juristische Texte und Sprachtrainerin für Fachenglisch Details ausblenden | |
| Interpreting for the Media & Repair Strategies Silvia Velardi, Clara Pignataro Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 8.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A Interpreting live for television requires special skills (Kurz 1995, 1996, 2002) and Media Interpreter’s performances (MI) depend greatly on the working conditions which, to a large extent, determine the quality of a given SI (Straniero Sergio 2003). Due to the difficulties imposed by the dialogic context where the interviews take place, the MI often needs to adopt emergency strategies, especially to reconstruct the sense of the interpreted speech, adjust it to the media context and deliver a smooth and coherent discourse while keeping up with the extremely rapid pace of the foreign guest’s speech. In this paper we wish to investigate the new and evolving role of interpreting in TV interviews (Pignataro & Velardi 2011), and more specifically, our focus will be on the repair strategies and final additions adopted by the interpreter to preserve coherence in the interpreted text, thus contributing to the success of the performance (Duranti 1997). The analysis will be conducted on a corpus of interviews of roughly 20 minutes each, interpreted in simultaneous voice-over from English into Italian by a professional conference interpreter working for Italian television Both the source and target texts will be transcribed and analyzed in order to detect the most significant repair strategies and additions that convey coherence to the interpreted text (Straniero Sergio 2001, 2007). We are assuming that the purpose of interpreting is determined by the target culture and that the target text must make sense in the specific communicative context and culture (Pöchhacker 1995: 34). Keywords: Media Interpreting, Repair Strategies, Final additions, Coherence. References Duranti A. (1997) Linguistic Anthropology, Cambridge, Cambridge University Press. Kurz, I. and Bros-Brann E. (1996) "L'interprétation en directe pour la télévision". Les transferts linguistiques dans les médias audiovisuels. Villeneuve d'Ascq: Presses Universitaires du Septentrion. Gambier, Yves, éd., 207-216. Kurz I. (1995) “Getting the message across in simultaneous interpreting for the media”, in M. Snell-Hornby, Z. Jettmarova, Kaindl K. (eds.) Translation as Intercultural Communication, Amsterdam/Philadelphia, John Benjamins, 195-205. Kurz I. (2002) “Psychological stress responses during media and conference interpreting”, in G. Garzone & M. Viezzi (eds.), Interpreting for the 21st Century: Challenges and Opportunities. Amsterdam/Philadelphia, John Benjamins, 195-202. Pignataro C. & Velardi S. (2011) “The Quest for quality assessment criteria in media interpreting”, Paper presented at the Second International Conference on Interpreting Quality, 24-26 March 2011, Almuñécar (Granada, Spain). Pöchhacker, F. (1995). Simultaneous Interpreting: a functionalist perspective. Hermes Journal of Linguistics, 14, 31-53. Straniero Sergio F. (2001) “Look who’s talking. The ethics of entertainment and talkshow interpreting”, The Translator, 7, 2, 213-217. Straniero Sergio F. (2003) “Norms and quality in media interpreting: the case of formula one press-conferences”, The Interpreter's Newsletter, 12 , 135-174. Straniero Sergio F. (2007) Talkshow Interpreting. La mediazione linguistica nella conversazione spettacolo. Trieste, EUT. Angaben zum Referenten/Moderator Silvia Velardi, Clara Pignataro Clara Pignataro, clara.pignataro@clastudio.it Researcher (Iulm University, Milan) Silvia Velardi, silvia.velardi@gmail.com PhD student (Iulm University, Milan) Details ausblenden | |
| Performative Künste: Dolmetschen und Übersetzen im und für das Theater.
Ein Vortragsgespräch mit Lilian-Astrid Geese und Niki Graça Lilian Astrid Geese Performing arts: Interpreting and translating in and for the theatre. A dialogue presentation with Lilian-Astrid Geese and Niki Graça Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 8.2 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal A Es ist eine Art Konvergenz: Einerseits sind fremdsprachige Theaterstücke für Inszenierungen an deutschen Bühnen und Gastauftritte von Theatern aus dem Ausland zu übersetzen oder zu dolmetschen. Anderseits ist das Theater in jüngerer Zeit ein betont offener Raum geworden, in dem die Bühne nicht nur „bespielt“ wird, sondern als Ort der politischen Debatte und der Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen, kulturellen und anderen Fragen dient. Das Schauspielhaus als Kongresszentrum, als Diskurs- und Diskussionsarena, in dem, wenn es international wird, auch Dolmetscher arbeiten. Die Varianten der sprachmittlerischen Intervention auf und hinter der Bühne sind vielfältig, und sie sind Thema unseres Vortragsgesprächs. Neben der Erörterung der verschiedenen Aufgaben für Übersetzer und Dolmetscher im Theater - Übertragung von Stücken und theaterwissenschaftlichen Texten, Übertitelung/Untertitelung, Einsprechen, Simultanverdolmetschung, szenische (fremdsprachige) Erläuterungen - und der spezifischen Anforderungen an die beteiligten Sprachmittler (Teamfähigkeit, Flexibilität, Spontaneität etc.), wollen wir uns der Betrachtung grundsätzlicher Fragen widmen: Kann Theater überhaupt übersetzt werden? Was wird in anderssprachigen Inszenierungen oder Übertitelungen gewonnen, was geht verloren? Wer/was entscheidet, in welchem Modus die Übertragung in eine andere Sprache erfolgen soll (Übersetzung? Verdolmetschung?)? Wo unterscheidet sich die zeitgenössische Bühnenkunst - mit Improvisationstheater, Performancekunst, moderne Optionen der Nutzung des Theaterraumes oder des öffentlichen Raumes als Theater - hinsichtlich der Übersetzungsanforderungen von der Klassik? Welche Differenzen gibt es zwischen der translatorischen Arbeit für Theater und Film? Theater heute ist ein extrem dynamisches Genre und stellt für Übersetzer und Dolmetscher eine ganz spezielle Herausforderung dar, die wir in unserem Gespräch miteinander und mit dem Publikum näher beleuchten wollen. Angaben zum Referenten/Moderator Lilian Astrid Geese Lilian-Astrid Geese Konferenzdolmetscherin (AIIC, BDÜ VKD) und Übersetzerin, Rezensentin und Moderatorin für Kunst, Kultur, Literatur, Theater, Film, Fotografie, Design, Architektur. Arbeitet für das Haus der Kulturen der Welt, HAU, Schaubühne, Berliner Festspiele, Theater der Zeit, ITI, internationales literaturfestival berlin. Bühnenübersetzungen: Phil Collins, This Unfortunate Thing Between Us (HAU, 2011), Mariano Pensotti, El pasado es un animal grotesco (Theaterformen, 2010). www.comunicada.de. Niki Graça Schauspielerin (u.a. Schauspielhaus Bochum, Schauspielhaus Hamburg), Übersetzerin, Dolmetscherin und Moderatorin (BDÜ, VdÜ). Arbeitet für die Berliner Festspiele, Poesiefestival Berlin, HAU, Goethe-Institut, Filmuntertitelungen (u.a. Macunaima), Literaturübersetzung (u.a. Lyrik von José Saramago und Paulo Teixeira). www.algrama.com. Details ausblenden | |
| Challenges of translation for 2D and 3D subtitling Alexey Kozulyaev Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 9.2 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal A A growing number of content suppliers for digital medias opt for subtitling as the cheapest way to localize. Translation for subtitling is usually treated as a true-blue case of "restricted" translation. Subtitles have to deliver a precise translation of a native utterance within the fixed number of lines and characters without distracting the attention of the audience from the action. 3D subtitling introduced more restrictions on the subtitle translation. The report explores several approaches to the translation for 2D and 3D subtitling and to the resolutions of the inherent contradictions of the processes. Angaben zum Referenten/Moderator Alexey Kozulyaev Alexey Kozulyaev is CEO and co-founder of RuFilms LLC, the leading Russian subtitling and dubbing company. Alexey has a MA in translation and interpretation from the Moscow Institute of Foreign Languages and is an author of a number of articles on the AV translation. He also was a speaker at the proceedings of the BluRay Academy in Hamburg in May, 2011. RuFilms has been working in the field of AV translation since 1993. In 2010, the company created the first 3D subtitling service in Russia. The company clients include 20th Century Fox CIS, Disney/Marvel and others. Contact: subdep@rusubtitles.com Details ausblenden | |
| Traduction de BD: Quoi d’neuf, docteur? Xavier Bihan Vortrag (max. 30 Minuten), Französisch - Block 9.2 - 30.09.2012, Raum: Hörsaal A Le marché de la traduction dans le domaine de la BD connaît une expansion rapide et constante depuis plusieurs années. Si les formations spécifiques sont encore très rares, il n’en reste pas moins que la traduction de BD représente l’une des disciplines les plus contraignantes en matière de traduction. Les compétences requises vont bien au-delà de la simple maîtrise linguistique. Après un bref aperçu historique de la traduction de BD, nous ferons un tour d’horizon des pratiques actuelles dans ce domaine : nous aborderons différentes questions telles que la fidélité par rapport à l’original, l’esthétique, les onomatopées, l’interculturalité, la cohérence, l’ellipse… Nous nous attacherons également à démontrer quelle est la différence entre un traducteur de BD et un traducteur dit classique. Nous ferons également un inventaire des différents types de BD et de leur spécificité dans une perspective de traduction (graphic novel, strips, caricature, BD littéraire, BD pédagogique, humoristique…) Pour illustrer notre propos nous nous appuierons sur différents exemples issus du cours « Traduction de BD » dispensé depuis le milieu des années 90 au département de langues romanes de l’université Humboldt. Nous présenterons également divers aspects de notre projet « Der literarische Comic » mené en collaboration avec le projet « Romans de toujours » pour lequel les traducteurs de la HU ont obtenu le label européen des langues 2010. Angaben zum Referenten/Moderator Xavier Bihan Details ausblenden | |
| Übersetzen und Dolmetschen in den Bereichen Werbung, Marketing und PR | |
| Eine Zeitung für alle – Übersetzung und Lokalisierung einer länder- und kulturübergreifenden Publikation Carsten Mende One newspaper for everyone – Translation and localisation of a multinational and multicultural publication Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 3.3 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal B Unternehmen gehen dazu über, immer größere Zielgruppen anzusprechen. Im Rahmen der Globalisierung wenden sie sich nicht nur ihren Heimatmärkten zu, sondern auch Kunden oder Mitarbeitern in anderen Ländern und Kulturkreisen. Daraus ergeben sich neue Fragen bei der Konzeption und der sich anschließenden Übersetzung: Wie findet der Kulturtransfer statt? Ist er gewollt? Soll es eine Unternehmenskultur, ein Unternehmensbild geben? Neben dieser Entscheidung über eine zentralere oder dezentralere Kommunikation gilt es auch den Leser zu erreichen. Wie kann das Interesse der Leser geweckt werden? Besucht statt Yvonne Catterfield nun die indische Schauspielerin Aishwarya Rai Bachchan das Werk? Wird aus dem Tegeler See in Berlin der chinesische Xuanwuhu? Dieser Vortrag soll einige Überlegungen und Beispiele liefern, welche Möglichkeiten sich bieten, den verschiedenen Ansprüchen und Erwartungen gerecht zu werden. Angaben zum Referenten/Moderator Carsten Mende Ich studierte Sinologie und VWL an der Freien Universität Berlin samt einem Auslandsjahr an der Universität Nanjing. Nach dem Abschluss arbeitete ich zwei Jahre in Tokio. Mittlerweile arbeite ich als Projektmanager asiatische Sprache bei der RWS Group GmbH. Details ausblenden | |
| Genau ins Ziel – und doch weit daneben? Sibel Türker, Jörg Heinemann Bullseye – and still missed by a mile? Vortrag (max. 30 Minuten), DE - Block 3.3 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal B Bei scheinbar „kreativen“, aber zugleich funktionalen Texten – wie Werbetexten, Pressemitteilungen und Mitarbeiterinformationen – kommt es weniger darauf an, die enthaltenen Worte wiederzugeben, als den Zweck des Textes zu erfassen und diesen in der Zielsprache zu rekonstruieren. In unserem Vortrag 2009 bezogen wir uns auf zwei linguistische Ansätze, mit deren Hilfe wir die Qualität solcher semikreativen Texte bewertet haben. Wir grenzen uns damit ab von quantitativen und formalen Evaluationsverfahren. Die verwendeten Ansätze sind zum einen die „Funktionale Pragmatik“ von Konrad Ehlich und Jochen Rehbein, die sprachliche Handlungen auf ihre jeweiligen Zwecke hin untersucht, und zum anderen die Critical Discourse Analysis zum Beispiel nach Norman Fairclough. In der Translationswissenschaft vertritt beispielsweise Christine Nord einen Ansatz, bei dem die Funktion des Textes für den Übersetzungsvorgang maßgeblich ist, allerdings berücksichtigt sie die gesellschaftliche Einbindung nicht ausreichend. Auf der BDÜ-Konferenz 2012 wollen wir den Unterschied zwischen „nicht falsch übersetzt“ und „richtig übersetzt“ an Beispielen demonstrieren. Dabei geht es darum, tatsächliche Beispiele verschiedener Sprachkombinationen aus dem Arbeitsalltag zu zerlegen und darauf zu untersuchen, welches grundlegende Verständnis notwendig ist, um in der Zielsprache einen „funktionierenden Text“ zu erzeugen. Denn dies geht weit darüber hinaus, dass der Zieltext auf der sprachlichen Oberfläche richtig ist. Ziel des Vortrages ist es, das Verständnis für ein textempathisches Übersetzen zu fördern und die funktionale Perspektive zu unterstützen. Mitunter fehlt ÜbersetzerInnen auch ein gewisser Mut, sich vom Original „richtig“ zu entfernen: Ist es doch scheinbar einfacher, dem Kunden gegenüber zu vertreten, dass man jedes Wort der Ausgangssprache in die Zielsprache übernommen habe, als zuerst auf den Zweck des Textes abzuheben und dann aufzuzeigen, diesen im Zieltext rekonstruiert zu haben. Angaben zum Referenten/Moderator Sibel Türker, Jörg Heinemann Sibel Türker, Jahrgang 1961 Studium der Germanistik, Übersetzungswissenschaft, Allgemeinen Sprachwissenschaft und Turkologie in Istanbul und Hamburg. Mitarbeit an einem DFG-Projekt zur Zweisprachigkeit. Jörg Heinemann, Jahrgang 1963 Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Mathematik und Psychologie in Berlin und Hamburg. Details ausblenden | |
| Public Service Interpreting | |
| Dolmetschen bei der polizeilichen Vernehmung Ingrid Fehlauer-Lenz Interpreting at police questioning Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 4.5 - 28.09.2012, Raum: Hörsaal D Ziel der Beauftragung von Dolmetschern bei polizeilichen Vernehmungen ist die Wahrheitsfindung. Die Menschrechtskonvention aber fordert den Einsatz von Dolmetschern zur Wahrung der Beschuldigteninteressen. Nur eine genaue Kenntnis der Vernehmung aus polizeilicher Sicht, der Dolmetschtechniken sowie des Berufsethos können den Dolmetscher davor bewahren, sich in die Gefahr zu begeben, seine Neutralität zu verlieren und die Grenzen seiner professionellen Rolle zu überschreiten. Auf diese drei Themenbereiche soll im Vortrag eingegangen werden: a) die Vernehmung und Vernehmungstaktiken aus polizeilicher Sicht b) angemessene Dolmetschtechniken c) berufsethische Grundsätze und professionelle Handlungsstrategien zur Wahrung der Rechte aller Beteiligter Abschließend können von den Zuhörern vorgebrachte Dilemmasituationen diskutiert werden. Angaben zum Referenten/Moderator Ingrid Fehlauer-Lenz Prof. Dr. Ingrid Fehlauer-Lenz, geboren 1966 in Buenos Aires, Argentinien. Studium: Traductora Pública en Idioma Alemán an der Universidad de Buenos Aires. Promotion: Martin-Luther-Universität Halle-Saale. Seit 2010: Leiterin des Studiengangs “Fachdolmetschen für Behörden und gerichte” an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Steffen Kuse, Polizeifachhochschule Aschersleben (Angaben werden nachgereicht) Details ausblenden | |
| Professionalität im community interpreting: Das Schweizer Modell des Interkulturellen Übersetzens Michael Müller Professionalism in community interpreting: The Swiss model of intercultural translation Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 4.6 - 28.09.2012, Raum: Senatssaal Das interkulturelle Übersetzen als professionelles Angebot des community interpreting hat sich in der Schweiz etabliert. Es bezeichnet mündliches Übersetzen (Konsequtivdolmetschen) im Rahmen eines Trialogs. Der/Die interkulturell Übersetzende wird dabei als zusätzlicher Gesprächsteilnehmer verstanden. Auch wenn die möglichst wortgetreue Übermittlung von Informationen im Zentrum steht, kann interkulturelles Übersetzen weit darüber hinausgehen: Interkulturell Übersetzende dolmetschen unter Berücksichtigung des kulturellen, ethnischen, sozialen und schichtspezifischen Hintergrunds der Gesprächsteilnehmenden. Sie kennen mögliche Missverständnisse und Konflikte und sind in der Lage, angemessen darauf zu reagieren. Dies erfordert neben der sprachlichen Kompetenz ein Basiswissen in der interkulturellen Kommunikation, fundiertes Wissen über die Herkunftsländer der Gesprächsbeteiligten und ein Gespür für mögliche Verständigungsschwierigkeiten. Die Ausbildung trägt diesen Herausforderungen Rechnung: Neben den elementaren Dolmetschtechniken wird dem Rollenbewusstsein, der Reflexion sowie der Erarbeitung von Grundkenntnissen zu den wichtigsten Einsatzgebieten grosses Gewicht beigemessen. Die Qualifizierung erfolgt auf zwei Niveaus: Dem Verbandszertifikat von INTERPRET und dem hinsichtlich Praxiserfahrung und Rollendifferenzierung erhöhte Anforderungen stellenden Eidgenössischen Fachausweis. Wichtige Akteure sind die regionalen Vermittlungsstellen. Diese stellen nicht nur den reibungslosen Ablauf aller administrativen Belange sicher, sondern garantieren mittels vielfältigen Instrumenten der Qualitätssicherung auch die Qualität des Angebots. INTERPRET als nationale Interessengemeinschaft nimmt im Auftrag des Bundes eine Vielzahl übergeordneter Aufgaben wahr: Akkreditierung der Ausbildungsmodule, Vergabe der Zertifikate und Fachausweise, Konzeptarbeit, Öffentlichkeits- und Sensibilisierungsarbeit sowie diverse Koordinationsaufgaben. Angaben zum Referenten/Moderator Michael Müller Die beruflichen Stationen der letzten Jahre haben mich mit unterschiedlichen Facetten von Migration und Integration in Berührung gebracht: Als Lehrer am Berufsvorbereitenden Schuljahr mit Schwerpunkt Integration (2002 – 2004), als Projejktkoordinator für Bildungs- und Sensibilisierungsangebote bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (2004 – 2007), als Mediator und Berater für Konflikttransformation und interkulturelle Kommunikation (2008 – 2010), und seit September 2010 nun als Leiter der Geschäftsstelle des Vereins INTERPRET und des nationalen Komepetenzzentrums für interkulturelles Übersetzen. Details ausblenden | |
| Online training for Interpreters - Future or Foe? -
New online training available in the UK for interpreters taking the Diploma in Public Service Interpreting Exam Helena El Masri Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 4.14 - 28.09.2012, Raum: Boltzmann 7 This presentation will show how this online training for interpreters was devised and put together and show how it can prepare candidates to pass the Diploma in Public Service Interpreting Exam in England. This 7 module course prepares interpreters in consecutive interpreting, simultaneous interpreting, sight translation and written translation. In its second year it has proved that online training is in high demand and can be updated and improved yearly. Angaben zum Referenten/Moderator Helena El Masri Helena El Masri is a public service interpreter and translator and has been also a teacher and trainer for 12 years. Teaching the Diploma in Public Service Interpreting Law option and training the Home Office Interpreters has given her an awareness of how important training is for interpreters. She has dedicated the last decade to acquire knowledge in order to pass it on to her students. She published a relevant glossary for interpreters now available in 10 languages. Details ausblenden | |
| PSI in Afrika: die Perspektive einer Zusammenarbeit zwischen einer afrikanischen Universität und europäischen Dolmetschern bzw. Ausbildungsinstitutionen als Chance der gegenseitigen Bereicherung Paola Baglione PSI in Africa: The prospect of cooperation between an African university and European interpreters and educational institutions as an opportunity for mutual benefit Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.9 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 2 Mit geschätzt 40 Prozent der Einwohner, die einer der beiden Amtssprachen Englisch und Französisch nicht mächtig sind, und mit über 250 autochthonen Sprachen wird die alltägliche Kommunikation im afrikanischen Kamerun zur Herausforderung. Obwohl das Public Service Interpreting daher stark verbreitet ist, ist über die Tätigkeit der als Dolmetscher agierenden Personen kaum etwas bekannt. Um diese Lücke zu schließen führte die Autorin 2009 eine qualitative Studie über ausgewählte Situationen des PSI in Gesundheitseinrichtungen und NGOs in Kamerun durch. Die Auswertung dieser hauptsächlich in der Stadt Buea und deren Umland (Südwest-Region) durchgeführten Interviews mit allen am Dolmetschprozess beteiligten Personen zeigte, dass meist Laien als Dolmetscher tätig sind. Dies liegt unter anderem am großen Bedarf an Dolmetschleistungen, dem zu hohe Kosten für Ausbildung und Honorare professioneller Dolmetscher gegenüberstehen. Doch die Advanced School for Interpreters and Translators (ASTI) in Buea stellt den optimalen Standort dar, an dem eine kosteneffiziente Ad-hoc-Professionalisierung bzw. Sensibilisierung der Dolmetscher stattfinden kann. In dem vorgeschlagenen Vortrag wird dargestellt, inwiefern die ASTI und europäische professionelle bzw. semi-professionelle Dolmetscher sowie Ausbildungsinstitutionen im Rahmen eines Kooperationsprojektes voneinander profitieren können. Durch eine Zusammenarbeit für die Entwicklung eines PSI-Curriculums an der Universität Buea sowie die Gestaltung von Seminaren in NGOs und Krankenhäusern über umsetzbare Grundprinzipien des PSI würden europäische Dolmetscher zur Entwicklung des PSI in Afrika beitragen. Gleichzeitig könnten sie von ihren Partnern wichtige Informationen über den Umgang mit afrikanischen Bürgern erhalten, die einen relevanten Teil der Einwanderer Europas ausmachen und deswegen oft im Mittelpunkt von PSI-Dienstleistungen stehen. Angaben zum Referenten/Moderator Paola Baglione Geboren am 12. März 1982 in Tradate (Italien) Staatsangehörigkeit: italienisch Beruf: freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin, Lehrbeauftragte am Sprachen &Dolmetscher Institut (SDI München) 09/2007 – 12/2009: Studiengang Konferenzdolmetschen an der Hochschule für Angewandte Sprachen – Fachhochschule des SDI ABSCHLUSS: M.A. Konferenzdolmetschen SPRACHEN: Italienisch ↔ Deutsch, Englisch → Italienisch (Französisch → Italienisch) MASTERARBEIT: „Community Interpreting in einer afrikanischen Gesellschaft am Beispiel des mehrsprachigen Kamerun“, verfasst in Kamerun 08/2010: Teilnahme an der Critical Link Conference 6 in Birmingham zur Darstellung der Ergebnisse der Masterarbeit Details ausblenden | |
| Normen für das Community Interpreting – eine "Mission impossible"? Anmerkungen zur aktuellen Fassung der ISO/WD 13611 „Guidelines for community interpreting“
Silke Herwig Bernd Meyer Standards for Community Interpreting – a “Mission impossible”? Notes on the current version of ISO/WD 13611, “Guidelines for community interpreting Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), deutsch - Block 8.7 - 29.09.2012, Raum: Raum K3 Die Formulierung von Prozessnormen für die Abwicklung von Übersetzungsaufträgen hat unbestreitbare Vorteile für Kunden und Dienstleister. Wie aber sieht es beim Dolmetschen in medizinischen und sozialen Einrichtungen aus? Die AutorInnen sind Mitglieder einer ISO-Arbeitsgruppe, die derzeit versucht, Standards für das Dolmetschen in diesem Bereich zu entwickeln. Dies erweist sich jedoch als schwierig, da die Funktion der Norm und ihr Geltungsbereich nicht klar definiert sind und sich aus den verschiedenen Randbedingungen, aber auch aufgrund unterschiedlicher Auffassungen der ExpertInnen, widersprüchliche Anforderungsprofile ergeben. Mit dem Bericht aus der Arbeitsgruppe soll eine Diskussion über den Stand der Dinge im Bereich Kommunaldolmetschen in Deutschland, aber auch über deutsche Grenzen hinaus, angestoßen werden. Angaben zum Referenten/Moderator Silke Herwig Bernd Meyer Silke Herwig, Vizepräsidentin des BDÜ, staatlich geprüfte Gebärdensprachdolmetscherin, Sonderpädagogin M.A., herwig@bdue.de Prof. Dr. Bernd Meyer, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, An der Hochschule 2, 76726 Germersheim, Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation, meyerb@uni-mainz.de Details ausblenden | |
| Patentübersetzen | |
| Die Sprachenregelung für das neue Einheitspatent Peter Hards, Ute Kirstein The language arrangements for the new Single European Patent Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.15 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 8 Das europäische Patentsystem, das seit 1977 erfolgreich besteht, birgt einen großen Nachteil für Patentanmelder. Nach Erteilung des Patents durch das Europäische Patentamt (EPA) zerfällt es in ein Bündel nationaler Patente, die in jedem designierten Staat einzeln zu validieren sind. Das bedeutet vor allen Dingen wesentliche Übersetzungskosten (bis zu EUR 15.000 pro Patent). Seit nunmehr einem halben Jahrhundert wird daher an einem Einheitspatent gearbeitet, das ohne ein weiteres Verfahren in allen designierten Staaten der EU gültig wäre. Haupthindernis war immer die Sprachenregelung. Während das EPA nur drei Amtssprachen (Englisch, Deutsch, Französisch) hat, gilt in der EU das Prinzip der Sprachengleichheit aller Landessprachen der Mitgliedsstaaten. Der Durchbruch kam im März 2010, als der Ministerrat in Brüssel beschloss, eine verstärkte Zusammenarbeit im Patentbereich zwischen 25 der damals 27 Mitgliedsstaaten (zunächst ohne Italien und Spanien) zuzulassen. Der Zweck der neuen Regelung ist die Vereinfachung des Verfahrens nach der Patenterteilung und die Reduzierung der Kosten, hauptsächlich für Übersetzungen. Der Vortrag auf der BDÜ-Konferenz wird den Stand der Verhandlungen über ein Einheitspatent und die möglichen Auswirkungen auf Patentübersetzer und Dolmetscher darlegen. Bis September 2012 wird klar sein, ob die geplanten EU-Verordnungen im Frühjahr 2012 beschlossen wurden, ob das geplante Übereinkommen über ein einheitliches Patentgericht im Juni 2012 unterschrieben wurde, ob das neue System, wie geplant, am 1. Januar 2014 in Kraft treten kann und welche Fortschritte das EPA mit seinem maschinellen Übersetzungsprojekt - einem wesentlichen Merkmal des einheitlichen Patentsystems - gemacht hat. Angaben zum Referenten/Moderator Peter Hards, Ute Kirstein Dr. Hards ist Leiter des Sprachendiensts im Europäischen Patentamt (EPA). Seine Co-Autorin ist Frau Ute Kirstein, Leiterin des Dolmetscherdiensts im EPA. Details ausblenden | |
| Inhaltswandel im Patentlebenszyklus Gabriel Luis Content changes in the patent life cycle Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.15 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 8 Der Vortrag hat zum Ziel, die unterschiedlichen Änderungen des Dokumentsinhalts, die im Patentlebenszyklus auftreten, aufzuzeigen, um sie später im Hinblick auf ihre mögliche Hintergründe, sowie auf ihre rechtlichen und technischen Folgen zu untersuchen bzw. zu diskutieren. Angaben zum Referenten/Moderator Gabriel Luis Gabriel Luis-Franchy (Leverkusen, 1978) ist freiberuflicher Übersetzer und setzt sich seit 2008 mit Patenten im Rahmen des Projektes Patterm auseinander. Details ausblenden | |
| Patente und maschinelle Übersetzung - von Haus aus ein Widerspruch? Marlies Kirstädter Patents and machine translation – a contradiction in terms? Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 6.15 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 8 Seitens des europäischen Patentamts und der Europäischen Kommission sind verschiedene Bestrebungen zu beobachten, sich die rasante Entwicklung im Bereich der maschinellen Übersetzung zu Nutze zu machen, um Kosten zu senken und Prozesse zu vereinfachen. Im Rahmen einer Bachelor-Arbeit aus dem Jahr 2011 wurde ein Vergleich zwischen der Humanübersetzung und der sog. statistikbasierten maschinellen Übersetzung von verschiedenen Patentansprüchen aus dem Französischen ins Deutsche gezogen, um zu untersuchen, inwiefern sich der Einsatz der maschinellen Übersetzung im Patentbereich auf den Berufsstand der Patentübersetzer auswirken könnte. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass diese Form der maschinellen Übersetzung nach dem Stand 2011 noch eine unzureichende Übersetzungsqualität bietet. Mittlerweile ist gut ein Jahr seit dieser Untersuchung vergangen, und angesichts der schnellen Entwicklung im Bereich der maschinellen Übersetzung stellt sich die interessante Frage, inwiefern sich die Qualität dieser Übersetzung inzwischen grundlegend verbessert hat bzw. bei welchen sprachlichen Besonderheiten der maschinellen Übersetzung immer noch Grenzen gesetzt sind. Angaben zum Referenten/Moderator Marlies Kirstädter BERUF: seit 2000 freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin mit Schwerpunkt Patente, Technik und Recht ABSCHLÜSSE: 1997: staatlich geprüfte Übersetzerin und Dolmetscherin in Französisch (IFA, Erlangen) 1998: staatlich geprüfte Übersetzerin und Dolmetscherin in Spanisch (IFA, Erlangen) 2011: Bachelor in Übersetzen (Hochschule für Angewandte Sprachen, Fachhochschule des SDI, München) Bachelor-Arbeit: „Auswirkungen der fortschreitenden Technologisierung auf den Berufsstand der Patentübersetzer - Eine Untersuchung am Beispiel der Übersetzung von Patentansprüchen in der Sprachkombination Französisch-Deutsch“ (2011) Details ausblenden | |
| Sprach(en)los bei Patenten? Werner Katschinka Speechless with patients? Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 6.15 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 8 Grundsätzliches zur Abschaffung von Übersetzungen bei Patenten. - Grundlagen des Patentwesens unter besonderer Berücksichtigung der Sprachen (nationale Patente, Europapatente, zukünftiges Gemeinschaftspatent). Angaben zum Referenten/Moderator Werner Katschinka Patentanwalt seit 1975, Vorstandsmitglied der Österr. Patentanwaltskammer (1990 - 2002), Sachverständiger beim EU-Wirtschafts- und Sozialausschuss, Disziplinarrat beim Europäischen Patentamt (1990 - 2005) Details ausblenden | |
| Literaturübersetzen / Übersetzen von Sach- und Fachbüchern | |
| Sachgerecht und entspannt mit Verlagen verhandeln Helga Pfetsch Negotiating with publishers professionally and without stress Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 6.8 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 1 Für jeden Auftrag im Buchbereich wird zwischen Verlag und Übersetzer/in ein Vertrag abgeschlossen. Voraussetzung für erfolgreiches Verhandeln mit Verlagen ist dabei sowohl das Wissen um die einschlägigen Sachinformationen als auch das zielführende Verhandlungsverhalten. Dieser Workshop konzentriert sich darauf, Ihre Verhandlungsfertigkeiten auszubauen und darauf, wie Sie sich die für das Verhandeln notwendigen Sachinformationen beschaffen können. Die Themen: • Ihre Einstellung zum Verhandeln ist wichtig! • Vorstellung eines Verhandlungsmodells für die Praxis: Das Harvard-Konzept • Simulation einer Verhandlungssituation • Informationsbeschaffung Angaben zum Referenten/Moderator Helga Pfetsch Helga Pfetsch, Heidelberg, ist Literaturübersetzerin und freiberufliche Trainerin und Beraterin. Sie hat u.a. Doris Lessing , Margaret Atwood, Saul Bellow, Alice Walker und Toni Morrison übersetzt. Sie engagierte sich viele Jahre im Vorstand und als Vorsitzende des Literaturübersetzerverbands VdÜ. Als Trainerin und Coach ist sie im Bereich Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung tätig Details ausblenden | |
| Die Sprach(ver)wandlungen eines Gedichts Maria Slavtscheva The linguistic transformations of a poem Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.15 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 8 Was bleibt, was geht verloren und was kommt hinzu bei der Übersetzung eines lyrischen Werkes? Wie ist das Beziehungsgeflecht zwischen dem Original und seinen chronologisch aufeinander folgenden fremdsprachigen Nachdichtungen zu beschreiben, wenn man die zeitliche Komponente für einen Moment bewusst ausklammert und diese miteinander in Dialog treten lässt? Wer wird schließlich über die Sprachgrenzen hinübergetragen – der Dichter oder der Text und welche Konsequenzen hat das für die Rezeption im neuen Umfeld? Um diese wichtigen Fragen zu beantworten, widmet sich der Vortrag einem konkreten Fallbeispiel, nämlich dem postum erschienenen Abschiedsgedicht des bulgarischen Dichters Nikola Vapzarov (1909-1942), welches er kurz vor seiner Hinrichtung im Gefängnis schreibt und seiner Frau widmet, und dessen Übertragungen ins Deutsche, Englische und Italienische aus fünf Jahrzehnten. Vor dem Hintergrund von Doris Bachmann-Medicks Konzept von einem „translational turn“ in den Geisteswissenschaften werden die immer wieder zitierten und aufs Neue interpretierten freien Verse zum Ausgangspunkt einer interdisziplinär angelegten komparatistischen Untersuchung. Diese bewegt sich an der Schnittstelle zwischen mehreren Nationalphilologien, der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft sowie den Translation studies. Dabei verrechnet sie die systematischen Erkenntnisse literaturhistorischer Längsschnittstudien mit denen der übersetzungstheoretischen Querschnittanalyse. Auf diese Weise wird der im Globalisierungszeitalter immer wichtiger werdenden Forderung nach einer gegenseitigen Befruchtung verschiedener Fachrichtungen Folge geleistet: Der Vortrag zeigt im Einzelnen, welcher Mehrwert für die Erforschung der literarischen Übersetzung entsteht, wenn die Diskussion um die Bedeutung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Ausgangs- und der Zielsprache, dem Original und der Übertragung um die Perspektive des Übersetzers bzw. mehrerer Übersetzer ergänzt wird. Angaben zum Referenten/Moderator Maria Slavtscheva 30.07.1985 in Sofia, Bulgarien; 1992-1999: Graf-Ignatiev-Schule in Sofia, Bulgarien; 1999-2004: Dt. Gymnasium „Prof. K. Galabov“ in Sofia, Bulgarien; 05/2004: Dt. allg. Hochschulreife (Gesamtnote 1,1); 10/2004-09/2009: Studium d. AVL (HF), Dt. Phil. (1. NF) u. Publizistik (2. NF) a. d. JGU Mainz; 12/2008-04/2009: Förderungsstipendium d. JGU Mainz; 29.09.2009: M.A. (Gesamtnote 1,1); seit 10/2009: Promotion i. Fach AVL a. d. JGU Mainz; 07/2005-01/2006: Mitarbeit a. Skandal-Projekt d. IfP a. d. JGU Mainz; 04/2008-09/2010: Wiss. Hilfskraft a. Institut f. AVL a. d. JGU Mainz; 12/2008-02/2009: Mitarbeit a. Editionsprojekt „Heinrich Mann. Essays und Publizistik. Kritische Gesamtausg. in 9 Bd.“ (Bd. 4, Hg.: A. Martin); seit 04/2010: Lehrbeauftr. a. Institut f. AVL a. d. JGU Mainz; 16.06.2011: Staatl. Prüfung f. Übersetzer u. Übersetzerinnen f. d. Sprachen Bulgarisch u. Deutsch; Publikationen: Frisch, Max: Andorra. Piesa v 12 kartini. Prevod Maria Slavtscheva. Sofia 2006. Details ausblenden | |
| Fiktion versus Realität in der literarischen Übersetzung Inez Okulska Fiction versus reality in literary translation Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.15 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 8 Literarische Übersetzung wird vor allem mit ästhetischen Herausforderungen seitens der Sprache und der Konstruktion des Werkes konnotiert. Die sogenannte dargestellte Welt bildet zwar einen wichtigen Rahmen für die Handlung, wird aber nicht streng auf den Wahrheitsinhalt bewertet: Das Prinzip des Fiktiven legitimiert alle Abweichungen von der Realität. Ist das aber wirklich so? Soll der Übersetzer bei seiner Arbeit die „Fehler“, die auf falschen Tatsachen der realen Welt beruhen, auffangen und korrigieren? Oder existiert innerhalb des Fiktiven gar keine Realität? Und wenn solche fehlerhaften Stellen für den literarischen Wert des Werkes keine Rolle spielen aber für die Zielkultur von Bedeutung sind? Gemeint werden hier feministische, postkoloniale oder gar politische Fragen, aber auch einfach die bekannten Tatsachen wie Namen, Orte, Daten die in der Übersetzung berücksichtigt werden (könnten). Solche korrekte Übersetzung kann aber auch als ein zu weit gehender Eingriff des Übersetzers in den Original verstanden werden. Über diese ethische und kulturwissenschaftliche Fragen möchte ich in meinem kurzen Vortrag in Bezug auf das Verhältnis „Literarische Fiktion versus Realität“ zu antworten versuchen, indem ich das allgemeine Konzept auf Einzelbeispielen der bereits vorhandenen Übersetzungen vorstellen werde. Entsprechende Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich, denn alle Beispiele werden auf Deutsch erklärt, so dass die in den Einzelfällen auftauchenden kulturellen Probleme verständlich sein werden. Angaben zum Referenten/Moderator Inez Okulska MA, Promotionsstudentin in Translation Studies, Das Doppelprogramm der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan, vorher studierte in Frankfurt, Lodz, Prag und Poznan, seit zwei Jahren leitet Seminare zur Theorie und Praxis der literarischen Übersetzung, auf Deutsch und Polnisch; Literaturkritikerin und Literaturübersetzerin (deutsch-polnisch, englisch-polnisch, tschechisch-polnisch), publizierte bisher in mehreren Fachmagazinen oder Monographien zur Literatur und Übersetzung, Redakteurin des deutsch-polnischen translatorischen Jahrbuches "OderÜbersetzen". Details ausblenden | |
| Zur Übersetzung von Fachausdrücken in der Belletristik Annikki Liimatainen On the translation of technical terms in fiction Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 7.15 - 29.09.2012, Raum: Boltzmann 8 Fachsprachliche Ausdrücke findet man nicht nur in Fachtexten, sondern nicht selten auch in belletristischen Texten. Fachsprachliche Elemente können in solchen Texten beispielsweise dazu beitragen, ein realistisches oder wirklichkeitsnahes Milieu darzustellen, das für eine Region oder Zeit eigentümliche Kolorit zu vermitteln und die Authentizität der fiktionalen Wirklichkeit zu unterstützen. Eine besonders wichtige Rolle spielt das Stilmittel Fachsprache in der sogenannten Literatur der Arbeitswelt, in der ein Ausschnitt aus der realen Arbeitswirklichkeit im literarischen Text zum Gegenstand einer fiktionalen Wirklichkeit wird. Ungeachtet der Tatsache, dass die Suche nach deckungsgleichen zielsprachlichen Entsprechungen für semantisch komplexe ausgangstextuelle Termini Übersetzungsschwierigkeiten verursachen kann, ist diesem Themenkreis in der übersetzungswissenschaftlichen Literatur bisher kaum Aufmerksamkeit geschenkt worden. Der vorliegende Beitrag versucht, einen Einblick in den Problemkreis Übersetzen von Fachwörtern in der schönen Literatur zu geben. Als Untersuchungsgegenstand wurde der 1985 herausgegebene Debütroman „Das Parfüm. Die Geschichte eines Mörders“ von Patrick Süskind gewählt. Der Roman erzählt die Geschichte eines Mannes, der im achtzehnten Jahrhundert in Frankreich lebte und zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten dieser an genialen und abscheulichen Gestalten nicht armen Epoche gehörte. Süskind beschreibt in seinem Roman die olfaktorische Welt, die Herstellungsverfahren, Geräte, Duftbausteine, Essenzen, Duft- und Riechstoffe der Parfüme mit einer fachsprachlichen Genauigkeit, die er sich aus gründlichen Recherchen erworben hat. Anhand der finnischen Übersetzung, die nur ein Jahr später erschien als das Original, wird erläutert, welche Übersetzungsverfahren bei der Wiedergabe der zum Teil autorenspezifischen, werkbezogenen und zeitgebundenen Fachausdrücke verwendet worden sind. Angaben zum Referenten/Moderator Annikki Liimatainen August 1999 - Juli 2009 Assistentin, Stipendiatin, Universitätslektorin, Post doc -Forscherin und Doktorassistentin am Germanistischen Institut der Universität Helsinki (Finnland). 2008 Promotion (Universität Helsinki). August 2009 - Juli 2010 Vertretungsprofessorin für Übersetzen Deutsch-Finnisch an der Universität Helsinki. Seit September 2010 Vertretungsprofessorin für Translationswissenschaft (Deutsch-Finnisch) an der Universität Tampere (Finnland). Details ausblenden | |
| Berufsbiografien und Tätigkeitsprofile literarischer ÜbersetzerInnen im deutschsprachigen Raum – sozial konstruiert und soziologisch rekonstruiert Gisella Vorderobermeier Professional biographies and profiles of literary translators in the German-speaking area – socially constructed and sociologically reconstructed Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch oder Englisch - Block 8.3 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal B Im Beitrag werden Werdegänge literarischer Übersetzerinnen und Übersetzer im deutschsprachigen Raum näher beleuchtet, Werdegänge einer Berufsgruppe also, zu deren tatsächlicher Zusammensetzung lange Zeit nur sehr bruchstückhafte Informationen verfügbar waren. Die Betrachtung, die sich auf die Ergebnisse einer größer angelegten schriftlichen Befragung unter mehr als 200 LiteraturübersetzerInnen stützt, steht dementsprechend zunächst einmal unter der übergreifenden Fragestellung, als wie homogen oder heterogen sich die besagte Gruppe als solche überhaupt darstellt. Hier interessieren zunächst Daten ganz grundlegender Art. Dazu gehört zentral auch der Bildungshintergrund der befragten literarischen ÜbersetzerInnen, genauer das Zusammenspiel von formalisierter und nicht formalisierter Bildung, letzteres insbesondere auch hinsichtlich der Arbeitssprachen. Komplementär sind die Tätigkeitsprofile anzusprechen, innerhalb derer das so erworbene spezifische „kulturelle Kapital“ zur Anwendung gelangt. Eingehender behandelt werden außerdem die Rahmen- und Randbedingungen des übersetzerischen Arbeitens. So kann die in der einschlägigen Literatur getroffene Unterscheidung zwischen so genannten „Nur-ÜbersetzerInnen“ und „Auch-ÜbersetzerInnen“ über ein Aufzeigen von weiteren derzeitigen oder vormaligen Betätigungsfeldern von LiteraturübersetzerInnen erweitert und nuanciert werden. Deutlich wird dabei nicht zuletzt, über welche Schritte und Schlüsselerlebnisse sich die Hinwendung zum literarischen Übersetzen vollzieht, wie also Berufsbiografien in einem mitunter sehr langwierigen und keineswegs geradlinigen Prozess sozial konstruiert werden. Angaben zum Referenten/Moderator Gisella Vorderobermeier Diplomübersetzerin mit den Sprachen Russisch und Spanisch (Leipzig, Institut für Angewandte Linguistik und Translationswissenschaft); Dr. phil. (Universität Graz, Institut für Translationswissenschaft) mit Dissertation bei Em. O.-Univ.-Prof. Erich Prunč und Ao. Univ.-Prof. Michaela Wolf. Seit September 2011 Universitätsassistentin mit Doktorat am Institut für Translationswissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz. Das Forschungsinteresse von Gisella M. Vorderobermeier gilt vorrangig den folgenden Bereichen: Übersetzungssoziologie; sozialwissenschaftliche Methoden in der Translationswissenschaft; Migration und Translation; soziologische Bestimmung der arbeits- und lebensweltlichen Verortung von TranslatorInnen; Translation und (Diskurse um) Veränderungen der Arbeitswelt. Details ausblenden | |
| Buchvorstellung
Im Bergwerk der Sprache. Eine Geschichte des Deutschen in Episoden
Von Gabriele Leupold und Eveline Passet
Wallstein, Göttingen 2012
Gabriele Leupold, Eveline Passet Book presentation: Im Bergwerk der Sprache. Eine Geschichte des Deutschen in Episoden. By Gabriele Leupold and Eveline Passet Wallstein, Göttingen 2012 Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 8.3 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal B Wenn literarische Übersetzer Werke vergangener Jahrhunderte oder solche, die in der Vergangenheit spielen, übersetzen, müssen sie den Text zeitlich kennzeichnen. „Einige Marker genügen“, lautet die Regel. Doch ist die Archaisierung ein nicht unproblematisches Verfahren, das auf bestimmten sprachhistorischen Voraussetzungen beruht. Dies veranlasste das Literarische Colloquium Berlin, eine von den beiden Herausgeberinnen moderierte und stets von Workshops begleitete Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen, die sich der Geschichte des Deutschen widmet. Im September 2012 werden siebzehn der gehaltenen Referate frisch im Druck vorliegen. Das Buch nimmt den Leser beispielsweise mit auf eine syntaktische Reise durch fünf Jahrhunderte. Verweilt wird ausführlich bei den „Würz- und Flickwörtern“ – den Interjektionen und Abtönungspartikeln. Immer reichen die Aufsätze bis an die Gegenwart heran, vereinzelt beschränken sie sich auf die neueste Zeit, etwa, wenn es ums Kiezdeutsche geht – also jenes hybride, keineswegs nur von jungen Migranten gesprochene neue Idiom einiger Großstadtbezirke – oder um grammatische Gemeinsamkeiten der deutschen Dialekte. Dabei wird das spezifische Thema, ob die Kommunikationsgeschichte der Ausklammerung oder Interpunktion, Tempus, Erlebte Rede, meist an literarischem Material veranschaulicht. Immer geht es deshalb auch um die Stilistik: um die grammatische Abweichung als Kunstgriff – selbst im NS-Deutschen. Der eher essayistisch als akademisch geschriebene Sammelband ist kein erschöpfender, aber doch ein exemplarischer Abriss der deutschen Sprachgeschichte, er kann zu konkreten Fragen konsultiert oder einfach – nicht nur von Spezialisten – als anregende Lektüre genossen werden. Die Buchvorstellung wäre eingebettet in einen persönlichen Erfahrungsbericht über das Übersetzen alter bzw. archaisierender Texte. Angaben zum Referenten/Moderator Gabriele Leupold, Eveline Passet Gabriele Leupold ist literarische Übersetzerin aus dem Russischen (u. a. Michail Bachtin, Vladimir Sorokin, Warlam Schalamow) und Veranstalterin von Workshops für Übersetzer und Studierende. 2002 Celan Preis für die Übersetzung von Andrej Belyjs "Petersburg". Koautorin der Videodokumentation "Spurwechsel. Ein Film vom Übersetzen" (2003) und Mitherausgeberin des Bandes "In Ketten tanzen. Übersetzen als reproduktive Kunst" (2008). 2009 Translator in Residence am Slav. Seminar der Universität Tübingen. Eveline Passet ist Autorin von Literatur- und künstlerischen Features für den Rundfunk. Als Literaturübersetzerin aus dem Russischen und Französischen bringt sie Prosawerke aus dem 19. und 20. Jh. ins Deutsche, darunter alle Romane von Daniel Pennac. Außerdem ist sie engagiert in der Literatur- und Kulturvrmittlung.2003 realisierte sie zusammen mit vier weiteren KollegInnen „Spurwechsel. Ein Film vom Übersetzen". Details ausblenden | |
| Zur aktuellen Lage der Literaturübersetzer in Deutschland
Ein Gesetz und seine Umsetzung Hinrich Schmidt-Henkel On the current position of literary translators in Germany. A law and its implementation Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 8.3 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal B Hinrich Schmidt-Henkel, Vorsitzender des VdÜ, Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e. V./Bundessparte Übersetzer im VS in ver.di Immer noch werden Literaturübersetzer in Deutschland nicht angemessen bezahlt. Ausgehend von der Novelle des Urheberrechtsgesetzes 2002, mit der der Urheberstatus der Literaturübersetzenden bekräftigt wurde, beleuchtet der Vortrag die BGH-Urteile vom Januar 2011 und zeigt die immer noch bestehende Diskrepanz zwischen geltendem Recht und vielfach geübter Praxis auf. Was hat sich seit 2002 verändert? Wie reagieren die Verlage? Wie ist die aktuelle Situation? Lohnt es sich überhaupt, diesen Beruf zu ergreifen? Worüber sollten sich angehende Literaturübersetzer im Klaren sein? Was kann der Verband, was kann jeder einzelne tun, um geltendes Recht in der Praxis zu verankern? Der Vortrag versucht, auf diese und andere grundlegende Fragen aus dem berufspolitischen Umfeld des Literaturübersetzens praxisnahe Antworten zu geben. Angaben zum Referenten/Moderator Hinrich Schmidt-Henkel Geb. am 15.11.1959 in Berlin. Studium der Germanistik und Romanistik; Literaturübersetzer seit 1987; Übersetzer/Moderator von literarischen Veranstaltungen, 1. Vorsitzender des VdÜ seit 2008 Details ausblenden | |
| Zwischen Literatur und Betriebsanleitung – die Herausforderungen beim Sachbuchübersetzen Norma Keßler, Martina Hesse-Hujber Between literature and instruction manuals – the challenges in translation of non-fiction Vortrag (max. 30 Minuten), deutsch - Block 8.3 - 29.09.2012, Raum: Hörsaal B Unter dem Begriff "Sachbuch" wird alles zusammengefasst, was nicht eindeutig der Literatur zugeordnet werden kann. Daher ist das Themenspektrum bei Sachbüchern sehr breit gefächert. Biografien, reich bebilderte Monografien oder sehr technische Expertenbücher gehören zum täglichen Brot in diesem Genre. Sachbücher finden sich nicht unbedingt in den Bestsellerlisten und werden oft in relativ kleinen Auflagen gedruckt. Die Erwartungshaltung des Sachbuchlesers ist jedoch anders als die Erwartung an ein literarisches Werk und unterscheidet sich von der Erwartung an ein rein technisches Dokument wie etwa an eine Betriebsanleitung. An diejenigen, die ein solches Werk übersetzen, stellt das Sachbuch daher ganz eigene Anforderungen, denn das primäre Ziel ist zwar die Übertragung des Inhalts, aber zugleich darf der zielsprachliche Leser, dem das Buch letztlich gefallen soll, nicht aus dem Auge verloren werden. Sprache, Inhalt und Form – sowie nicht zuletzt die Wünsche des Verlages – machen aus jeder Sachbuchübersetzung ein neues spannendes Übersetzungsprojekt. Vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Praxis im Bereich Sachbuchübersetzung gehen die beiden Referentinnen an ausgewählten Textbeispielen auf die verschiedenen Aspekte des Genres sowie die Anforderungen an den Übersetzer, die Übersetzerin ein. Angaben zum Referenten/Moderator Norma Keßler, Martina Hesse-Hujber Martina Hesse-Hujber und Norma Keßler, beide Diplom-Übersetzerinnen, arbeiten seit vielen Jahren für namhafte deutschsprachige Verlage in den Bereichen Architektur, Computer, Design, Kunst, populäres Sachbuch und Wirtschaft. Details ausblenden | |
| Alternative Interpretation of Lin Yutang’s “Problematic Renditions” of Six Chapters of a Floating Life Xingzhong GUAN Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 10.7 - 30.09.2012, Raum: Raum K3 Recently, Lin Yutang’s (林语堂,1895-1976)once much extolled rendition of Shen Fu’s Six Chapters of a Floating Life has been “problematized” as inadequate for its occasional information discrepancies and information omission. An alternative explanation based on Lefevere’s control factors influencing translation strategy is presented to justify Lin’s alternations. In addition, it is noted that Lin’s views about translation underlie his rendition. The “inadequacy” abovementioned is not due to Lin’s incompetence or negligence but his particular choice. Significance of the preface made by the translator is highlighted for providing clues about the translator’s translation strategies. This paper can be taken as an exploration of what happens when a text enters into the target language. Lin Yutang’s rendition of Fu Sheng Liu Ji浮生六记(Fousheng Liuchi,‘Six Chapters of a Floating Life’) has won him a high praise ever since it came out in the year of 1935. Most critics made lavish praise and positive comments (Gao 2001; Dong 2002; Lin 2003; Li 2007). Lin’s translation was formally challenged in 2006, when Yilin Press 译林出版社 brought in Six Records of a Floating Life, translated by Pratt and Chiang Su-Hui. In a private letter to the editor Mr. Xu Dongpin, Pratt addressed four major demerits in Lin’s renditions and took them as the main reasons leading to their retranslations (Xu 2006: 85). While browsing Lin’s bi-lingual version of Taiwan edition of Six Chapters of a Floating Life, I noticed the following problems. 1) In some places, Lin’s renditions are not accurate and his mistranslations fail to transfer the original meaning; 2) Lin provides regrettably few annotations to explain the historical and literary background which might be quite useful for foreign readers; 3) Some sentences in the source language are missing in Lin’s rendition, which might be due to the tremendous difficulties in putting them across in the target language; 4) Linguistic style in Lin’s version is by no means consistent. Some part of it sounds like that of Shakespearean Language (for instance, “是夜送亲城外,返,已漏三下……” is put as “That night, when I came back from outside the city, whither I had accompanied my girl cousin the bride…”, here “whither” is obviously an archaic word); some is like American novel talk in nineteenth century, while other sounds like slang in the 1920’s of America. Later, similar observations have been made by Xue (2008) and others. Pratt held the opinion that Lin’s incompetence or negligence was responsible for the problems mentioned above, for Lin’s literary career was just started at that time; though he was enthusiastic, he was still in his apprenticeship and was not able to tackle such a challenging task. This idea, at first thought, sounds very reasonable. After all, it is known to us that it takes rather a considerable long time for a non-native to become a qualified translator. Yet, objections against Pratt’s comments are as follows. 1) Lin has already exhibited the qualities of a master of languages prior to Six Chapters of a Floating Life. He had a rich experience of writing in both Chinese and English languages. Particularly, his My Country and My People 吾国吾民 has won him high praise after its publication in the USA in 1935. It is very unlikely that he could not satisfactorily cope with difficulties encountered in the translation of Six Chapters of a Floating Life. Pratt’s remarks are not very convincing. 2) Lin is a conscientious translator. Then, why Lin made such alternations instead of a more literal, “faithful” translation? What are the factors accounting for Lin’s choice? This paper attempts to address such questions. A hierarchy of priority consideration for literary translators, in descending order of importance, (1) ideology, (2) poetics, (3) universe of discourse, (4) language, is provided by Lefevere (1992/2006: 87-88; 17). According to him, the translated text should not be in conflict with the standards for acceptable behavior or ideology in the target culture. Translation will be easier to be published and read if it can correspond to the dominant concept of literature in the target culture. On the other hand, translators may be faced with things, customs, and concepts that were intelligible to prospective readers. Lefevere admits that illocutionary power of expressions is somehow culture-bound and therefore very hard to transfer. Translators must either substitute analogous features from the target culture’s universe of discourse or try to re-create the author’s universe of discourse in preface, in footnotes, or both. Suffice it to say that all these framework opinions are insightful to explain the alternations Lin produced. Yet, one important point related is missing in Lefevere’s theory. That is, the translator’s view on translation also plays a role in his decision-making. Lin’s translation views are best expounded in his1932 year essay “Lun Fan Yi”论翻译 (‘On Translation’). Lin presented his translation principles as Zhongshi忠实 ‘Faithfulness’, Tongshun通顺‘smoothness’ and Mei美‘Beauty’. For “faithfulness”, Lin means that the translator should not merely translate the denotation of the language, but also convey the feeling-tone of the words and sentences. For “smoothness”, Lin believes that a translator, rather than being bound by single word of the source text, should have a total grasp of the source text and then writes in natural target language. For “beauty”, Lin particularly refers to the translation of literary works. Since literary works have a higher artistic quality, it is important for translator to keep that flavor in the translation. The focus of his ideas can be summarized as that a good translation should spiritually resemble the original text. Though Lin’s translation principles share similarities with Yan Fu’s principles of “Xin信(‘Faithfulness’) Da达(‘Expressiveness’)Ya雅( ‘Elegance’) first introduced in the preface of Yan’s translation of Evolution and Ethics, we suspect Lin himself actually does not have similar sense of “faithfulness” as Yan Fu does. Instead, in his practice, Lin lays more emphasis on smoothness, the transference of spiritual resemblance and beauty of the original text. Lin agrees with Croce that literary translation is creation rather than reproduction. In translation,it is a necessity to comprehend the every single word in the original text but there is no such a need to transfer each of them( Liu 1981/1990: 33-40). Gao (2006:155) explores the bi-lingual copy of Lin Yutang’s early literary phase prose translated by Lin himself and concludes that Lin gives a free rein in such renditions. Lin does not confine himself to details, rather, he even rewrites a whole passage to present its sense. As can be seen in the following example, A woman never introduces a professor of ichthyology in society as a professor of ichthyology, but as the brother-in-law of Colonel Harrison who died in India while she was lying in hospital in New York after an operation for appendicitis. (by Lin) 比方女子介绍某大学的有机化学教授,必不介绍他为有机化学教授,而为云南先施公司经理之舅爷,而且云南先施公司经理死时,她正在九江医院割盲肠炎。(by Lin) A woman never introduces a professor of Chemistry in society, but as the brother-in-law of Manager of XIANSHI Company who died in Yunan Province while she was lying in Hospital in Jiujiang for an operation of appendicitis. (My back-translation) This example is taken from Nv Lun Yu《女论语》(‘The Analects on Women’). Compare with my back translation, we may find Lin has gone too far here. The basic facts stated in the original text are flagrantly changed and transplanted from American into Chinese ones. ‘A professor of ichthyology’ is turned into ‘a professor of Chemistry’; Colonel Harrison has nothing to do with ‘Manager of XIANSHI Company’; hospital in New York is turned into Hospital in Jiujiang. Yet, the basic point is same, that is, they both tease that women are down-to-the-earth creature who never talks abstract terms but in a concrete way (Gao 2006:155). As the translator of his own work, if we do not label him as a rewriter otherwise, Lin changes his text to please his readers. Verse below is an excellent example to illustrate Lin’s pursuit of beauty in literary translation. “秋侵人影瘦,霜染菊花肥。” Touched by autumn, one’s figure grows slender; Soaked in frost, the chrysanthemum blooms full.(by Lin, 5) We grow thin in the shadows of autumn, but chrysanthemums grow fat with the dew. ( by Pratt & Chiang ) This is a season poem composed by Yun. Not restrained by the literal metaphor“肥”(fat, the chrysanthemums are in full blossom thus appear bigger and fatter)and“瘦”(thin, people grow thin in autumn melancholies for it is a season of bleakness, where all things cease to be active), Lin vividly presents a picture of the lustrous autumn with its typical Chinese image Chrysanthemum. In comparison, Pratt and Chiang’s version is too rigid. It does not seem to make sense to English readers who might easily fail to realize the point that one’s being “thin” is due to the disconsolateness of autumn season, which is essential for the correct understanding of verses. On the other hand, English readers can handily pick up the sense of Lin’s renditions and appreciate the aesthetic beauty between the lines. Lin makes the implicit message explicit by wording“touched”, thus avoiding confusing his readers. Lin’s approach is consistent with his view that more weight should be given to smoothness and beauty in literary translation, and that a translator is supposed to fulfill his sacred duty to translation as an art (Lin 1932: 32-47). Chinese and English belong to different language families, the former Chinese-Tibetan, the latter Indo-European. There is a considerable disparity between the two languages. To make things even more difficult, Fu Sheng Liu Ji is presented in concise, four-letter-stock phrase style 古文. To fully display such linguistic features in another language is almost an impossible mission. Sound, rhythm, and force are inevitably lost. In his translation, Lin takes the feature of target language into consideration and selectively disposes some original elements to avoid awkwardness of the language. Lin’s sparing use of annotations and footnotes to explain Chinese culture is due to similar considerations. His simplified, domesticated rendition reduces such complexity by cutting out excessive details and makes it more accessible to readers so that they can concentrate on the general plot of the story. Lin’s such practice can be tolerated if we take this point into consideration. Lin’s liberal approach is also due to his consideration of ideological factors. To avoid the prejudice of the English readers against China culture, while persistently advocates the culture’s positive aspects, Lin intentionally left out those points which may offend western readers. Angaben zum Referenten/Moderator Xingzhong GUAN Xingzhong GUAN Beijing Foreign Studies University Beijing, 100089 P.R. China guanxingzhong@126.com Details ausblenden | |
| Creating the Self-image of China—An Investigation into the Tradition of “Outward” Literary Translation” in China Shikui Ma Vortrag (max. 30 Minuten), English - Block 10.7 - 30.09.2012, Raum: Raum K3 This presentation is focused on the controversial tradition of “outward translation” in China, or, the translation of Chinese literary works into foreign languages done by native Chinese translators. The function of this kind of translation lies in Although spoken by nearly one quarter of the population in the world, Chinese is not among the most translated languages, therefore, the “outward translation” marks the efforts of the Chinese translators to cut the “cultural deficit” and to attain the “translation balance”. This type of translation also signifies the efforts of Chinese scholars to “correct” the “mistranslation” of Chinese works and the “distortion” of the Chinese cultural image by some foreign translators, Evan King’s translation of Lao She’s masterpiece “Rickshaw Boy” and Lao She’s decision to retranslate it himself can serve as an example. The “outward translation”, as a practice of the so-called “Deliver-ism”( or the principle of “sending out whatever is valuable”) advocated by scholars from Ku Hung-ming to the late Professor Ji Xianlin, is a countermeasure against the prevailing trend of 'grabism' ( or the principle of “taking whatever is useful”) advocated by Lu Xun and some other scholars. An analysis will be made on the development of these exporting translation activities in China at its four phases: the Later Qing Dynasty and the Republican Period (before 1949), the “Seventeen Years” after the founding of the People’s Republic of China, the ten years of the “Cultural Revolution (1966-1976), and the age of “Reforming and Opening to the World” (since 1979). Key words: “Outward” Literary translation; cultural image; translation imbalance Angaben zum Referenten/Moderator Shikui Ma Mr. Ma Shikui Associate professor of English (Minzu University of China) Phd of Literary Translation (Peking University, 2005) Details ausblenden | |
| Translating Chimamanda Adichie from English to French; challenges in rendering specific african substrata messages. Victor Ariole Vortrag (max. 30 Minuten), English and French - Block 10.7 - 30.09.2012, Raum: Raum K3 HALF OF A YELLOW SUN OF CHIMAMANDA ADICHIE HAD JUST BEEN TRANSLATED TO FRENCH. IT IS AN ENTERPRISE WORTH INVESTIGATING AS THE AFRICAN SUBSTRATA OF BOTH THE LINGUISTIC AND METALINGUISTIC CONTENTS ARE NOT WELL RENDERED TO HIGH FIDELITY STANDARD EXPECTED AND TO REFLECT THE WELTAANCHAUNG OF THE AUTHOR'S MILIEU HENCE THE NEED FOR A RELEVANT CRITIQUE SO AS TO SMOOTHEN SOME MISREPRESENTED MESSAGES. WE DECIDED TO LOOK INTO SOME ASPECTS OF THE TRANSLATION THAT NEEDED TO BE RENDERED IN SPECIFIC TERMS SO AS NOT TO MISLEAD THE FRANCOPHONE AUDIENCE THAT ARE VARIED AND WIDE. IN EFFECT WE CRITIQUED THE MODERATION AND ADAPTATION TECHNIQUES USED BY THE TRANSLATOR. OUR FINDINGS ARE THAT THE TRANSLATION SEEMS BASICALLY INTENDED FOR EUROPEAN AUDIENCE HENCE SOME ALTERNATIVE PROCESS OF TRANSLATION WAS ADVISED FOR OTHER AUDIENCE NOT EUROPEAN. Angaben zum Referenten/Moderator Victor Ariole THE ABSTRACT WAS ORIGINALLY SENT BY EMAIL. THIS IS AN ABRIDGED FORM. THE AUTHOR IS AN ASSOCIATE PROFESSOR OF FRENCH AT THE UNIVERSITY OF LAGOS AKOKA LAGOS NIGERIA. DR VICTOR ARIOLE ROOM A523A ARTS BLOCK DEPT OF EUROPEAN LANGUAGES UNIVERSITY OF LAGOS AKOKA NIGERIA Details ausblenden | |
| Übersetzung von Kinderliteratur zwischen dem Deutschen und Arabischen: Möglichkeiten und Grenzen Nahla Tawfik Translation of children’s books between German and Arabic: Opportunities and limits Vortrag (max. 30 Minuten), Deutsch - Block 10.7 - 30.09.2012, Raum: Raum K3 Im Mittelpunkt dieses Vortrages steht das kinderliterarische Übersetzen zwischen dem Deutschen und Arabischen. Dank Förderprojekte und gegenseitiges Interesse an die KJL wurde in den letzten Jahren eine Reihe Kinderbücher aus dem Deutschen ins Arabische und umgekehrt übersetzt. Das Spektrum reicht vom Bilderbuch über Erstleserbuch und klassisches Kinderbuch bis zum Jugendroman. Da Kinderbücher spezifische inhaltliche, sprachliche und stilistische Merkmale haben, sehen sich die Übersetzer vor eine nicht einfache Aufgabe gestellt. Denn zu den Übersetzungsproblemen der Erwachsenenliteratur kommen auf den Übersetzer kinderliteraturspezifische Übersetzungsprobleme. An erster Stelle wird hier die Kindersprache behandelt. Der Übersetzer muss eine Sprache schaffen, die dem Adressatenniveau gerecht ist, d.h. die Sprache soll das Kind nicht überfordern, damit das Kind nicht den Spaß verliert und mit dem Lesen aufhört. Gleichzeitig soll das übersetzte Buch auch dazu dienen, neben der Unterhaltung auch die Sprach- und Textkompetenz des Kindes zu verbessern. Hinzu kommt, dass die Kindersprache sich oft durch Bildlichkeit, Sprachspiele, Kinderreime, Lautmalerei und sprechende Namen kennzeichnet, was alles der Übersetzer beachten soll. Darüber hinaus soll der Übersetzer im Auge behalten, dass Kinderbücher auch zum Vorlesen gedacht sind, diese Funktion soll auch beim Übersetzen nicht verloren gehen, d.h. der Übersetzer soll die Sprechbar- bzw. Singbarkeit bei Kinderreimen und Liedern in dem zu übersetzenden Kinderbuch nicht aus dem Auge verlieren. Ein weiteres Merkmal der Sprache von Kinderbüchern ist die Integration von Wort und Bild, da Bilder aber kulturspezifisch sind, bedarf das auch vom Übersetzer beachtet zu werden. An ausgewählten übersetzen Kinderbüchern wird dargestellt, mit welchen Übersetzungsproblemen der jeweilige Übersetzer konfrontiert war und welche Übersetzungsverfahren er gewählt hat. Angaben zum Referenten/Moderator Nahla Tawfik Ich heiße Nahla M. Nagy M. Tawfik, bin am 01.06.1975 in Kairo geboren. 1993 habe ich die Sekundarstufe mit 90% absolviert 1993-1997 Studium der Germanistik, Arabistik und English an der Sprachenfakultät Al-Alsun der Ain Schams Uni 2004 Magistergrad in der Übersetzungswissenschaft 2006-2008 DAAD-Stipendium am FASK Germersheim 2009 Dissertation "Didaktische Grundlagen und methodische Ansätze des Übersetzungsunterrichts. Erarbeitung eines Modells für den Übersetzungsunterricht Deutsch-Arabisch" 2009- Dozentin an der Sprachenfakultät Ain Schams 2010 Teilnahme an LICTRA, Vortrag im Band erschienen Übersetzungen:(aus dem Deutschen ins Arabische) - Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen. (mit anderen) - Die Weltreise einer Fleeceweste. Eine kleine Geschichte über die große Globalisierung. Seit 2005 übersetze ich für die Jugendseite LiLak des Goethe-Instituts. Details ausblenden | |
| Sachgerecht und entspannt mit Verlagen verhandeln Helga Pfetsch Negotiating with publishers professionally and without stress Workshop (mit begrenzter Teilnehmerzahl), Deutsch - Block 10.14 - 30.09.2012, Raum: Boltzmann 7 Für jeden Auftrag im Buchbereich wird zwischen Verlag und Übersetzer/in ein Vertrag abgeschlossen. Voraussetzung für erfolgreiches Verhandeln mit Verlagen ist dabei sowohl das Wissen um die einschlägigen Sachinformationen als auch das zielführende Verhandlungsverhalten. Dieser Workshop konzentriert sich darauf, Ihre Verhandlungsfertigkeiten auszubauen und darauf, wie Sie sich die für das Verhandeln notwendigen Sachinformationen beschaffen können. Die Themen: • Ihre Einstellung zum Verhandeln ist wichtig! • Vorstellung eines Verhandlungsmodells für die Praxis: Das Harvard-Konzept • Simulation einer Verhandlungssituation • Informationsbeschaffung Angaben zum Referenten/Moderator Helga Pfetsch Helga Pfetsch, Heidelberg, ist Literaturübersetzerin und freiberufliche Trainerin und Beraterin. Sie hat u.a. Doris Lessing , Margaret Atwood, Saul Bellow, Alice Walker und Toni Morrison übersetzt. Sie engagierte sich viele Jahre im Vorstand und als Vorsitzende des Literaturübersetzerverbands VdÜ. Als Trainerin und Coach ist sie im Bereich Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung tätig. Details ausblenden | |

